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CSS Versicherung

CSS begrüsst die Reform des Risikoausgleichs als wegweisenden Schritt

Medienmitteilung, 21. März 2014

Die CSS begrüsst als langjährige Promotorin einer zeitgemässen Reform des Risikoausgleichs im Krankenversicherungsgesetz (KVG) den heutigen Entscheid des Bundesparlaments. Neu wird im Risikoausgleich der Gesundheitszustand der Versicherten berücksichtigt. Mit diesem Schritt werden chronisch kranke Mitmenschen effektiv und nachhaltig in die Solidarität in der Krankenversicherung eingebunden und Risikoselektion wird unrentabel gemacht.

Heute verabschiedeten National- und Ständerat die Vorlage zur Revision des Risikoausgleichs. Der Risikoausgleich ist zentraler Bestandteil der Solidarität im KVG und sorgt dafür, dass die Gleichbehandlung aller Versicherten, ob gesund oder krank, auch im Wettbewerb gewährleistet ist. Das entspricht der dringenden Forderung der CSS Versicherung und des CSS Instituts, wie sie seit 1996 kontinuierlich erhoben worden ist. Zudem wurde der Risikoausgleich gesetzlich verankert. Die seit 1992 aufrecht erhaltene provisorische Regelung des Risikoausgleichs geht damit zu Ende.

Prof. Dr. Konstantin Beck, Leiter des CSS Instituts und Pionier des Risikoausgleichs kommentiert: «Dies ist ein wegweisender Schritt. Die Ausgleichsreform wird den zukünftigen Markt prägen. Wissenschaftliche Forschung zeigt bereits heute, dass schon der pragmatische erste Reformschritt von 2012 zu einer Trendwende geführt hat und die Risikoselektion im Markt signifikant reduzieren konnte.

Das Ende eines Systems mit Widersprüchen

Der bisher gültige Risikoausgleich war ungenügend. Er setzte Versicherer, die sich um Fairness gegenüber chronisch Kranken bemühten, einem unnötig hohen Konkursrisiko aus. Er bestrafte junge chronisch Kranke, die trotz ihrer bereits sehr hohen Behandlungskosten einen Solidaritätsbeitrag an oft weniger kranke Personen zu leisten hatten. Er subventionierte die gesunden Senioren stärker als es ihrem Gesundheitszustand entsprochen hätte. Es resultierte ein System voller Widersprüche.

Schon seit Jahrzehnten wiesen Schweizer Gesundheitsökonomen und grosse Krankenversicherer gleichermassen auf die Widersprüchlichkeit hin und forderten die Reform des Risikoausgleichs.

Ein Überblick über die Historie

1996
     
präsentierte die CSS Stiftung eine wissenschaftliche Studie, die die Mängel des gültigen Risikoausgleichs aufzeigte
1998
 
präsentierte die CSS Versicherung einen pragmatischen, einfachen Reformvorschlag für den Risikoausgleich
2004
  scheiterte die Risikoausgleichsreform zum wiederholten Male im Parlament
2006
  präsentierte das CSS Institut einen abgerundeten Reformvorschlag
2007
  stimmte das Parlament dem einfachen Vorschlag von 1998 mit Gültigkeit ab 2012 zu
2012
  scheiterte der umfassende Reformvorschlag in der Volksabstimmung als Teil der Managed Care Vorlage

Am 21.3.2014 stimmen beide Kammern dem abgerundeten Reformvorschlag von 2006 zu.

Ein wirkungsvoller Beitrag gegen die Einheitskasse

Mit dem vorliegenden Entscheid werden auch die Argumente der Befürworter der Einheitskasse entkräftet. Denn mit dem Risikoausgleich wird der Weg freigemacht für einen gesunden Wettbewerb unter den Krankenversicherern, der die Jagd nach gesunden Risiken stoppt und die Solidarität zwischen Kranken und Gesunden stärkt.

Prof. Dr. Konstantin Beck erläutert: «Damit wird auch die schleichende Entsolidarisierung durch aggressive Billigkassen gestoppt. Denn mit einem Wettbewerb, der chronisch Kranke behindert, ist kein Staat zu machen. Nun wird der Markt die beste Versorgung für kranke Menschen belohnen.»

 

Kurzprofil des CSS Instituts

Das «CSS Institut für empirische Gesundheitsökonomie» ist eine Einrichtung der CSS Kranken-Versicherung AG, die der Forschung und Ausbildung dient. Es soll empirisch belegbare Antworten zur gerechten und effizienten Finanzierung von Gesundheitsleistungen liefern. Die Finanzierung erfolgt durch Mittel der CSS Kranken-Versicherung AG und je nach Projekt durch Forschungszuschüsse von Dritten. Die wissenschaftliche Objektivität und Unabhängigkeit der Forschung misst sich an der Qualität und der Art seiner Publikationen und Präsentationen.

Kurzprofil der CSS Gruppe

Die CSS Gruppe zählt mit insgesamt rund 1,730 Millionen Versicherten zu den führenden Schweizer Kranken-, Unfall- und Sachversicherern. Mit einem Prämienvolumen von 5,248 Milliarden Franken, schweizweit über 120 Agenturen und 2500 kompetenten Mitarbeitenden ist sie nahe bei ihren Kundinnen und Kunden. Auch im Unternehmensgeschäft nimmt die CSS eine Spitzenposition ein: Rund 20‘650 Unternehmen und Institutionen sind bei der CSS Gruppe kollektiv versichert.

 

Weitere Informationen

Ute Dehn Christen
Leiterin Corporate Communications
CSS Versicherung
Tribschenstrasse 21
6002 Luzern
Tel. 058 277 14 85
ute.dehnchristen@css.ch

Prof. Dr. Konstantin Beck
Leiter des CSS Instituts
CSS Institut für empirische Gesundheitsökonomie
Tribschenstrasse 21
6002 Luzern
Tel: 058 277 14 85
konstantin.beck@css.ch