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CSS Versicherung

Einheitliche Finanzierung ambulant / stationär (EFAS)

Obwohl ambulante Behandlungen zumeist günstiger sind als stationäre, werden diese oft trotzdem stationär durchgeführt. Die Ursache dafür liegt zum Teil in der Finanzierung. So werden ambulante Behandlungen vollständig durch die Prämien der Versicherten finanziert, hingegen übernimmt der Krankenversicherer bei stationärer Behandlung nur maximal 45 Prozent der Kosten. Daraus resultiert, dass der Finanzierer der Leistung systembedingt nur wenig Anreiz hat, bei medizinischer Gleichwertigkeit einer stationären oder ambulanten Behandlung, günstigere ambulante Variante einzufordern. Mit einer einheitlichen Finanzierung ambulanter und stationärer Leistungen (EFAS) können diese Fehlanreize eliminiert werden. Mit EFAS sollen die Krankenversicherer künftig die Leistungen sämtlicher Bereiche zu 100 Prozent vergüten und die Kantone einen Anteil an den Gesamtkosten in ihrem Kanton finanzieren, welcher dem bisherigen stationären Finanzierungsanteil entspricht. Diese Gelder gelangen zurück in das System, was eine Prämienerhöhung für die Versicherten verhindert. Die Rückverteilung der kantonalen Gelder muss dabei risikobereinigt erfolgen, um neue Fehlanreize und Effizienzverluste zu verhindern. EFAS wird von sämtlichen Marktteilnehmern respektive deren Verbänden unterstützt. Lediglich einige Kantone widersetzen sich bislang dieser Reform. Die CSS selber würde den raschen Wechsel zur einheitlichen Finanzierung klar begrüssen, denn diese eliminiert nicht nur die Fehlanreize im System, sondern erlaubt auch zusätzliche Rabatte im Bereich der integrierten Versorgungsmodelle, was zu deren Verbreitung beiträgt.