Freeride und Sicherheit

Freeride Tipps: Sicherheit beim Tiefschneefahren Freeride Tipps: Sicherheit beim Tiefschneefahren

Ich würde ja gerne mal abseits der Pisten den Powder geniessen, aber… Aber was?

Sicher abseits der Pisten

Immer mehr zieht es weg von den Pisten hinein in das freie Gelände. Denn dort warten meist unberührte Hänge, frischer Powder, eine Menge Spass und auch etwas Abenteuer und Adrenalin. Doch es gibt auch Risiken und Gefahren, die zu beachten sind.

Lawinen, Selbstüberschätzung, Fehleinschätzung, Orientierungsverlust, Absturz im Gelände oder der Mehraufwand bei der Rettung sind nur einige wenige davon. Damit aus dem Vergnügen keine böse Überraschung wird, sollten einige wichtige Dinge beachtet werden.
 

Um abseits der Pisten unterwegs sein zu können, braucht ein Wintersportler:

  • Gutes fahrerisches Können
  • Know-How
  • Entsprechende Ausrüstung und nötiges Material
  • Erfahrung und Respekt vor Natur und Gefahren
     
Know-How und Erfahrung sind gut, aber man darf sich nie blind drauf verlassen.
Garry Bachmann

Was Sie selbst tun können, um möglichst Sicher abseits der Pisten unterwegs zu sein, lesen Sie hier.

Gesicherte, markierte Abfahrtsrouten machen auch Spass

Fast in allen Skigebieten gibt es unpräparierte Abfahrtsrouten. Diese sind gelb markiert und eignen sich gut für lawinensichere Tiefschneeabfahren. Abseits dieser Routen und der gesicherten Pisten befinden Sie sich im freien Gelände. Dieses Gelände ist weder gesichert, präpariert noch kontrolliert. Sie beurteilen die Lawinengefahr dort eigenverantwortlich.

Die richtige Freeride Ausrüstung

Zur sogenannten Notfallausrüstung gehören:

  • Lawinenverschütteten-Suchgerät (LVS)
  • Sonde
  • Schaufel
  • Lawinenairbag löst im Falle einer Lawine den Airbag und erhöht so den Auftrieb des Schneesportlers und ist deshalb eine gute Option um die Sicherheit zu erhöhen
  • Mobiltelefon und Notfallapotheke für Notfallsituationen
  • Helm: Gerade abseits der Pisten sind Steine oder Felsen zum Teil vom Schnee bedeckt

Ausserdem sollte man immer in einer Gruppe von mindestens zwei Personen unterwegs sein – so kann man sich gegenseitig Hilfe leisten. Spezielle Freeride-Ski oder Snowboards machen es zudem einfacher im tiefen, unpräparierten Schnee zu fahren und ermöglichen so noch mehr Fahrvergnügen.

 

Die Ausrüstung ist dazu da um hoffentlich nie gebraucht zu werden.
Garry Bachmann

Sich ausführlich informieren

Informationen zur Lawinengefahr & Wetter

Das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) stellt im Winter täglich um 8:00 Uhr sowie 17:00 Uhr das Lawinenbulletin zur Verfügung. Auch die App «White Risk» bietet wichtige Informationen zur aktuellen Lawinensituation und spannendes Hintergrundwissen zur Beurteilung der Lawinengefahr. Wer keine bösen Überraschungen erleben will, sollte zudem das Wetter genau unter die Lupe nehmen.

Verhalten im Notfall

Angemessenes Verhalten im Notfall ist wichtig. Sollten Sie jemals in eine Lawine geraten, so lösen Sie sofort, falls vorhanden, den Lawinenairbag aus. Sollten Sie Personen sehen, die in eine Lawine geraten, versuchen Sie die Personen nicht aus den Augen zu lassen, merken Sie sich den Verschwindeort. An oberster Stelle steht Ihre eigene Sicherheit, handeln Sie nicht, wenn Sie dabei Ihre eigene Sicherheit gefährden. Alarmieren Sie die Rettungskräfte sofort (Rega, Tel. 1414 oder mit Rega-App.) Beginnen Sie anschliessend sofort mit der LVS-Suche.

Gelände & Umwelt

  • Ausführlich über die Eigenschaften der Route Informieren (Exposition, Steilheit, Geländeformen etc.). Dazu helfen Karten, Tourenführern und Plattformen im Internet (z.B. swisstopo.admin.ch, whiterisk.ch). 
  • Schutzzonen beachten, denn in der winterlichen Bergwelt sind nicht nur Schneesportler unterwegs. Halten Sie sich an die Regeln der Wildruhezonen und Wildschutzgebiete.
     

Noch sicherer unterwegs – mit den Schweizer Skischulen

Wenn Sie die gesicherten Abfahrtsrouten verlassen und im freien Gelände unterwegs sein möchten, empfehlen wir Ihnen vorab einen Lawinenkurs zu besuchen bzw. die Begleitung durch einen erfahrenen Schneesportlehrer der Schweizer Skischulen.

  • Verbesserung der Tiefschnee-Technik: Sie lernen wie man kräftesparend und sicherer im Tiefschnee fährt. Sie erarbeiten mit Ihrem Coach wie das Fahren in unpräpariertem Gelände optimiert wird. So wird das Ganze nicht nur sicherer – man hat auch unglaublich viel Spass. 
  • Lawinenkunde: Erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, um sich abseits der Pisten sicher zu bewegen. Theorie und Praxis werden verbunden und sorgen für eine spannende, lehrreiche und praxisnahe Erfahrung.
  • LVS-Suche: Lernen Sie den Umgang mit dem LVS-Gerät sowie die richtigen Verhaltensweisen im Notfall, um für den Ernstfall gewappnet zu sein.
  • Freeride Gebiete in der Schweiz: Erkunden Sie gemeinsam mit einem erfahrenen Schneesportlehrer die Geheimtipps des Skigebiets und profitieren von seinen Erfahrungen und Know-How.

Finden Sie die passende Schweizer Skischule in Ihrer Nähe und erleben Sie unvergessliche Abfahrten im unberührten Powder!

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