Kopfschmerzen, MigräneMigräne
ist ein anfallartiger, oft einseitiger und wiederholt auftretender Kopfschmerz. Die Attacken dauern
Stunden bis Tage und folgen sich in gewissen Abständen. Begleitet werden diese nicht selten von Übelkeit,
Erbrechen sowie von einem halbseitig geröteten oder abgeblassten Gesicht. Manchmal sind typische Auslöser
bekannt: ein Zusammenhang mit bestimmten Nahrungsmitteln, mit der Regelblutung oder mit Stresssituationen,
Lärm, mangelndem oder sehr tiefem Schlaf, Wettereinflüssen, grellem oder flackerndem Licht, Nikotin,
Alkohol. Auch Medikamente, sogar pflanzliche Präparate, lösen verschiedentlich Migräneattacken aus. Voraussymptome
– die so genannte Aura – künden manchmal einen Anfall an, dauern bis zu 20 Minuten und verschwinden
in der Regel nach Einsetzen der Kopfschmerzen. Charakteristisch sind Augenflimmern und verschwommenes
Sehen, Sprachstörungen, flüchtige Lähmungserscheinungen. Spannungskopfschmerzen:
Der Begriff findet sowohl bei Muskelverspannungen (»Muskelschmerzen und Wadenkrämpfe)
im Nacken
bereich Anwendung als auch bei psychischer Anspannung. Innere Erkrankungen als Ursache
von Kopfschmerz sind Bluthochdruck, Nierenversagen, Sehstörungen, Grippe und andere Infektionskrankheiten.
Insbesondere bei Auftreten von Fieber und Nackenstarre ist an eine Infektionskrankheit zu denken. Anhaltender
Bluthochdruck erfordert eine medikamentöse Behandlung.
Wann braucht es den Arzt Dringend ist der Arztbesuch, wenn Krampfanfälle, Lähmungen, heftiger Schwindel oder Gedächtnislücken den Kopfschmerz begleiten. |
Schädelhirntrauma,
Schleudertrauma: Schwer objektivierbar sind Kopfschmerzen nach Aufprall des Kopfs oder Schleuderbewegung
der Halswirbelsäule (»Schleudertrauma). Viel liegen und schlafen in den Tagen nach
dem Unfall reduziert
das Risiko späterer Schmerzattacken nicht immer.
Wann braucht es den Arzt Verstärken sich die Kopfschmerzen nach einem Unfall kontinuierlich oder treten neue Symptome wie Schläfrigkeit, Erbrechen oder Verwirrungszustände hinzu, was auch noch nach Wochen möglich ist, muss ein Arzt konsultiert werden (»Hirnerschütterung). |
Hirntumor:
Symptome dieser seltenen Tumore sind teilweise einer Migräne ähnlich. Vergiftungen:
Giftstoffe (auch Dämpfe) und Medikamente sind vereinzelt Ursache von Kopfschmerzen; häufiger jedoch
ist der «Kater» nach einer ausgelassenen Party – das Kopfweh beim morgendlichen Erwachen. Empfehlungen
Hausmittel Allgemein Liegen,
Ruhe, gedämpftes Licht, kühles Zimmer und frische Luft. Die
Schläfen leicht massieren, dazu eignet sich Lavendel- oder Johanniskrautöl. Die
Stirn mit einem feuchten Tuch kühlen oder frische Zitronenscheiben auf die schmerzende
Stelle legen. Lavendeltee: pro Tasse 1 Teelöffel
getrocknete
oder 2 Teelöffel frische Lavendelblüten überbrühen und 5 bis 10 Minuten ziehen lassen. Jasmintee:
1 Teelöffel Jasmintee mit 2,5 dl heissem Wasser übergiessen und 2 bis max. 5 Minuten ziehen lassen. Kamillendampfbad,
Massage, Fango-Anwendungen. Durch gezieltes Beobachten der Ess-,
Schlaf- und Lebensgewohnheiten
Auslöser suchen und meiden. Bio-Feedback, Akupunktur, Hydrotherapie
(Wechselbäder)
und Osteopathie, Methoden der Stress- und Schmerzbewältigung. Ärger, Frust und Wut verstärken den Schmerz,
Konzentration auf eine angenehme, willkommene Arbeit, Hobbys und Entspannungsübungen mildern ihn. Ausgeglichene
Lebensweise mit genügend Schlaf, salzarme Diät, Ausdauersport.
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Kaffee mit dem Saft einer Zitrone so heiss wie möglich trinken oder ein Gemisch von gleichen Teilen
Tonic und Cola. Mutterkrauttee (Apotheke), während mehrerer Monate
getrunken, hat
gemäss Studien verschiedentlich eine vorbeugende Wirkung gezeigt hinsichtlich Häufigkeit und Intensität
der Anfälle.
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