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Schwangerschaftskomplikationen

Schwangerschaftskomplikationen sind Erkrankungen und Zustände, die spezifisch während einer Schwangerschaft auftreten. In einer umfassenden Definition sind indessen auch Krankheiten eingeschlossen, die bereits vor der Konzeption (Empfängnis) bestanden und sich auf den Verlauf der Schwangerschaft oder die Entwicklung des werdenden Kindes auswirken. Komplikationen im Zusammenhang mit der Geburt werden dagegen als Geburtskomplikationen bezeichnet.

Begriffserklärungen

Embryo:

Das werdende Kind in seiner frühesten Entwicklungsphase bis zur 12. Schwangerschaftswoche. In dieser Zeit entwickeln sich die Organe.

Fetus, Fötus:

Das Ungeborene von der 13. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt. Die Organe wachsen und beginnen, ihre Funktion aufzunehmen.

Uterus:

Gebärmutter: Mit Schleimhaut ausgekleideter Hohlmuskel; hier erfolgt die Entwicklung des Kindes. Mit Hilfe der Kontraktionen des Muskels (Wehen) wird das Kind geboren.

Abort, Fehlgeburt:

Ausstossen eines toten Fetus mit weniger als 500 Gramm Gewicht vor der 22. Schwangerschaftswoche.

Totgeburt:

Das Kind kommt nach der 22. Schwangerschaftswoche tot zur Welt, es wiegt mehr als 500 Gramm.

Formen von Schwangerschaftskomplikationen

  • Allgemeinkrankheiten, die direkt mit der Schwangerschaft zusammenhängen, sind die Gestosen oder Schwangerschaftstoxikosen.
  • Krankheiten der Mutter, die schon vor der Schwangerschaft bestanden und die von der Schwangerschaft beeinflusst werden oder ihrerseits deren Verlauf beeinflussen wie Diabetes mellitus und Herz-Kreislaufkrankheiten.
  • Fehlerhafte Anlage oder Funktionsstörung der Plazenta oder der Fruchtblase, Hydramnion (zu viel Fruchtwasser) oder Oligohydramnion (zu wenig Fruchtwasser). 
  • Fehlentwicklungen des Embryos oder des Feten und eventuell sein Absterben (Fehlgeburt oder, durch Röteln, Toxoplasmose oder andere Infektionskrankheiten. 
  • Entwicklung des Embryos an einer ungeeigneten Stelle (Eileiterschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft), ebenfalls mit der Folge des Absterbens.
  • Komplikationen, die ihren Ursprung in der Wand der Gebärmutter haben. Hier sind Myome zu nennen, die gelegentlich die Möglichkeit einer Empfängnis herabsetzen und bisweilen zu Fehlgeburt führen können.
  • Selten ist eine Missbildung des Uterus Grund für Komplikationen. Wenn solche auftreten, handelt es sich um Früh- oder Fehlgeburten.

Autoren: Dr. med. Ute Hopp, PD Dr. med. Jürg Baltensweiler, Dr. med. H. Ganguillet

aktualisiert am: 11.04.2016

 
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