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Qualität

Die Sicherstellung guter Qualität und dazu die Erarbeitung von Qualitätssystemen (Kriterien, Indikatoren etc.) sowie die Messung und der Ausweis dieser Messergebnisse sind für ein effizientes und effektives Gesundheitssystem zentral und primär Aufgabe der Leistungserbringer. Neben Prozess- und Strukturqualität sollen insbesondere Messungen der Ergebnisqualität die Transparenz über Qualität unter den Leistungserbringern sicherstellen. Diese Transparenz stellt ein wichtiges Wettbewerbskriterium dar.

Die CSS setzt sich dafür ein, dass die Qualität der Leistungserbringung im schweizerischen Gesundheitssystem transparent erhoben und ausgewiesen wird. Dies erlaubt es den Prämienzahlern, die verschiedenen Angebote der Leistungserbringer zu vergleichen und den Tarifpartnern neben einem Preis- auch einen Qualitätswettbewerb zu führen. Die CSS betreibt, basierend auf eigenen Daten, aber auch frei verfügbaren und vertraglich zur Verfügung gestellten Qualitätsdaten das Portal QualiCheck, welches den Vergleich der Behandlungsqualität und Patientenzufriedenheit in Schweizer Akutspitälern erlaubt.

Anfang Dezember 2015 verabschiedete der Bundesrat eine Botschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung zuhanden des Parlaments. Die nationalen Qualitätsprogramme sollen auf Basis dieser Grundlage ausgebaut werden. Es ist ein Netzwerk geplant, in welchem der Bund mit den bisherigen Akteuren zusammenarbeitet. Zudem sollen eine ausserparlamentarische Qualitätskommission sowie eine Fachstelle innerhalb des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) für die Steuerung und Umsetzung der Qualitätsvorhaben zuständig sein. Die CSS begrüsst die Bestrebungen des Bundes, in den Bereichen Qualitätssicherung und Wirtschaftlichkeit die notwendigen Grundlagen zur Erzielung substanzieller Fortschritte zu schaffen. Es gilt indes zu beachten, dass die Tarifpartner eine verbindliche Rolle in der Qualitätssicherung beibehalten. Die Verankerung dieser Rolle soll gesetzlich festgehalten werden. Die Hauptverantwortung zur Stärkung von Qualität und Wirtschaftlichkeit soll nach wie vor den Tarifpartnern obliegen. Wichtig ist, dass die Institutionen der Qualitätssicherung künftig gleich zu behandeln sind. Bezüglich der Finanzierung ist der CSS wichtig, dass darauf verzichtet wird, Verwaltungstätigkeit aus den Prämiengeldern zu finanzieren. Vielmehr soll die Finanzierung der nationalen Programme auf einer breiten Basis erfolgen und nicht alleine zu Lasten der OKP-Versicherten fallen.

Weitere Informationen zum Thema Qualität finden Sie in unserer gesundheitspolitischen Publikation „im dialog“ 1/2014.