Wechseljahrbeschwerden, Wallungen

Verschiedene Beschwerden lassen sich auf die Wechseljahre zurückführen. Typisch sind Reizbarkeit, Angstzustände oder Depressionen, Hitzewallungen Schlafstörungen, Müdigkeit, Trockenheit von Haut und Schleimhaut (auch der Scheide), Gewichtszunahme, vermehrte Körper- und Gesichtsbehaarung.

Hitzewallungen beginnen oft bereits vor der Menopause (Zeitpunkt der letzten Regelblutung), gelegentlich auch erst Monate danach. Nicht alle Frauen sind davon betroffen und Dauer sowie Häufigkeit sind sehr unterschiedlich. Während Wochen bis mehreren Jahren treten tagsüber und nachts bis zu 30 Wallungen innerhalb 24 Stunden auf. Eine heisse Welle steigt von der Brust in den Kopf und in die Arme. Charakteristisch, aber nicht immer deutlich erkennbar, sind die Rotfärbung der Haut und Schweissausbrüche von wechselnder Intensität, vielfach begleitet von heftigem Herzklopfen. Gewöhnlich ist nach einigen Minuten alles vorbei. Ausgelöst werden die Wallungen durch Schwankungen der Östrogenkonzentration im Blut, die verschiedene vegetative Irritationen verursachen. Der Körper reagiert mit der Abgabe von Wärme. Dies erreicht er durch Weitstellen der feinen oberflächlichen Blutgefässe, Pulsanstieg und Schwitzen, das durch Verdunsten Abkühlung bewirkt.

Hausmittel eignen sich bei Wallungen auf jeden Fall. Grundsätzlich ist zu beachten, dass pflanzliche Mittel Geduld brauchen, denn die erwünschte Wirkung stellt sich erfahrungsgemäss erst nach mehrwöchiger konsequenter Anwendung ein. Bei unzureichendem Erfolg berät der Arzt.

Empfehlungen Hausmittel

  • Dinkelspreu-Kissen: Anzahl und Stärke von Wallungen lassen bisweilen nach, zudem nimmt Dinkelspreu den Schweiss auf; das Kissen täglich ausschütteln.

  • Tee aus Salbeiblättern oder Frauenmantelkraut: jeweils 2 bis 3 Teelöffel zerkleinerte Pflanzenteile mit einer Tasse heissem Wasser übergiessen und 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Salbei wirkt schweisshemmend.

  • Tee aus Traubensilberkerze (Wanzenkraut, Cimicifuga racemosa): 1/2 bis 1 Teelöffel zerkleinerte Wurzel mit einer Tasse Wasser aufkochen und 15 Minuten ziehen lassen. Von der gleichen Pflanze sind alkoholhaltige Fertigextrakte erhältlich. Es wird indessen empfohlen, diese nicht länger als sechs Monate anzuwenden. Darüber, ob der Tee vergleichbar wirkt, gehen die Meinungen auseinander.

  • Des Weiteren sind homöopathische Heilmittel erhältlich, die auf der Basis von Cimicifuga und anderen Substanzen hergestellt sind. Auch Soja enthält Östrogene pflanzlichen Ursprungs, welche zur Herstellung von Medikamenten verwendet werden.

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