Atemnot verschiedener Ursachen und Hyperventilation

Atemnot entsteht durch einen Mangel an Sauerstoff im Blut oder Gewebe. Tritt sie während übermässiger körperlicher Belastung auf, ist sie normal – man ist «ausser Atem».

Wann braucht es den Arzt

Wiederkehrende Atemnot bei kleineren Anstrengungen und alltäglichen Verrichtungen oder ohne erkennbare Ursache kann auf eine Herz- oder Lungenerkrankung hinweisen und sollte ärztlich abgeklärt werden.

Auslöser von Hyperventilation sind Aufregung und Stress oder starke Schmerzen, insbesondere der Halswirbelsäule; man hat das Gefühl, zu wenig Luft zu erhalten. Der Körper reagiert darauf mit schnelleren und heftigeren Atemzügen, als das für die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff nötig wäre (Hyperventilation). Indem zu viel Kohlendioxid ausgeatmet wird, entsteht ein Mangel an sauren Komponenten im Blut. Folgen sind Verkrampfung der Hände sowie Kribbeln in den Armen und Beinen (Tetanie), was die Angst noch Atemwege Atemnot, Hyperventilation verstärkt und einen Teufelskreis auslöst. Eine solche Hyperventilation ist äusserst unangenehm. Gefährlich kann es werden, wenn das Bewusstsein schwindet und es zu Stürzen kommt.

Empfehlungen Hausmittel

  • Der Körperkontakt spielt eine wichtige Rolle, denn er hilft den Betroffenen, sich aus der Panik zu lösen.

  • Eine wirkungsvolle Massnahme ist das Atmen in einen Plastiksack, der locker vor den Mund gehalten wird. Kohlendioxid wird aus dem Sack teilweise zurückgeatmet und trägt dazu bei, das Säure-Basen-Gleichgewicht im Blut wieder herzustellen. Vorsicht: Viele Menschen ertragen – erst recht in Panikreaktion – eine Plastiktüte vor dem Mund oder Gesicht nicht. Allein der Zustand, keine freie Sicht mehr zu haben, verstärkt dann die Angst und das Gefühl von Atemnot.

  • Die zweite Möglichkeit besteht darin, die Atemtätigkeit kurzfristig zu unterbrechen, was den gleichen Effekt hat, nämlich die Wiederherstellung des normalen Verhältnisses von Kohlensäure und Sauerstoff im Blut. Nachdem man dem Patienten das Vorgehen erklärt hat, hält man ihm Mund und Nase während einer halben Minute zu. Dabei bleibt man immer in beruhigendem Blickkontakt.

Gelegentlich entsteht Lufthunger durch eine Störung der Atemmechanik, zum Beispiel wenn die Atemwege durch Fremdkörper,Schleim oder durch einen »Asthma-Anfall eingeengt sind.

Empfehlungen Hausmittel

Fremdkörper in den Atemwegen:

  • Bei drohender Erstickung wegen eines im Rachen steckenden Gegen stands stellt sich der Helfer hinter die sitzende Person, umfasst sie mit beiden Armen und presst ruckartig auf den unteren Teil des Brustbeins. Durch den im Brustraum bewirkten Überdruck kann der Fremdkörper nach oben befördert werden. Vorsicht: Bei schwacher Knochenstruktur (Osteoporose) birgt dieses Manöver das Risiko von Brustbein- und Rippenbrüchen.

  • Weniger riskant, jedoch mitunter nicht genügend wirksam, ist das Klopfen auf den Rücken mit der fl achen Hand, wobei der Betroffene am besten auf dem Bauch liegt und den Kopf nach unten überhängen lässt. Alternative: vornüber gebeugt auf einem Stuhl

Wann braucht es den Arzt

Erstmalig und ohne erkennbaren Grund plötzlich auftretende schwere Atemnot ist – vor allem in Kombination mit Brustschmerz – eine bedrohliche Situation und bedarf sofortiger ärztlicher Abklärung und Behandlung.

Empfehlungen Hausmittel

Bis zum Eintreffen des Notfallarztes versucht man, den qualvollen Zustand zu lindern.

  1. Den Oberkörper des Betroffenen hochlagern

  2. Beengende Kleidung öffnen

  3. Für frische Luft sorgen

  4. Patienten beruhigen, betreuen

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