Trailrunning: Abseits vom Asphalt zum Erlebnis

Trailrunning: Berglauf abseits vom Asphalt Trailrunning: Berglauf abseits vom Asphalt

Das Strassenpflaster hinter sich lassen und in die Natur eintauchen! Wer abseits vom Asphalt joggt, schont nicht nur die Gelenke, sondern fördert gleichzeitig die Koordination. Was Trailrunning ist und wieso nicht nur Profibergläufer vom Trendsport profitieren.

Was ist Trailrunning?

Flink wie Gämsen bewegen sie sich auf Singletrails und durch Stein- und Geröllpfade im alpinen Gelände. Da und dort überholen die durchtrainierten Trailrunner den gemächlichen Wanderer und ernten manchmal gar ein verständnisloses Kopfschütteln. Doch Trailrunning ist nicht nur ein Trendsport für Profis. Denn beim Trailrunning geht es hauptsächlich darum, eine Laufstrecke abseits vom Asphalt zu wählen und in der Natur auf verschiedenen Untergründen zu laufen. Die Streckenlänge und der Schwierigkeitsgrad werden den eigenen Fähigkeiten angepasst. So ist bereits die kleine Joggingrunde durch ein Waldstück, im Park oder auf einem Feldweg ein Trailrun, mit vielen positiven Nebeneffekten.

Konditionelle und koordinative Fähigkeiten fordern

Natürlich fördert das Joggen in der Natur die Kondition, insbesondere den Herz-Kreislauf, die Kraft in den Fussgelenken und Beinen, die Stabilität des gesamten Körpers, also auch die Rumpfkraft. Doch das Laufen im Gelände beeinflusst nicht nur die Kondition, sondern auch die Konzentration und die Koordination positiv. Das wechselnde Gelände und der unebene Untergrund beanspruchen die koordinativen Fähigkeiten wie Gleichgewicht, Rhythmus, Orientierung und Reaktion. Fähigkeiten, die uns auch im Alltag helfen. Dank einer besseren Balance oder schnellen Reaktion können beispielsweise Stürze vermieden werden.

Bewegungsapparat schonen

Bei jeder Landung mit dem Fuss auf dem Boden wirkt ein Vielfaches unseres Körpergewichts auf Skelett, Gelenke und Bänder – der Laufsport ist also mit hohen Belastungen verbunden. Je weicher der Untergrund, desto geringer diese Belastung. Deshalb tun wir uns gutes, auf natürlichem Terrain unterwegs zu sein. Das führt zu weniger Schmerzen nach dem Laufen. Davon ausgenommen sind lange, steile Abstiege in den Bergen, welche insbesondere die Knie sehr belasten können, und die durch die exzentrische, bremsende Bewegung starken Muskelkater verursachen.

So wird Trailrunning zum Lauferlebnis

  • Aufstieg: Je steiler der Aufstieg, desto kürzer der Laufschritt. Wird es richtig steil, empfiehlt es sich zu gehen. Das ist effizienter und nicht langsamer als der Laufschritt. Wichtig ist, nicht dauernd zwischen Gehen und Laufen zu wechseln, weil dies immer wieder den Rhythmus bricht.
  • Abstieg: Entscheidend ist, den Vorfuss zuerst aufzusetzen. Das ermöglicht einen besseren Halt und die Gefahr des Ausrutschens ist kleiner, als wenn nur die Ferse aufgesetzt wird. Die Arme dürfen für eine verbesserte Balance eingesetzt werden, etwas „Rudern“ ist beim Abwärtsgehen durchaus erlaubt.
  • Ausrüstung: Für das Gelände eignet sich ein Laufschuh mit etwas mehr Profil. Bei einem Trail-Schuh sind die Noppen erhöht, die Dämpfung fester und steifere Sohlen gewährleisten eine bessere Stabilität. Im steilen Gelände, bergauf und bergab, können zudem Stöcke eine Hilfe sein. Auf Trails ohne viele steile Passagen sind Stöcke hingegen nicht zu empfehlen, da sie im flachen Terrain eher störend sind.

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