Sport und Training im Seniorenalter

Sport und Training im Seniorenalter Sport und Training im Seniorenalter

Sport und Alter klingt für die einen vielleicht wie eine ungünstige Kombination, doch eigentlich passt das perfekt. Wer im Alter noch genügend Bewegung hat, bleibt länger fit und selbstständig und behält damit seine Lebensqualität länger bei.

Bewegung schafft Struktur – ein Bewegungspartner motiviert

Mit dem Eintritt ins Pensionsalter verändern sich viele Dinge. Der wohl grösste Wechsel ist das Plus an Freiheit im vorher sehr strukturierten Tagesablauf. Bewegung bietet eine gute Möglichkeit, den Alltag mit einer gesunden Tätigkeit zu strukturieren. Regelmässiges Sporttreiben mit Freunden ist zusätzlich eine Chance, soziale Kontakte zu pflegen und neue Freunde zu finden. Die gegenseitige Unterstützung beim Sport mit Gleichgesinnten kann auch helfen, wenn es einmal schwerer fällt, die Bewegungsvorsätze in die Tat umzusetzen.

2,5 Stunden zeigen einen gesundheitswirksamen Effekt

Die nationalen Empfehlungen für gesundheitswirksame Bewegung bei älteren Erwachsenen unterscheiden sich nicht wesentlich von denen für jüngere. Auch Senioren sollten sich mindesten 2,5 Stunden pro Woche bewegen, am besten verteilt über mehrere Tage. Dies ist das Mindestmass, wenn man der Gesundheit etwas Gutes tun will. Zusätzliche Bewegung verstärkt den gesundheitlichen Effekt.

Zu diesen 2,5 Stunden zählen alle Aktivitäten, welche länger als 10 Minuten sind, den Puls leicht erhöhen und bei denen man leicht ausser Atem kommt. Alltagsaktivitäten wie Fahrradfahren, Gartenarbeiten und Treppensteigen können also auch gut mitgerechnet werden. Intensive Aktivitäten, bei denen man stark ausser Atem kommt und zu schwitzen beginnt, zählen doppelt. Personen, welche jedoch über längere Zeit keinen Sport getrieben haben sollten sich vom Arzt untersuchen lassen, bevor sie mit intensiven Bewegungsaktivitäten anfangen.

Auch Personen, welche auf Grund von Beschwerden die Basisempfehlungen nicht mehr erreichen können, profitieren von Bewegung. Schonende Bewegungsformen wie zum Beispiel Aquafit sind eine potentielle Lösung bei vorhandenen Schmerzen.

Mit Kraft- und Beweglichkeitstraining die Lebensqualität steigern

Neben der Bewegung im Alltag lohnt es sich, die eigene Kraft und Beweglichkeit zu fördern. Denn mit zunehmendem Alter bildet sich die Muskulatur zurück und verliert an Elastizität. Einfache Aufgaben wie Treppensteigen oder einen Pullover überziehen werden plötzlich anstrengend. Wer hier in ein gezieltes Kraft- und Beweglichkeitstraining investiert, zögert den Zeitpunkt heraus, ab dem er den Alltag nicht mehr ohne fremde Hilfe bewältigen kann. Damit bleibt auch die Lebensqualität länger erhalten.

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