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CSS Versicherung

Fragen & Antworten

Sie haben Fragen zu den Daten, der Darstellung von Suchergebnissen, der Rangierung und den Qualitätskennzahlen oder möchten weiterführende Informationen? Hier finden Sie die häufigsten Antworten.

Daten

Was sind Fallzahlen?

Fallzahlen sagen aus, wie viele stationäre Eingriffe und Behandlungen im jeweiligen Spital in einem Jahr durchgeführt wurden. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass eine höhere Fallzahl mit mehr Erfahrung, sprich mehr Expertise und somit auch höherer Behandlungsqualität, einhergeht. Dennoch ist beim Vergleich von Spitälern zwingend zu beachten, dass die Grösse eines Spitals unweigerlich auch Einfluss auf die Höhe der Fallzahlen hat (Bsp. Vergleich Universitätsspital und Regionalspital). Zusätzlich können die behandelnden Ärzte in einem grossen Spital variieren, wohingegen in einem kleineren Spital möglicherweise ein und derselbe Arzt regelmässig eine bestimmte Behandlung oder Operation durchführt.

Die Fallzahlen werden auf Basis der SwissDRG (Swiss Diagnosis Related Groups) ermittelt. Die SwissDRG sind diagnosebezogene Fallgruppen. Sie bilden die Basis des Schweizer Fallpauschalen-Systems der Spitäler und sind an Diagnosen geknüpft.

Um in Bezug auf Umfang und Detaillierung der Angaben eine für die breite Öffentlichkeit nutzbare Übersicht zu erstellen, wurden für QualiCheck ähnliche, respektive verwandte Eingriffe und Behandlungen – wo sinnvoll – zusammengefasst.  

Wie sind Fallzahlen für Einzelstandorte und Spitalgruppen zu interpretieren?

Alle Spitäler, die zu einem Verbund gehören und über eine einzige Zahlstellenregisternummer (ZSR Nr.) abrechnen, sind auf der Detailansicht des Spitals mit der Nennung aller Spitäler / Standorte gekennzeichnet (Bsp. Luzerner Kantonsspital mit den Standorten Luzern, Wolhusen und Sursee). Die ausgewiesenen Fallzahlen beziehen sich dabei immer auf die gesamte Spitalgruppe und sind entsprechend zu interpretieren. Eine für die gesamte Spitalgruppe hohe Fallzahl lässt sich somit nicht auf das einzelne Spital übertragen.

Ausnahmen:

  • Inselgruppe (Bern): die ehemals unter Spitalnetz Bern geführten Häuser sind unter der Inselgruppe abgebildet, das Inselspital jedoch separat. Entsprechend sind die Zahlen zu interpretieren.
  • Hôpital Riviera-Chablais Vaud-Valais: bei diesem Verbund sind mehrere ZSR. Nr. vorhanden, jedoch werden die gleichen Fallzahlen für alle Standorte ausgewiesen.


Spitäler, die zu einer Gruppe gehören, jedoch über eine eigene ZSR Nr. verfügen, werden separat ausgewiesen (Bsp. die Asana Gruppe mit dem Spital Menziken und dem Spital Leuggern).

Welche Qualitätsindikatoren werden angezeigt und welche nicht?

Die publizierten Indikatoren CSS- und ANQ-Patientenzufriedenheit, CSS-Assessment, Fallzahlen, Wundinfektionsrate, Rehospitalisationen sowie Druckgeschwüre sind in ihrer Aussage und Interpretation zu unterscheiden. Die CSS- und ANQ-Patientenzufriedenheit stellen eine subjektive Behandlungs- respektive Ergebnisqualität dar. Fallzahlen, Wundinfektionsrate, Rehospitalisationen sowie Druckgeschwüre bilden eine objektive Behandlungs- respektive Ergebnisqualität ab. Grundsätzlich nicht abgebildet werden Prozess- oder Strukturqualität wie zum Beispiel Infrastruktur des Spitals, Stand der Aus- und Weiterbildung des Personals, Dokumentation der Krankengeschichten, verschiedene Konzepte wie Notfall, Palliative Care etc. sowie disziplinäre und interdisziplinäre Abläufe und Gegebenheiten. Diese werden stattdessen in den «Assessments Qualität» der CSS Versicherung vor Ort im Spital durch unsere erfahrenen Fachspezialisten erfragt und in den Kategorien Hygiene, Pflege sowie Qualitäts- und Risikomanagement abgebildet.

Woher stammen die Daten?

Die veröffentlichten Qualitätsdaten der Schweizer Akutspitäler stammen sowohl aus öffentlichen Quellen (z.B. ANQ) als auch aus CSS-eigenen Erhebungen. Zur besseren Verständlichkeit wurden die Daten angepasst respektive bearbeitet (Bsp. Rundung auf 2 Nachkommastellen, Berechnung des Mittelwertes aller Fragen aus einer Kategorie etc.).

Zu den öffentlichen Quellen gehören

  • die Daten des ANQ: Wundinfektionen, Druckgeschwüre (Dekubiti) Kategorien 1 – 4, Patientenzufriedenheitsbefragung sowie Rehospitalisationen
  • das Bundesamt für Gesundheit (BAG): Fallzahlen


Zu CSS-eigenen Erhebungen gehören

Wann werden die Daten aktualisiert?

Alle Daten werden so rasch wie möglich aktualisiert – sei dies, wenn CSS-eigene Ergebnisse vorliegen oder Daten vom ANQ zur Verfügung stehen. Ansonsten bleiben die Daten aus dem vorherigen Messjahr bestehen.

Fallzahlen DRG – 2016
CSS Patientenzufriedenheitsbefragung – 2015, 2016, 2017, 2018
ANQ Patientenzufriedenheitsbefragung – 2017
Druckgeschwürraten – 2017
Wundinfektionsraten – 2016, 2017
Rehospitalisationen – 2016 (BfS-Daten 2015)
Weitere Qualitätsinformationen – 2016, 2017, 2018


Bitte beachten Sie, dass die CSS Patientenzufriedenheitsbefragungen immer in unterschiedlichen Zyklen stattfinden. Das heisst, dass die Spitäler zeitlich versetzt – je nach Versorgungsniveau – befragt werden. Folglich können die Ergebnisse aus unterschiedlichen Jahren stammen.

Was ist ein Akutspital?

Ein Akutspital ist ein allgemeines Krankenhaus im klassischen Sinne und dient der Untersuchung, Behandlung und Pflege von Patienten. Jedes Akutspital verfügt über einen kantonalen Leistungsauftrag. Damit ist das Spital autorisiert, entsprechende Operationen und Behandlungen durchzuführen.

Wer ist der ANQ?

Der ANQ („ Association nationale pour le développement de la qualité dans les hôpitaux et les cliniques“) ist ein nationaler Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken.

Was ist ein Qualitätsbericht (auch Spitalbericht)?

Ein Bericht, der jährlich vom Spital nach Vorlage von H+ erstellt wird und einen Gesamtüberblick über die Qualitätsaktivitäten eines Spitals gibt. Dieser wird auf spitalinformation.ch veröffentlicht.

Wer ist das BAG?

Das BAG (Bundesamt für Gesundheit) ist Teil des Eidgenössischen Departements des Innern und - zusammen mit den Kantonen - verantwortlich für die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung und für die Entwicklung der nationalen Gesundheitspolitik.

Wer ist H+?

H+ Die Spitäler der Schweiz ist ein Verband der öffentlichen und privaten Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen.

Wer ist ValueQuest?

ValueQuest ist ein wissenschaftlich fundiertes Marktforschungsunternehmen, welches seit mehreren Jahren erfolgreich für die CCS Patientenzufriedenheitsbefragungen durchführt.

Suchergebnisse / Rangierung

Wie werden die Suchergebnisse sortiert / angezeigt?

Die Rangierung der angezeigten Spitäler erfolgt über die Höhe der Fallzahlen. Wenn Sie zum Beispiel nach einem Krankheitsbild suchen - ohne Eingabe von Ort, Kanton oder Spital im Textfeld - werden die sechs Spitäler (absteigend) angezeigt, die schweizweit die höchsten Fallzahlen aufweisen. Wird kein Krankheitsbild im Textfeld eingegeben, beziehen sich die im Suchergebnis angezeigten Fallzahlen immer auf das gesamte Spital. Ist die Höhe der Fallzahlen der angezeigten Spitäler identisch, erfolgt die Rangierung in alphabetischer Reihenfolge. In der Spitalvergleichsansicht können die Werte der Qualitätsindikatoren zusätzlich noch auf- und absteigend sortiert werden.

Weshalb werden für ein von mir ausgewähltes Spital keine Qualitätsdaten angezeigt? (Anzeigetext „Keine Angaben“)

Mögliche Gründe dafür sind:

  • das Spital hat keine Daten erhoben
  • die Daten sind noch in Bearbeitung und noch nicht veröffentlicht
  • ein Dispens beim ANQ liegt vor und das Spital ist für die laufende Messung frei gestellt
  • die Datenqualität ist so gering, dass sie nicht dargestellt werden kann
  • die Rücklaufquote ist so gering, dass sie nicht dargestellt werden kann
  • das Spital hat explizit darum gebeten, die Daten nicht zu veröffentlichen bzw. sieht grundsätzlich von einer Veröffentlichung ab
  • die CSS hat bei diesem Spital noch keine Patientenzufriedenheitsbefragung durchgeführt
  • es ist noch kein aktueller Qualitätsbericht vorhanden (siehe „Wann werden die Daten aktualisiert?“)

Weshalb hat das von mir gesuchte Spital einen anderen Namen?

Es wurde die gängige Namensgebung des Spitals verwendet. Möglich ist auch, dass das Spital einer Spitalgruppe beigetreten ist und es in der Folge zu einer Namensänderung kam. Im Zweifelsfall empfehlen wir die Suche über den Ort.

Warum wird ein von mir gesuchtes Spital überhaupt nicht angezeigt?

Das Spital ist entweder kein Akutspital (sondern zum Beispiel eine Rehabilitationsklinik) oder das Spital wurde geschlossen. Es werden nur Qualitätskennzahlen von Spitälern publiziert, die in Betrieb sind.

Warum werden genaue diese Spitäler und nicht andere im Umkreis angezeigt?

Sie beginnen Ihre Suche mit der Eingabe von Krankheitsbild und Ort. Verfügt der Ort jedoch über kein Spital (in der Nähe), wird die Suche so lange erweitert, bis mindestens ein Spital angezeigt wird, für welches Fallzahlen im gesuchten Krankheitsbild verfügbar sind.

Wieso wird die höchste, positive Dekubitusrate rot und somit als schlechtes Resultat angezeigt?

Werte, die unter Null liegen geben an, dass das Auftreten von Druckgeschwüren im Vergleich zum Durchschnitt der Spitäler seltener ist. Bei Werten über Null treten Druckgeschwüre häufiger als im Durchschnitt auf. „- 2“ ist somit besser als „-1“, „-1“ ist besser als „1“ und „0“ ist durchschnittlich.

Wie funktioniert das mobile QualiCheck?

Bei der mobilen Version stehen Ihnen - abgesehen von der Karte und den Mannequins – sämtliche Funktionen analog zur Desktop Version zur Verfügung.

Qualitätskennzahlen

Patientenzufriedenheitsbefragungen

Was ist der Hintergrund der CSS-eigenen Befragung und welche Kennzahlen und Informationen der Patientenzufriedenheitsbefragung werden angezeigt?

Die CSS befragt seit August 2014 ihre Versicherten nach einem Aufenthalt im Akutspital, wie zufrieden sie mit der Behandlung und dem Aufenthalt allgemein waren. Befragt werden – zeitlich versetzt – Versicherte aus allen Akutspitälern, die älter als 18 Jahre sind und deren Aufenthalt zum Zeitpunkt der Befragung nicht länger als drei Monate zurück liegt. Innerhalb eines Jahres wird ein Versicherter höchstens einmal zu einem Akutaufenthalt befragt.
Bitte beachten Sie bei der Interpretation der Ergebnisse, dass Spitäler, die in einem Verbund tätig sind (z.B. Luzerner Kantonsspital mit Luzern, Sursee und Wolhusen) auch als solche zusammen befragt werden. Das bedeutet, dass die einzelnen Standorte (ähnlich wie bei den Fallzahlen) die Gesamtresultate des Verbunds ausweisen.
Des Weiteren weisen wir darauf hin, dass die Werte nicht risikoadjustiert sind. Eine niedrigere Patientenzufriedenheit ist somit nicht zwangsläufig mit einer schlechteren Ergebnisqualität gleichzusetzen. Eine Risikoadjustierung von Qualitätsindikatoren bedeutet, dass patientenbezogene Faktoren wie zum Beispiel Alter, Länge des Aufenthaltes oder Vorerkrankungen sowie die unterschiedliche Verteilung dieser Risiken (Patientenmix) zwischen den Spitälern ebenfalls in die Berechnung einfliessen.

Der vollständige CSS Fragebogen umfasst 26 Kategorien. Eine Kategorie kann dabei mehrere Fragen beinhalten. Die angezeigten Werte zu „Ärzte“ (sieben Fragen), „Pflegepersonal“ (fünf Fragen), Hotellerie (vier Fragen) sowie Verpflegung (vier Fragen) sind die aus den Antworten resultierenden Mittelwerte. Details zu den einzelnen Kategorien und Fragen finden Sie im Fragebogen Patientenzufriedenheit. Da auch unvollständige Fragebogen (Bsp.: in einer Kategorie mit fünf Fragen wurden nur vier beantwortet) ausgewertet wurden, kann es vorkommen, dass die ausgewiesene Anzahl der Rückmeldungen variiert. Bei der angewandten Skala von 1-6 (Schweizer Schulnotensystem) entspricht 1 der schlechtesten („überhaupt nicht“) und 6 der besten („voll und ganz“) Bewertung. Fragen, die mit „Weiss nicht“ beantwortet wurden, sind nicht in die Berechnung eingeflossen.

Insgesamt erreichen wir bei unseren Befragungen eine hohe Rücklaufquote. Bitte beachten Sie, dass trotzdem nicht alle Spitäler eine grosse Anzahl von Bewertungen ausweisen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass nicht überall gleich viele CSS-Versicherte behandelt wurden.

Was ist der Hintergrund der ANQ Befragung und was wird angezeigt?

Jedes Jahr im September führt der ANQ seine Patientenzufriedenheitsbefragung durch. Als Zielgruppe gelten erwachsene Patienten, die über 18 Jahre alt sind und im September von einem Spitalaufenthalt (Dauer länger als 24 Stunden) austreten. Die Zufriedenheitsmessung erfolgt 2 – 7 Wochen nach Austritt der Patienten.
Die Befragung umfasst 6 Fragen, wobei deren Antwortmöglichkeiten unterschiedlich sind. Bei den ersten fünf Fragen ist 1 (negativste Antwort) bis 5 (positivste Antwort), bei der sechsten Frage ist 1 (zu kurz) bis 3 (zu lang) auszuwählen. Aufgrund dieser unterschiedlichen Anwortmöglichkeiten wird auf QualiCheck lediglich der Mittelwert der ersten 5 Fragen als Resultat abgebildet. Der Mittelwert bildet sich aus allen auf den jeweiligen Standort bezogenen Fragen, zu gleichen Teilen gewichtet.

Die aktuellen Fragen der ANQ Patientenzufriedenheit in Akutspitälern lauten:

  1. Wie beurteilen Sie die Qualität der Behandlung (durch Ärztinnen / Ärzte und Pflegefachpersonen)?
  2. Hatten Sie die Möglichkeit, Fragen zu stellen?
  3. Erhielten Sie verständliche Antworten auf Ihre Fragen?
  4. Wurde Ihnen der Zweck der Medikamente, die Sie zu Hause einnehmen sollten, verständlich erklärt?
  5. Wie war die Organisation Ihres Spitalaustritts?
  6. Wie empfanden Sie die Dauer Ihres Spitalaufenthaltes?

Generelles Ziel des ANQ ist es, die Messergebnisse der Zufriedenheitsbefragungen landesweit abzubilden und miteinander zu vergleichen. Damit dies erreicht werden kann, werden alle Messergebnisse risikoadjustiert. Im Bereich der Akutsomatik wird diese Risikoadjustierung unter anderem anhand des Alters, des Geschlechts und des Aufenthaltortes nach Austritt vorgenommen.

Des Weiteren ist festzuhalten, dass Spitäler mit weniger als 50 auswertbaren Fragebögen nicht in den Messungen berücksichtigt sind.

Weiterführende Informationen zur ANQ-Patientenzufriedenheitsmessung

CSS-Assessment

Was ist der Hintergrund der CSS-Assessments und welchen Nutzen können Leistungserbringer und Patienten daraus ziehen?

Die CSS Versicherung wünscht sich als grösster Krankenversicherer für ihre Kunden / Patienten nachvollziehbare Qualitätsdaten und mehr Transparenz in der Qualitätssicherung in den Spitälern, Rehabilitationskliniken und Psychiatrien.

Durch die Fachspezialisten der CSS wurden verschiedene Qualitätskriterien aus Sicht der Kunden evaluiert und in einem Kriterienkatalog zusammengestellt. Diese Kriterien werden in Assessments vor Ort im Spital erfragt und bewertet. Wir sehen den Mehrwert der Assessments für die Kunden und Spitäler zum einen in dem 360 Grad Blick, den die Kunden / Patienten in Bezug auf die umgesetzten Qualitätsmassnahmen in der Klinik und deren Weiterentwicklung erhalten. Zum anderen ist es eine Möglichkeit für Spitäler, Rehabilitationskliniken und psychiatrische Kliniken aufzuzeigen, wie sie sich täglich für ihre Patienten engagieren.

Weitere öffentliche Messungen

Was ist ein Druckgeschwürindikator?

Ein Druckgeschwür (Dekubitus) ist eine Schädigung der Haut und des darunter liegenden Gewebes. Eine mögliche Ursache dafür kann unzureichende oder fehlerhafte Pflege (z.B. falsche Lagerung des Patienten) sein, weshalb die Häufigkeit und Ausprägung von Druckgeschwüren auch als ein Indikator für die Pflegequalität gilt. Die hier abgebildeten Werte der Kategorie 1-4 (alle Arten von Druckgeschwüren, sowohl leichte als auch schwere) beziehen sich auf das gesamte Spital und nicht auf ein spezifisches Krankheitsbild. Relevant ist dieser Indikator vor allem für Patienten, denen ein längerer Spitalaufenthalt bevor steht oder die ein grösseres Risiko haben, ein Druckgeschwür zu entwickeln.

Wie wird der Druckgeschwürindikator gemessen und wie ist er zu interpretieren?

Die Messung erfolgt jeweils an einem bestimmten Tag im Jahr (Prävalenzmessung) und die Ergebnisse werden als Residuum (der für das Spital berechnete Wert) risikoadjustiert ausgewiesen. Das bedeutet, dass patientenbezogene Faktoren wie zum Beispiel Alter, Länge des Aufenthaltes oder Vorerkrankungen ebenfalls in die Berechnung einfliessen. Werte, die unter Null liegen geben an, dass das Auftreten von Druckgeschwüren im Vergleich zum Durchschnitt der Spitäler seltener ist, bei Werten über Null treten Druckgeschwüre häufiger als im Durchschnitt auf. „- 2“ ist somit besser als „-1“, „-1“ ist besser als „1“, „0“ ist durchschnittlich. Auf der Spitalvergleichsseite wird der beste Wert grün, der schlechteste Wert entsprechend rot angezeigt.

Bitte beachten Sie bei der Interpretation der Werte, dass  es aufgrund des Stichtages zu einer Verzerrung kommt: nicht alle Patientengruppen können an nur einem Tag berücksichtigt werden.

Was ist eine Rehospitalisation?

Eine Rehospitalisation ist nicht wünschenswert. Sie bedeutet, dass der Patient nach erfolgtem Spitalaustritt wieder ins Spital zurückgehen muss – und zwar aufgrund eines bereits bekannten Problems bei vorangegangenem Spitaleintritt. Es handelt sich deshalb um ein unerwünschtes Ereignis, dessen Ursachen vielfältig sein können. Es bedeutet jedoch nicht, dass alle Rehospitalisationen auf das Spital zurückzuführen sind oder dass diese hätten vermieden werden können. Aus diesem Grund weist der Indikator (Ratio = Quotient) niemals einen Wert von Null aus (Normwert der Ratio = 1.0). Treten Rehospitalisationen gehäuft auf, sollte das Spital deren Ursachen ausfindig machen, bevor unzulängliche Schlussfolgerungen bezüglich Qualität der Austrittsvorbereitungen gemacht werden.

Eine Rehospitalisation ist potentiell vermeidbar, wenn:

  • sie beim letzten Spitalaustritt nicht vorhersehbar ist
  • innert 30 Tagen nach Entlassung erfolgt
  • durch mindestens eine bei Austritt bekannte Krankheit verursacht wird.


Für die Berechnung werden alle stationären Patienten, einschliesslich Kinder, berücksichtigt. Nicht in die Berechnung eingeschlossen sind:

  • Verstorbene oder in ein anderes Spital verlegte Patienten
  • gesunde Neugeborene
  • Patienten der Tageschirurgie
  • Patienten mit Wohnsitz im Ausland


Der Indikator (Ratio) zielt in erster Linie darauf ab, folgende Punkte zu überprüfen:

  • war der Austritt gut vorbereitet
  • waren Diagnosen klar
  • fand eine angemessene Austrittsbehandlung statt
  • wurde eine ambulante Pflege nach dem Austritt geplant
  • hat der behandelnde Arzt die Angehörigen oder bei Bedarf den Krankenpflegedienst informiert

Was ist die Wundinfektionsrate?

Eine postoperative Wundinfektion bezeichnet eine Infektion, die innerhalb eines Monats - respektive 12 Monaten bei definierten Eingriffen – nach der Operation am behandelten Körperbereich / Organ auftritt. Die ausgewiesene risikoadjustierte Wundinfektionsrate bezieht sich auf das gesamte Spital und beinhaltet sämtliche Infektionstypen, das heisst sowohl oberflächliche als auch tiefe Infektionen in Organen oder Hohlräumen. Eine Risikoadjustierung von Qualitätsindikatoren bedeutet, dass patientenbezogene Faktoren wie zum Beispiel Alter, Länge des Aufenthaltes oder Vorerkrankungen sowie die  unterschiedliche Verteilung dieser Risiken (Patientenmix) zwischen den Spitälern ebenfalls in die Berechnung einfliessen.

Alle dem ANQ beigetretenen Spitäler sind zur Teilnahme an der Messung verpflichtet. Von insgesamt zehn Indexoperationen sind zwei freiwillig; aus den verbleibenden acht müssen drei für die Messung ausgewählt und erfasst werden. Alle Spitäler, deren Leistungsangebot Dickdarmchirurgie beinhaltet, müssen diese Wundinfektionsmessung verpflichtend durchführen.

In QualiCheck finden Sie die Wundinfektionsraten auf der Detailansicht des Spitals. Für eine Vergleichbarkeit der Spitäler in Bezug auf ein gewähltes Krankheitsbild (z.B. Verdauungsapparat) wurde hier stellvertretend die aus unserer Sicht am häufigsten gemessene, respektive vorkommende Wundinfektionsrate (dementsprechend Dickdarm) abgebildet. Zudem sehen Sie in der blauen Box die verfügbaren Wundinfektionsraten, wenn Sie ein Krankheitsbild ausgewählt haben. Eine Übersicht aller gemessenen und ausgewiesenen Wundinfektionsraten finden Sie jeweils in der Detailansicht des Spitals.

Was ist eine Rehabilitation?

Eine Rehabilitation dient dazu, den Gesundheitszustand eines Patienten nach einer Operation, schweren Erkrankung oder Unfall zu verbessern. Um dies zu erreichen, arbeiten Ärzte, Pflegefachkräfte und Therapeuten (z.B. Physio- und Ergotherapeuten sowie Logopäden) eng zusammen. Während einer Rehabilitation werden Patienten gezielt therapiert, damit sie ihre Lebensgestaltung möglichst bald wieder selbständig aufnehmen können. Neben der medizinischen Betreuung werden die Patienten - teilweise auch die Angehörigen - sozialdienstlich beraten. Ziel ist es, dass die Betroffenen weitgehend unabhängig ihren Alltag bewältigen können.

Eine Rehabilitation kann ambulant, teilstationär (in Tageskliniken) oder stationär (in einer Rehabilitationsklinik) erfolgen.