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CSS Health Lab – für die digitale Therapie

Das CSS Health Lab forscht an der „digitalen Pille“. Während herkömmliche Pillen einen chemischen Prozess im Körper starten – und man sich nachher in der Regel besser fühlt – zielen digitale Pillen auf das Verhalten der Menschen ab: Patienten sollen ihren Alltag mit einer Krankheit selbstständig besser managen und für die Gesundheit kritische Ereignisse früher erkennen können.

Das folgende Video gewährt einen Blick hinter die Kulissen des CSS Health Lab und zeigt, in welche Richtung die digitalen Therapien künftig gehen:

Kollaboration mit ETH Zürich und Universität St. Gallen

Das CSS Health Lab ist eine Partnerschaft zwischen der CSS, der ETH Zürich und der Universität St. Gallen. Gegründet wurde es 2015 am Center for Digital Health Interventions an den Lehrstühlen von Prof. Dr. Elgar Fleisch am Departement für Management, Technologie und Ökonomie der ETH Zürich sowie am Institut für Technologiemanagement der Universität St. Gallen. Neben dem wissenschaftlichen Leiter Dr. Tobias Kowatsch forschen mehrere Doktoranden sowie Master- und Bachelorstudierende der Psychologie und der Informatik an digitalen Gesundheitsinterventionen – zusammen mit Patienten, Leistungserbringern und Patientenorganisationen.

Vom Chatbot bis zum Lernvideo

Die digitalen Interventionen helfen, das Verhalten von Personen positiv zu beeinflussen – damit diese gesund bleiben, gesund werden oder besser mit ihrer Krankheit umgehen können. Gerade Asthmatiker, Diabetiker oder andere chronisch Erkrankte können ihre Lebensqualität, durch ein „gesundes“ Verhalten stark verbessern.

Aktuell forscht das Center for Digital Health Interventions an folgenden digitalen Therapien:

Digitaler Physiocoach

Wie kann ein digitaler Physiocoach dazu beitragen, dass eine Behandlung erfolgreich verläuft und sich der Patient besser fühlt? Die Physiotherapiebehandlung in ihrer heutigen Form hat grundsätzlich mit zwei Problemen zu kämpfen. Entweder machen die Leute ihre verordneten Übungen nicht genügend oft oder sie machen sie gar falsch. Das kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken oder den Heilungsprozess zumindest verzögern. Mit Hilfe der Technologie Mixed Reality soll dieses Problem gelöst werden. Durch sie ist es möglich, einen virtuellen Physiocoach direkt zu den Patienten ins Wohnzimmer zu bringen. Dieser soll die Patienten nicht nur motivieren, sondern auch in Echtzeit Feedback geben, ob die Übungen richtig ausgeführt werden oder nicht. Ziel ist die Entwicklung eines digitalen Physiocoaches, der Patienten bei ihrer Therapie individuell sowie unabhängig von Raum und Zeit unterstützt.

MySwissFoodPyramid

Wie funktioniert die Lebensmittelpyramide? Was gehört auf einen gesunden Teller? Der digitale Coach der App MySwissFoodPyramid (im App-Store und Google Play erhältlich) soll die erwachsene Bevölkerung in der Schweiz dabei unterstützen, im Alltag eine gesunde Lebensmittelauswahl zu treffen und zu einem gesundheitsförderlichen Lebensstil anregen. Die Auswertung des Verzehrs erfolgt entsprechend lebensmittelbasierter Ernährungs-Empfehlungen der Schweizer Lebensmittelpyramide.

Asthma: Früherkennung eines Anfalls

Wie stark war mein Asthma heute Nacht? Muss ich etwas tun, zum Beispiel heute noch einen Arzttermin vereinbaren? Asthma ist eine der häufigsten chronischen Krankheiten der Schweiz. Husten ist dabei ein Indikator, wie gut man Asthma unter Kontrolle hat. Die App soll zukünftig in der Nacht Husten zählen und wenn nötig, eine Empfehlung abgeben. Dadurch sollen Asthmatiker ihr Leben entspannter geniessen können. Weil die App als Frühwarnsystem geplant ist, lassen sich Kosten vermeiden.

Asthma verstehen leicht gemacht: Lern-Videos für Kinder

Was müssen Kinder wissen, die erst kürzlich die Diagnose „Asthma“ erhalten haben? Die Lungenliga produzierte in Zusammenarbeit mit dem CSS Health Lab und weiteren Partnern elf kurze Lern-Videoclips, die helfen sollen, mit der Erkrankung besser umzugehen. Die Videos richten sich nicht nur an 10- bis 13-jährige Asthmatiker, aber auch an Geschwister, Eltern und sonstige Betreuungspersonen. Das Projektteam wurde zudem für die Videos mit einem Preis auf dem WorldMediaFestival 2018 in Hamburg ausgezeichnet.

Gesundheitsberater für übergewichtige Kinder – PathMate2

Wie lässt sich die Gesundheit von übergewichtigen Kindern steigern? Mit der PathMate2-App animieren die Chatbots Anna und Lukas Kinder täglich, sich zum Beispiel mehr zu bewegen und damit eine höhere Lebensqualität zu erreichen. Am Kinderspital in St. Gallen ist die App schon mit Erfolg im Einsatz. Im Schnitt gibt es acht Interaktionen zwischen Chatbot und Kind pro Tag.

SELMA – Ihr digitaler Coach zum Schmerzmanagement

Wie kann ein Chatbot helfen, mit chronischen Schmerzen im Alltag besser umzugehen? SELMA ist eine der ersten Gesundheits-Apps der Schweiz, die helfen kann, einen verbesserten Umgang mit Schmerzen zu erlangen. SELMA bietet völlig neue Möglichkeiten in der digitalen Begleitung und Versorgung von Personen mit andauernden oder zyklischen Schmerzen unterschiedlicher Herkunft.

Mobiler Diabetes Coach

Wie manage ich mein Diabetes am besten? Die Behandlung von Diabetes ist komplex und im Alltag gibt es einiges zu beachten. Das Smartphone kann Patienten durch seine vielen Sensoren beim Umgang mit der Krankheit unterstützen: beispielsweise körperliche Bewegung messen, ein elektronisches Ernährungstagebuch bereitstellen, Glukosewerte von Blutzuckermessgeräten kabellos einlesen, daran erinnern, die Medikamente einzunehmen oder zu spezifischen Themen rund um Diabetes informieren. Ziel ist die Steigerung der Lebensqualität.

PEACH – Ihr Persönlichkeitscoach

Wie manage ich mein Diabetes am besten? Die Behandlung von Diabetes ist komplex und im Alltag gibt es einiges zu beachten. Das Smartphone kann Patienten durch seine vielen Sensoren beim Umgang mit der Krankheit unterstützen: beispielsweise körperliche Bewegung messen, ein elektronisches Ernährungstagebuch bereitstellen, Glukosewerte von Blutzuckermessgeräten kabellos einlesen, daran erinnern, die Medikamente einzunehmen oder zu spezifischen Themen rund um Diabetes informieren. Ziel ist die Steigerung der Lebensqualität.

myStep / Ally

Wie stark lassen sich Kunden der CSS zu mehr Bewegung animieren, wenn ihnen dafür eine Gutschrift in Aussicht gestellt wird? myStep animiert dank elektronischem Schrittzähler dazu: Wer mindestens 7'500 Schritte pro Tag läuft, wird mit 20 Rappen belohnt, ab 10'000 Schritte gibt es 40 Rappen. MyStep ist das bekannteste Produkt aus dieser Zusammenarbeit mit dem Health Lab.

Die Weiterentwicklung von mySep nennt sich Ally – der Assistant to Lift your Level of Activity. Ally ist ein Chatbot, der dem Nutzer täglich ein ganz persönliches Schrittziel vorgibt und mit Tipps und Tricks aufzeigt, wie der Nutzer dieses Ziel erreichen kann. Das Health Lab möchte mit Ally messen, ob individuen durch eine tägliches digitales Caoching ihr Schrittziel besser erreichen.