Panikattacken und Angst

Angst ist die nachfühlbare Reaktion auf eine objektive oder vermeintliche Bedrohung. Objektiv begründbar ist Angst vor einem als bösartig bekannten Hund; auf emotionaler Grundlage beruht Höhenangst. Beim Blick weit nach unten treten ein Gefühl der Hilflosigkeit und vielleicht Übelkeit auf (»Schwindel). Manchmal fürchten betroffene Menschen, hinuntergezogen zu werden oder springen zu müssen. Dabei spielt der substantielle Bezug (Mauer, Felswand) zwischen dem Standort des Herunterblickenden und dem Abgrund – wie dies auf einem Aussichtsturm der Fall ist – eine wesentliche Rolle. Die Sicht aus dem Flugzeugfenster (ohne konkrete Verbindung zum Boden) löst demgegenüber weniger Angstgefühle aus.

Panik (zum Beispiel Höhenpanik) entspricht einer überschiessenden, gelegentlich sogar «kopflosen» Reaktionsweise auf eine echte oder scheinbare Gefahr, die bisweilen zu Eigen- oder Fremdgefährdung führt.

Wann braucht es den Arzt

Bei akuten Herz- und Kreislauferkrankungen (»Herzerkrankungen, »Herzinfarkt) werden Symptome wie Atemnot und Schmerzen auf der Brust vielfach von Todesangst bis zu Vernichtungsgefühl begleitet. Dann ist es unumgänglich, die erkrankte Person sofort ins Spital zu bringen oder einen Arzt zu rufen. Entsprechendes gilt für länger dauernde Angstzustände psychischen Ursprungs, wenn Hausmittel keine Besserung bringen.

Empfehlungen Hausmittel

Betroffene finden oft nicht selbst den Ausweg aus ihrer Panik. Menschliche Zuwendung ist hilfreich, wird jedoch mitunter gar nicht wahrgenommen oder abgewiesen.

  • Wenn möglich Körperkontakt suchen. Sich nicht durch die Panik oder Angst des anderen anstecken lassen, sondern selbst Ruhe ausstrahlen.

  • Einengende Kleidungsstücke öffnen oder besser ganz entfernen.

  • Tee mit beruhigender Wirkung trinken lassen (Orangenblüten-, Melissentee) – dies aber nicht bei Verdacht auf Herzinfarkt (Herzerkrankungen, Herzinfarkt).

  • Bei Panikattacken hilft vereinzelt das Anregen des Speichelflusses, etwa mit wenig Zitronensaft oder dem Lutschen eines sauren Bonbons.

  • Selbsthilfe: Entspannungsmethoden erlernen wie autogenes Training, Atemtechniken, Bio-Feedback oder progressive Muskelrelaxation (Muskelentspannung).

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