Marroni – das kleine Wunder?

Marroni - das kleine Wunder

Edelkastanien – wer dieses Wort hört, denkt vor allem an den Duft von frisch gerösteten Marroni an einem grauen Herbsttag. Doch wer die edle Frucht bloss auf diesen Aspekt beschränkt, wird dem hochwertigen Nahrungsmittel nicht gerecht.

Bereits die alten Griechen kultivierten Edelkastanien. Und in vielen südlichen Gegenden – unter anderem im Tessin – war die Kastanie lange Zeit ein Hauptnahrungsmittel, das so genannte Brot der Armen. In der heutigen Zeit kennen wir die (Nuss-)Frucht fast nur noch als geröstete Marroni und als Vermicelles. Eigentlich zu unrecht, ist doch die Edelkastanie ein kleines braunes Wunder.

Marroni: Wertvolles Nahrungsmittel

Dass die Frucht in früheren Jahrhunderten vielerorts als Hauptnahrungsmittel diente, ist sicher auch auf die einfache und unentgeltliche Verfügbarkeit, aber vor allem auf ihre Zusammensetzung und die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten zurückzuführen. Im Gegensatz zu anderen Nüssen weisen nämlich Edelkastanien einen hohen Gehalt an Kohlenhydraten wie Stärke, Saccharose (Zucker) und Nahrungsfasern auf. Dies macht sie sehr sättigend. Umso überraschender enthalten Marroni relativ wenig Kalorien (171kcal pro 100g) und liegen nicht schwer im Magen. Denn der grosse Stärkeanteil macht sie leicht verdaulich. Zudem fördert der hohe Nahrungsfasergehalt die Darmtätigkeit. Darüber hinaus enthalten Marroni auch essentielle* Fettsäuren wie die wertvolle Omega-3-Fettsäuren sowie essentielle Aminosäuren.

In der Küche können Kastanien sehr vielfältig verwendet werden. So werden aus frischen Marroni oder Marronimehl schmackhafte Gnocchi hergestellt. Teigwaren, Brot und Polenta sind weitere Verwendungsmöglichkeiten für das – notabene glutenfreie – Mehl. Frische oder getrocknete und aufgekochte Kastanien können zudem als Beilage gereicht oder zu feinen Kuchen oder Vermicelles verarbeitet werden. Wer sich also bald schon wieder an einer Tüte frisch gerösteter Marroni labt, sollte sich in Erinnerung rufen, was man mit der Frucht sonst noch alles anstellen könnte.

Marroni selber machen

Im Kombisteamer: Marroni einschneiden, ca. 20 Minuten bei 200 Grad Heissluft mit Dampf backen.
Im Backofen: 30 Minuten im Wasser einlegen, einschneiden und ca. 15-20 Minuten im 200 Grad warmen Ofen (Oben- und Unterhitze) backen.
Kugelgrill: 30 Minuten im Wasser einlegen, auf gelochtes Pizzablech, 10-15 Minuten bei ca. 200 Grad backen.

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