Zahnschmerzen

Schmerzen beim Kauen sowie bei Wärme- oder Kältereiz sind üblicherweise auf eine Entzündung des Zahnfleischs oder auf Karies zurückzuführen. Schwellung und Überwärmung der Wange weisen auf eine Infektion hin. Seltene Ursache einer geschwollenen Backe ist die Entzündung einer Mundspeicheldrüse.

Karies ist die Erweichung und zunehmende Auflösung der Zahnhartsubstanz. Die Krankheit beginnt an der Zahnoberfläche, schreitet unbehandelt durch Zahnschmelz und Zahnbein bis zur Wurzel fort und führt zu den bekannten schmerzhaften Löchern. Ein kariöser Zahn macht sich erst im Spätstadium bemerkbar. Vorerst erkennt man nur weissliche Zonen, die auf eine Entmineralisierung hindeuten, später dunkle Stellen und dann Löcher.

Parodontitis ist eine häufige Ursache von Schmerzen an Zahnhälsen. Sie führt mit der Zeit aufgrund chronischer Entzündung des Zahnfleisches zur Zerstörung des Zahnbetts. Ein ernst zunehmender Hinweis ist wiederholtes Zahnfleischbluten. Greift eine Parodontitis auf die Zahnwurzel über, kann sich ein Abszess bilden. Bisweilen kommt es zum Zahnausfall.

Wann braucht es den Arzt

Bei jedem länger dauernden Krankheitsprozess an Zähnen, am Zahnfleisch oder an Zahnhälsen sollte der Zahnarzt aufgesucht werden.

Bei Kleinkindern kann der Durchbruch der Zähne Kummer bereiten. Die Zahnleiste ist gerötet, viel Speichel fliesst über das Kinn und die Kinder sind kränklich. Fieber hält meist nicht lange an. Wie viele Zähne sind wann üblich? Faustregel: «Anzahl Lebensmonate minus 6», also im Alter von 10 Monaten 4 Zähne, mit 12 Monaten 6 Zähne.

Wann braucht es den Arzt

Wenn hohes Fieber besteht und andauert oder wenn das Zahnen deutlich verzögert beginnt, ist eine zahnärztliche Untersuchung notwendig.

Empfehlungen Hausmittel

  • Das Kühlen der schmerzenden Wange mit «cold pack» oder zerstossenem Eis in einem Plastikbeutel bringt Erleichterung. Zum Schutz der Haut wird um den Plastiksack ein Tuch gelegt.

  • Eine Zwiebel schneiden, in einem Tuch zerdrücken und dieses auf die schmerzhafte Wange halten.

  • Eine getrocknete Gewürznelke oder eine Zwiebelscheibe auf den schmerzenden Zahn legen und daraufbeissen.

  • Entzündung des Zahnfleischs: Den Mund mit Salbei- oder Kamillentee spülen.

  • Schmerzen nach dem Ziehen eines Zahns: das Loch im Zahnfleisch mit einem Salbeiblatt bedecken.

  • Zahnen: Dem Kind einen gekühlten Beissring geben.

Vorbeugen

  • Ebenso wie gegen Karies lässt sich auch gegen Parodontitis mit geeigneten Massnahmen einiges tun, aber die Prophylaxe beider Krankheiten bedarf lebenslanger Aufmerksamkeit. Die hygienischen Massnahmen sind besonders wichtig, damit nicht ein chronischer Prozess entsteht.

  • Einwandfreie Zahnhygiene: richtiges Zähneputzen, idealerweise nach jedem Essen. Tägliches Reinigen der Zwischenräume mit Zahnseide.

  • Eine halbe Stunde vor und nach dem Zähneputzen auf säurehaltige Getränke oder Speisen verzichten.

  • Regelmässige Kontrollen beim Zahnarzt, Entfernen von Zahnstein ein- bis zweimal jährlich. Nicht alle Leute bilden den Zahnstein gleich schnell und gleich ausgeprägt.

  • Zurückhaltender Genuss von Zucker und zuckerhaltigen Lebensmitteln.

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