Bronchitis, HustenBronchitis
ist eine Entzündung der Bronchien, also der unteren Luftwege. Hauptsymptome sind Husten, vermehrte Schleimproduktion
und Auswurf. Die Erkrankung kann akut oder chronisch verlaufen. Die
akute Bronchitis tritt im Zusammenhang mit Erkältungen (»Grippe
und Erkältung, Schnupfen, Halsschmerzen) auf, vor allem im Frühling
und Herbst. Sie heilt in der Regel folgenlos innerhalb von
etwa zehn Tagen, maximal drei Wochen. Ursache ist eine Infektion durch Viren oder Bakterien. Begünstigend
wirken Rauchen, Gase oder Dämpfe und vorbestehende Lungenkrankheiten. Die
chronische Bronchitis kommt vor als «einfache Form» mit wiederkehrendem Husten und
Auswurf oder als schwere, fortschreitende Erkrankung, die das Lungengewebe mit einbezieht und verändert,
sodass Atemnot entsteht. Die häufigste Ursache ist das Rauchen («Raucherhusten»), aber auch Asthma
und andere chronische Lungen krankheiten können dazu führen.
Wann braucht es den Arzt Eine Arztkonsultation ist nötig, wenn die Bronchitis länger als ein Woche andauert, und bei Komplikationen
wie hohem Fieber (über 38 Grad), Atemnot, Blut oder Eiter im Auswurf. |
Empfehlungen
Hausmittel Inhalationen
oder ein Kamille-Dampfbad
mit anschliessendem Ruhen im warmen Bett
sowie reichliche Flüssigkeitszufuhr lösen den Schleim und erleichtern das Abhusten. Dem gleichen Zweck
dient das Lutschen von Hustenbonbons mit ätherischen Ölen. Heissen
Tee
oder warme Milch mit etwas darin gelöstem Honig trinken. Thymiantee oder Tee
aus Wollkraut (Königskerze): 2 Teelöffel Thymian-Kraut oder fein geschnittene, getrocknete Blüten von
Wollkraut mit einer Tasse kochendem Wasser übergiessen, 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Zwiebelsirup
trinken. Dazu eine grosse Zwiebel in Stücke schneiden, in ein Glas
füllen und mit 2 bis 3 Esslöffeln Honig mischen. So lange stehen lassen, bis sich Sirup gebildet hat.
Alternative: Zwiebel hacken und mit der gleichen Menge Kandiszucker so lange Atemwege Bronchitis,
Husten erwärmen, bis sich der Zucker gelöst hat und ein Sud entstanden ist; täglich 3 bis 4 Mal
einen Esslöffel einnehmen. Im Kühlschrank aufbewahren. Verschiedene
Arten von Hustensirup
oder -tropfen sind
rezeptfrei erhältlich. Fertigpräparate, in denen gleichzeitig sowohl eine schleimlösende als auch eine
hustendämpfende Substanz enthalten ist, sollten nur nach sorgfältiger Information eingenommen werden. Zur
Hustenlinderung und zum Lösen des Schleims: Kartoffel- oder Quarkwickel (»Anhang).
Kartoffelwickel:
Kartoffeln mit der Schale kochen, in ein Tuch einschlagen und zerdrücken, dem Patienten noch gut
warm auf die Brust legen; mit einem Frotteetuch fixieren. Die Temperatur muss besonders bei Kindern
gut überprüft werden. Quarkwickel: Den Quark in einem Wasserbad
erwärmen, auf ein Tuch streichen, dieses zusammenfalten und auf der Brust anbringen.
Bei chronischer Bronchitis begünstigt leichte körperliche Betätigung
das Abhusten
von Sekret aus den Atemwegen. Das Rauchen muss ganz aufgegeben werden. Weitere
Hausmittel
und Massnahmen: »Grippe und Erkältungen, Schnupfen, Halsschmerzen.
Hinweis Medikamente Bei Husten mit Auswurf werden schleimlösende Mittel verwendet, nicht Medikamente, die nur den Hustenreiz unterdrücken. Das Sekret bleibt sonst in den Atemwegen liegen, was die Gefahr einer zusätzlichen bakteriellen Infektion erhöht. |
Vorbeugen Eine
gesunde Lebensweise, genügend Bewegung, ausreichend Schlaf und
Entspannung, ausgewogene Ernährung. Verzicht
auf das Rauchen. Im Winter: regelmässiges Lüften der Wohnräume, Zimmerluft
befeuchten. Schutzvorschriften
beim Arbeiten mit Staub und Gasen konsequent beachten. Patienten
mit schwerer
chronischer Bronchitis: Das Impfen gegen Grippe und Pneumokokken (eine Bakterienart)
reduziert das Risiko einer Lungenentzündung.
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