Randen: So gesund ist die Powerknolle

Randen: So gesund ist die Powerknolle

Die rote Bete, bei uns besser bekannt als Randen, ist eine echte Power­knolle. Sie gedeiht im heimischen Anbau von September bis November prächtig. Die hohe Konzentration an lebensnotwendigen Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen bringen das Immunsystem richtig auf Touren.

Der Weg nach Europa

Das Wintergemüse ist eine Kulturform und stammt von der Rübe ab. Da ist es nicht verwunderlich, erinnert die rote Bete optisch an die Zuckerrübe. Obwohl man es auf den ersten Blick nicht denken würde, auch der Mangold ist mit der Powerknolle verwandt. Den Ursprung nimmt die rote Bete im Mittelmeerraum und kam durch die Römer nach Mitteleuropa.

Randen stärken die Abwehrkräfte

Für starke Abwehrkräfte sorgt vor allem der hohe Gehalt an dem roten Farbstoff Betanin. Der sekundäre Pflanzenstoff, welcher zu der Gruppe der Polyphenole gehört, wirken entzündungs­hemmend und antioxidativ. Letztere schützen vor oxidativem Stress und reduziert so das Risiko für Infektionen und bewahren das Immunsystem vor Schäden. Diese Schutzwirkung wird von weiteren wertvollen Inhaltstoffen der roten Knolle verstärkt. Der Körper profitiert zusätzlich von nennenswerten Mengen an Vitamin C, Zink und Selen.

Super Power auf Vorrat

Einfrieren

Das Herbst-/ Wintergemüse lässt sich hervorragend für mehrere Monate einfrieren. Dazu sollte die intakte, ungeschälte Knolle für 30 bis 50 Minuten in kochendem Wasser garen. Nach dem Abkühlen lässt sich die Schale wunderbar abziehen. Grob geschnittene Scheiben, oder kleine Würfel lassen sich so optimal in einen Gefrierbeutel legen und direkt im Gefrierfach verstauen.

Einlegen

Selbstgemachte Power direkt aus dem Glas? Die rote Bete lässt sich auch hervorragend in Essig einlegen. Eine super einfache Möglichkeit, welche für Gaumenfreude und Abwechslung sorgt. Die Randen Pickles passen hervorragend zu Raclette, machen sich prächtig in Sandwiches oder Salaten. Zudem schmecken sie erst noch besser als gekauftes Essiggemüse.

Fermentieren

Das Verfahren ist seit Jahrhunderten bekannt und aktuell ein wahrer Food-Trend – die Fermentation. Mal ganz abgesehen vom klassischen Sauerkraut, ist die rote Bete ideal geeignet, um durch die Fermentation haltbar gemacht zu werden.

Kühle & dunkle Lagerung ist wichtig

Wird Rote Beete falsch gelagert, wandelt sich das enthaltene Nitrat, was unbe­denklich ist, zu dem toxischen Nitrit um. Dies ist besonders für Säuglinge gefährlich. Rote Bete sollte deshalb frühestens ab dem sechsten Monat gefüttert werden. Etwas Zitronensaft, oder Vitamin C-haltige Lebensmittel verhindern die Umwandlung von Nitrat zu Nitrit.

Roh, gekocht, oder doch als Saft?

Wird das Gemüse regional gekauft und dunkel gelagert, ist der Vitalstoffgehalt am Höchsten. Gerade die B-Vitamine und Vitamin C bleiben durch den rohen Verzehr erhalten. Längeres Kochen oder Erhitzen zerstört vor allem die hitze­empfindlichen Vitamine. So lässt sich wunderbar ein roher Randensalat mit Orangen, oder etwa ein Randencarpaccio zaubern.

Aufgepasst bei Nieren­problemen

Rohe rote Bete enthält relativ grosse Mengen an Oxalsäure. Diese ist dafür bekannt, das Risiko für Nierensteine zu erhöhen. Gerade Menschen mit Nierenproblemen, oder Nierensteinen, sollten das Gemüse daher besser nicht roh verzehren. Die Oxalsäure bindet zudem Mineralien wie Kalzium, Magnesium und Eisen an sich, was deren Aufnahme in den Körper verringert und Mängel begünstigen kann. Doch es wäre keine Power-Knolle, wenn es für dieses Problem keine Lösung gäbe: Durch das Sieden in Wasser lässt sich die Oxalsäure stark reduzieren. Dabei geht nämlich ein grosser Teil der Oxalsäure ins Kochwasser über, welches im Anschluss mit der Kochflüssigkeit abgegossen wird.

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