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Gelenkschmerzen

Fachbegriff: Arthralgien

Auslöser von Gelenkschmerzen können nicht nur Erkrankungen und Verletzungen eines Gelenks selbst sein, sondern auch Allgemeinerkrankungen, z.B. Rheuma. Manchmal sind betroffene Gelenke geschwollen, evtl. auch überwärmt bzw. gerötet. Aufgrund der Schmerzart, des Zeitpunkts oder der Dauer, allfälliger Begleitsymptome sowie einer körperlichen Untersuchung lassen sich bezüglich der Ursache bereits Verdachtsdiagnosen stellen. Anschliessend sind meist weitere Abklärungen nötig: Blutanalysen und bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Röntgen, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT).

Begriffserklärungen

Antirheumatikum:

Schmerzlinderndes und entzündungshemmendes Medikament, das besonders bei rheumatischen Erkrankungen zum Einsatz kommt (Mehrzahl Antirheumatika). NSAR bedeutet „nicht steroidales Antirheumatikum“, also ohne Kortison.

Arthritis:

Entzündung eines Gelenks, bisweilen hervorgerufen durch eine Autoimmunreaktion, manchmal in Zusammenhang mit einer viralen oder bakteriellen Infektion. Der Übergang zu Arthrose kann fliessend sein.

Arthrose:

schmerzhafter, destruktiver (zerstörender) Vorgang an einem Gelenk durch Abnützung, als Folgezustand einer anlagemässigen Deformation, nach unfallbedingtem Gelenkschaden oder nach Arthritis.

Autoimmunkrankheit:

Sie entsteht, indem das Immunsystem körpereigenes Gewebe schädigt. Es werden sog. Autoantikörper gebildet.

Bindegewebe:

Es kann als „Gerüst“ des Körpers bezeichnet werden, da es in allen Organen vorkommt. Bindegewebe besteht aus Zellen und einer Grundsubstanz, die aus Eiweissen, Kohlenhydratverbindungen und unterschiedlichen Fasertypen aufgebaut ist – je nach Bindegewebstyp.

Degenerativ:

Durch Verschleissvorgänge bewirkt.

Extremitäten:

Die Arme und Beine; im Gegensatz dazu werden Kopf und Rumpf nicht als Extremitäten bezeichnet.

Kollagenose:

Generalisierte Erkrankung des Bindegewebesystems hauptsächlich verursacht durch immunologische oder autoimmune Vorgänge.

Kortison oder Cortison:

Dies ist ein natürliches Hormon der menschlichen Nebennierenrinde. In verschiedenen chemischen Abwandlungen als Medikament eingesetzt hat es stark entzündungshemmende und auch Schmerz lindernde Eigenschaften. Nachteile nach längerer und höheren dosierten Anwendung sind: Verminderung der Infektabwehr, Osteoporose, Hautveränderungen, Gewichtszunahme, Vollmondgesicht, Blutdruck- und Blutzuckeranstieg.

Polyarthritis:

Erkrankung vieler Gelenke. Die der Arthritis beigefügte griechische Vorsilbe πολύ- (poly) heisst „viel“ oder sinngemäss „vielfach“.

Rheuma:

Das griechische Wort ρεύμα  (Rheuma) bedeutet Strömung, Fliessen.

Spondylarthrose:

Degenerative Veränderungen an den Rückenwirbeln, insbesondere an den kleinen Wirbelgelenken.

Spondylitis:

Entzündung eines Rückenwirbels, vom griechischen σπόνδυλος (Spondylos), der Wirbel, abgeleitet. Die Nachsilbe „-itis“ bedeutet generell Entzündung.

Syndrom:

Kombination von Symptomen, die für eine Krankheit typisch sind.

Vaskulitis:

Entzündungsvorgänge in der Wand von kleinen und/oder grossen Blutgefässen. Damit verbunden sind oft auch Muskelschmerzen, Kopfweh und andere Beschwerden. Mehrzahl: Vaskulitiden. Abgeleitet vom lateinischen vasculum, das (Blut-)Gefäss. Die Endsilbe „-itis“ bedeutet generell Entzündung.

Weichteilrheumatismus:

Entzündliche Vorgänge und/oder Abnützungserscheinungen, die an praktisch allen Bindegewebsstrukturen vorkommen können, an Haut, Knorpel, Nerven, Blutgefässen, Herzklappen, Narben, Sehnen sowie an Muskeln.

Übersicht

Von den vielen verschiedenen Ursachen seien angeführt:

Rheumatische Krankheiten mit Beteiligung von Gelenken

Eine Vielzahl von Leiden, die mit Gelenkschmerzen einhergehen, lassen sich den rheumatischen Erkrankungen zuordnen.

Der Verdacht auf eine rheumatische Erkrankung erfordert besonders bei Kindern und Jugendlichen eine rasche Abklärung. Eine frühe Therapie erhöht die Chancen für eine erfolgreiche Behandlung und trägt dazu bei, Folgezustände zu vermeiden.

Gelenkschmerzen bei Allgemeinerkrankungen

Punktuelle Erkrankung oder Verletzung eines Gelenks

Sport- oder andere Verletzungen wie Prellung, Verrenkung oder Meniskusverletzung.

Autoren: Dr. med. Ute Hopp, PD Dr. med. Jürg Baltensweiler
Abbildungen: Herr Eduard Imhof, PD Dr. med. Jürg Baltensweiler

aktualisiert am: 11.04.2016

 
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