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Fragen & Antworten

Welches sind die Folgen eines Umzugs?

Stichtag für die Prämiengutschrift ist der 1. Januar 2017. Kantonswechsel die nachher stattfinden, werden nicht berücksichtigt.

Wie erfolgt die Auszahlung?

Die Vergütung einer allfälligen Prämiengutschrift erfolgt 2017 im Juni. Die Gutschrift wird soweit möglich mit der Prämie vom Juni verrechnet oder ansonsten ausbezahlt. Sie geht an diejenige Person, die zum Zeitpunkt der Vergütung die Prämie zahlt.

Gibt es in Zukunft weitere Korrekturen?

Die Versicherer nehmen im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) in den Jahren 2015 - 2017 die Korrekturen der Jahre 1996 - 2013 vor. Weitere Korrekturen sind gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) nicht zu erwarten. 

Was passiert während des Militärdienstes?

Trotz Sistierung bei Militärdienst besteht das Recht auf eine einmalige Prämiengutschrift. Die Vergütung der Prämiengutschrift erfolgt im Juni 2017.

Bin ich als in der Schweiz arbeitender Grenzgänger oder als Auslandschweizer von der Prämienkorrektur betroffen?

Da der gesetzliche Wohnort massgeblich für die Berechnung der Prämienkorrektur ist, sind weder im Ausland wohnhafte Grenzgänger noch Auslandschweizer davon betroffen.

Ändert sich etwas für Empfänger von Leistungen der Invalidenversicherung, von Ergänzungsleistungen und Prämienverbilligungen?

Der individuell ausgezahlte Betrag bleibt bei allen Sozialleistungen derselbe. Es besteht weiterhin das Recht auf eine einmalige Prämiengutschrift. Die Vergütung der Prämiengutschrift erfolgt im Juni 2017.

Bin ich von der Prämienkorrektur betroffen, wenn ich vom Ausland in die Schweiz einreise?

Beginnt die Versicherungspflicht nach dem 1. Januar 2017, besteht kein Anrecht auf eine Prämiengutschrift.

Wie wird ein Versicherungswechsel während dem Jahr gehandhabt?

Es gilt der gesetzliche Wohnkanton vom 1. Januar 2017. Der Vorversicherer hat dem neuen Versicherer den Wohnkanton per 1. Januar 2017 zu melden.

Wie kam das Gesetz zustande?

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat auf Anregung einzelner Kantone im Februar 2012 einen Gesetzesentwurf zur Prämienkorrektur (Art. 106 KVG) erarbeitet. Hintergrund ist eine vermeintliche Differenz von kantonalen Prämieneinnahmen und Gesundheitsausgaben in der Grundversicherung. Das Parlament hat im Frühjahr 2014 eine veränderte Version verabschiedet. Das Bundesamt für Gesundheit hat die Umsetzung im September 2014 im Rahmen einer Verordnung geregelt.

Wie kann es sein, dass die Prämien falsch berechnet wurden?

Die Krankenversicherer geben jeweils per Ende Juli beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) ihre Prämien pro Kanton für das folgende Kalenderjahr ein. Basis bilden die zu erwartenden Kosten pro Kanton. Das BAG überprüft im Auftrag des Bundesrats, ob die eingereichten Prämien im Verhältnis zu den Kosten, die die Versicherer im entsprechenden Kanton zu tragen haben, angemessen sind. Die Prämienberechnung ist aufgrund zahlreicher unbekannter Faktoren (beispielsweise der künftigen Kostenentwicklung) stets mit gewissen Unsicherheiten behaftet. Aus diesem Grund bilden die Versicherer Rückstellungen und Reserven. Da es Krankenversicherern in der Grundversicherung nicht erlaubt ist, Gewinne zu erzielen, bleibt das Geld in jedem Fall im System und wird einzig und allein zur Zahlung von Leistungen verwendet. Die Reserven werden aber nicht kantonal kalkuliert. Auf diese Weise kamen die minimalen Differenzen zwischen den Prämieneinnahmen und den Gesundheitskosten pro Kanton zustande. Die Kantone haben nun einen Ausgleich dieser Differenzen verlangt. Die Politik ist diesem Anliegen gefolgt. Die Prämien wurden also jederzeit korrekt berechnet, doch wurden die Regeln aufgrund eines politischen Entscheides im Nachhinein geändert.

Müssen die Versicherten auslöffeln, was die Krankenversicherungen falsch gemacht haben?

Nein. Die Krankenversicherer haben die Prämien immer nach Massgabe der geltenden Gesetze berechnet und eingegeben. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat dies jeweils mit der Genehmigung der Prämien überprüft und bestätigt. Die Prämienkorrektur kam nun aufgrund eines politischen Entscheids zustande und bedeutet keineswegs, dass die Krankenversicherungen einen Fehler gemacht haben, sondern dass die Regeln im Nachhinein auf politischer Ebene geändert wurden.

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