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Medizinische Hilfsmittel

Medizinische Hilfsmittel sind gemäss Gesetz Produkte, welche man an sich selber anbringen oder eine Hilfsperson (unabhängige Person, welche nichts mit der Behandlung der Krankheit zu tun hat) an Ihnen anwenden kann. Diese werden in der Mittel und Gegenstände Liste (kurz MiGeL) des BAG deklariert.

Typische Beispiele sind Inkontinenzmaterial bei Blasenschwäche, Blutzuckermessgeräte bei Diabetes, Stützstrümpfe bei Ödemen, oder Atemtherapiegeräte bei Schlafapnoe oder COPD. Auch Wundverbände oder Orthesen zur Stabilisierung der Gelenke oder Knochen nach einer Fraktur gehören dazu.

Was wird bezahlt?

Abzüglich Franchise und Selbstbehalt werden medizinische Hilfsmittel bis zu einem Höchstvergütungsbetrag (HVB) aus der Grundversicherung bezahlt. Dies nur für Hilfsmittel, welche in der MiGeL aufgeführt sind. Ist der HVB überschritten, so müssen die anfallenden übersteigenden Kosten selbst getragen werden. Falls eine medizinische Fachperson (Spital, Altersheim, Pflege, Arzt, Physiotherapie, Ergotherapie etc.) entsprechende Hilfsmittel an Ihnen anwendet, sind die Kosten in die Behandlung integriert.

Spezialfälle Hörgeräte & Massschuhe

Hörgeräte und Massschuhe werden nur unter bestimmten Voraussetzungen von der Grundversicherung übernommen. Zum Beispiel wenn die medizinischen Grundvoraussetzungen der Invalidenversicherung (IV) oder die Alters- und Hinterbliebenenversicherung (AHV) gegeben sind, die Person aber die versicherungsmässigen Voraussetzungen für den Bezug von Leistungen der entsprechenden Sozialversicherung nicht erfüllt.