CSS Versicherung

Antibaby-Pille Yasmin

Eine Analyse der Risikoinformation zur Antibaby-Pille Yasmin zeigt, dass die Risiken dort verwirrend und unvollständig dargestellt werden. Aus diesem Grund hat das CSS-Institut die Risikosituation genauer untersucht.

Bei der Einnahme von Anti-Baby-Pillen besteht die Gefahr einer Gerinnselbildung im Blut (sogenannte Thrombosen). Diese können im schlimmsten Fall zu einer Lungenembolie, zu Herzinfarkt oder Hirnschlag führen. Das Thrombose-Risiko besteht auch bei Frauen, die keine Anti-Baby-Pille einnehmen, ist dann aber geringer.

Das Thrombose-Risiko bei Frauen mit und ohne Anti-Baby-Pille scheint gering

Bei Pillen, die Drospirenon enthalten wie Yasmin und Yasminelle, steigt das Risiko um das Vier- bis Sechsfache an.

Anti-Baby-Pillen ohne Drospirenon haben dagegen ein knapp halb so grosses Risiko als Pillen, die Drospirenon enthalten (swissmedic, November 2015).

Die natürlichen Risiken sind jedoch geringer

Bayer schreibt, das Risiko bei Schwangeren sei grösser als das Risiko bei Yasmin. Das stimmt jedoch nur bei älteren Frauen.

Bei Jüngeren gibt es kein natürliches Thromboserisiko, das grösser ist, als das bei Einnahme von Yasmin.

Die Kosten des Nebenwirkungsrisikos sind immens

Die Kosten der Nebenwirkungen pro Pille pro Jahr sind jedoch höher als der Verkaufspreis. Wiederum weisen Verhütungsmittel ohne Drospirenon geringere Risikokosten auf.