Hirnschlag, «Schlaganfall»Als
Hirnschlag bezeichnet man die Folgen einer plötzlichen Durchblutungsstörung des
Gehirns. Dies geschieht, wenn die Blutzirkulation im Schädelinneren durch ein verstopfendes Gerinnsel,
einen Blutpfropf (Embolie) oder das spontane Platzen einer Hirnarterie unterbrochen wird. Warnzeichen,
die auf einen drohenden Schlaganfall hinweisen, sind kurz dauernde Lähmungen eines Arms, rasch vorübergehende
Sehstörungen, plötzliche Schwierigkeit beim Sprechen – alles flüchtige Phänomene von Minuten bis wenigen
Stunden Dauer, die vielfach morgens beim Aufstehen bemerkt werden. Man nennt ein solches Ereignis «Streifung»
oder «Schlägli». Risikofaktoren sind hoher Blutdruck, Störungen des Herzrhythmus, Arteriosklerose («Arterienverkalkung»),
Diabetes oder Übergewicht. Der Hirnschlag selbst verursacht
plötzliche und vielgestaltige Symptome, abhängig von der Funktion und dem Volumen der Hirnstrukturen,
deren Blutzufuhr unterbrochen wurde. Aus irgendeiner Situation sinkt die betroffene Person wortlos in
sich zusammen, stürzt zu Boden, ist morgens im Bett nicht mehr ansprechbar oder bewegt die Glieder einer
Körperseite nicht mehr. Möglich sind auch Schwindel, Kopfschmerzen und Verlust des Sprechvermögens.
Bewusstlosigkeit ist nicht zwingend, der Verschluss oder das Bersten eines grösseren Blutgefässes kann
allerdings zum Koma führen. Bei Überleben sind dann bleibende Beeinträchtigungen wahrscheinlich.
Wann braucht es den Arzt Jeder Verdacht auf Hirnschlag muss notfallmässig abgeklärt werden, am besten auf einer spezialisierten Behandlungseinheit. Für die erfolgreiche Wiederherstellung der Blutzirkulation im Gehirn steht wenig Zeit zur Verfügung, und je früher die Therapie einsetzt, desto besser sind Überlebenschance und Aussicht auf Erholung. Es zählt jede Minute, genau wie beim Herzinfarkt. |
Empfehlungen
Hausmittel Bei der Alarmierung des Notarztes ist es wichtig
am Telefon deutlich zu sagen, dass Verdacht auf einen Hirnschlag besteht, auch wenn man sich nicht sicher
ist. Bis der Rettungsdienst eintrifft Den
Oberkörper erhöht lagern, damit das Atmen leichter geht, beruhigend zureden und verständlich machen,
dass Hilfe unterwegs ist. Für frische Luft sorgen und enge Kleider
öffnen. Nichts
zu essen oder zu trinken geben – der Erkrankte könnte ersticken. Bei
Bewusstlosigkeit: Wenn keine spontane Atmung festzustellen und kein Puls vorhanden ist, bleibt
der Patient zum Durchführen von Wiederbelebungsmassnahmen in Rückenlage. Bei erhaltener Atmung und fühlbarem
Puls: stabile Seitenlagerung, damit bei Erbrechen der Mageninhalt aus dem Mund fliesst und nicht in
die Atemwege gelangt
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