DurchfallDas Essen von unverträglichen
oder infizierten Speisen kann zu Durchfall führen. Auch Nervosität, Stress, Stoffwechselkrankheiten,
Medikamente und allergische Reaktionen haben bisweilen durchfallartige Stuhlentleerungen zur Folge.
Wenn diese ein- oder zweimal hintereinander auftreten, sind sie nicht beunruhigend.
Wann braucht es den Arzt Wiederholen sie sich hingegen während längerer Zeit, ist die Ursache durch einen Arzt abzuklären. Eine rasche Konsultation erfordern: Zusätzliches Erbrechen, Fieber. Wässriger, schleimiger oder blutiger
Stuhl. Durchfall-Episoden,
abwechselnd mit tagelanger Verstopfung.
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Hinweis Medikamente Fieber ist ein Zeichen dafür, dass krankmachende Erreger oder Toxine (Giftstoffe) in den Körper gelangt sind. Dann dürfen keine Mittel (mehr) eingenommen werden, welche die Stuhlentleerung verzögern, da die Keime sonst länger im Organismus bleiben. Der Arzt wird in diesen Fällen im Allgemeinen Antibiotika verschreiben. |
Die
Gefahr bei massivem Durchfall liegt namentlich im Verlust von Wasser und Salzen,
den der Körper durch Trinken nicht mehr zu kompensieren vermag. Kinder sind wegen ihres geringeren Körpervolumens
stärker gefährdet als Erwachsene. Besonders bei Kleinkindern und Säuglingen droht bereits innerhalb
Stunden Lebensgefahr, weshalb es sich empfiehlt, in Apotheken käufliche Elektrolyt-Beutelpackungen
in der Haus- oder Reiseapotheke zu haben. Der Inhalt wird in Wasser aufgelöst und dem Kind zu trinken
gegeben. Damit lassen sich neben dem Wasser auch die fürs Erste nötigen Elektrolyte (Mineralien) zuführen.
Diese Erste-Hilfe-Massnahme eignet sich besonders für Auslandreisen. Hinweis zur Antibiotika-Therapie:
»Anhang. Empfehlungen
Hausmittel Zum Ersatz des Wasser-
und
Mineralstoffverlustes sollten mindestens 3 Liter Flüssigkeit pro Tag getrunken werden, leicht
gesüsster Kamillen-, Fenchel-, Melissen-, Thymian- oder ein anderer Kräutertee, Bouillon, isotonische
Getränke. Mit Wasser angerührten Kakao oder Schwarztee mit wenig
frischem Zitronensaft und Zucker schluckweise trinken. Bei
starkem Durchfall: Getränk aus 1 Liter Wasser, dem man knapp 2 Teelöffel Salz, 4 Teelöffel Zucker
(20 Gramm) sowie 1 Tasse Orangensaft oder 2 zerdrückte Bananen beifügt. Starkes Süssen ist hingegen
nachteilig, weil grössere Mengen Zucker den Durchfall begünstigen. Oder Elektrolytlösungen, wie vorgängig
beschrieben. Nahrungsaufbau: Günstig ist das
Essen von salzigem Gebäck. Später geriebene Äpfel, Bananen, Naturreis, getrocknete Heidelbeeren; Karottensuppe
mit Bouillon. Für Kleinkinder: Brei aus Zwieback, Kamillentee und einer Banane. Ungeeignet
sind koffeinhaltige Getränke. Unverdünnte Fruchtsäfte werden oft nicht vertragen. Auf Milchprodukte
(ausser Joghurt), stark gewürzte Speisen, Rohkost, Eier, Fleisch und Kaffee verzichtet man besser während
der ersten drei Tage. Sobald der Stuhl etwas dicker
wird, beginnt man mit stärkehaltigen Nahrungsmitteln (Kartoffeln, Reis, Teigwaren) und gekochtem
Gemüse.
Vorbeugen Das
Verfalldatum von Lebensmitteln beachten und Speisen grundsätzlich nicht zu lange aufbewahren. Mayonnaise,
Tiramisu und andere Eienthaltende Produkte werden rasch von Bakterien besiedelt
und verderben ungekühlt in kurzer Zeit. Gemüse
und Salate gut waschen, keine ungewohnt riechenden Getränke und Nahrungsmittel zu sich nehmen. Vorsicht
beim Aufwärmen von Mahlzeiten; im Zweifelsfall besser nicht mehr verzehren. Keine verschimmelten oder
angefaulten Lebensmittel essen. Besonders gut auf Hygiene
achten, wenn Personen im gleichen Haushalt an einer Magen-Darm-Infektion erkrankt sind. Häufiges
Händewaschen ist dann unverzichtbar. Vor Reisen in Entwicklungsländer
oder in die Tropen ist eine Impfung gegen Durchfallerkrankungen wie Typhus und Cholera
zu erwägen.
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