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CSS Versicherung

Trennung KVG / VVG

Die Trennung von KVG und VVG ist bereits heute weitgehend gewährleistet:

  • Die Buchführung von Grund- und Zusatzversicherung ist schon heute getrennt.
  • Die Aufsicht wird von getrennten Institutionen gewährleistet: Das BAG beaufsichtigt die Grundversicherung, die FINMA die Zusatzversicherung.
  • Die Prämien für Grund- und Zusatzversicherung werden gegenüber den Versicherten getrennt ausgewiesen.
  • Die Leistungserbringer müssen ihre Leistungen nach KVG und VVG getrennt in Rechnung stellen.
  • Schon heute ist kein Datentransfer zwischen Grund- und Zusatzversicherung ohne Einverständnis der versicherten Person erlaubt.

Eine zusätzliche Trennung schafft Mehrkosten und Mehraufwand zulasten des Versicherten anstatt bestehende Fehlanreize im Gesundheitswesen zu lösen. Es ist offensichtlich, dass eine Trennung in der Leistungsabrechnung nicht einfach und nicht ohne zusätzliche Kosten zu bewerkstelligen wäre. Es handelt sich hierbei um einen sehr komplexen Prozess, bei welchem Informatik und Arbeitsabläufe stark miteinander verzahnt sind. Mit dem Wegfall der Synergien würde die Verwaltung jeder Versicherung entsprechend teurer.
Eine Trennung würde aber auch Mehraufwand für die Versicherten bedeuten. Diese müssten Arztrechnungen und Belege doppelt einreichen, sie würden zwei verschiedene Abrechnungen getrennt nach Versicherungszweig erhalten und müssten sich bei Rückfragen an zwei unterschiedliche Stellen wenden, die sich untereinander wieder koordinieren müssten. Die Versicherten schätzen indes die Möglichkeit, Leistungen aus einer Hand zu beziehen. So hat ein Grossteil der Versicherten neben der Grund- auch eine Zusatzversicherung beim gleichen Versicherer abgeschlossen. Schon heute verfügen die Versicherten über die Möglichkeit, Grund- und Zusatzversicherung bei unterschiedlichen Dienstleistern abzuschliessen, machen aber kaum davon Gebrauch. Eine Trennung entspricht also keinem Bedürfnis der Bevölkerung, davon zeugt auch die Tatsache, dass die Transparenzinitiative im Jahr 2012 bereits im Sammelstadium gescheitert ist.