Wieso verlieren wir Wasser beim Abnehmen?

Wieso verlieren wir Wasser beim Abnehmen? Wieso verlieren wir Wasser beim Abnehmen?

Wer sich eine Gewichtsreduktion zum Ziel gesetzt hat, sollte wissen, dass es sich bei den ersten verlorenen Kilos meist um Wasser handelt. Doch weshalb?

Beim Abnehmen kippt die anfängliche Euphorie über den schnellen Erfolg nicht selten in Frustration. Dann nämlich, wenn die Gewichtskurve nicht mehr so rasch wie zu Beginn nach unten zeigt. Doch wieso funktioniert das Abnehmen am Anfang vermeintlich schnell, dann aber umso langsamer? Die Erklärung ist relativ einfach: Wird nämlich die Kalorienzufuhr eingeschränkt, deckt der Körper seinen Energiebedarf vorerst mit Glykogen. Dies ist eine Form von Kohlenhydraten, die in den Muskeln und der Leber gespeichert wird. Durchschnittlich verfügt der Mensch über einen Glykogenspeicher von 300 bis 400 Gramm. Dieser Speicher kann etwa einen Tag lang Energie liefern. An das Glykogen ist immer Wasser gebunden. Mit jedem verbrauchten Gramm Glykogen werden etwa vier Gramm Wasser freigesetzt. Sind die Glykogenreserven aufgebraucht, macht sich dies in einem Gewichtsverlust von rund zwei Kilogramm bemerkbar. Ein Grossteil davon – etwa 1,5 Kilogramm – ist jedoch ausgeschwemmtes Wasser.

Langsame Fettverbrennung

Neigen sich die Glykogenspeicher dem Ende zu, deckt der Körper seinen Energiebedarf vermehrt durch die Verbrennung von Fett. Dieses bindet jedoch nicht so viel Wasser und liefert zudem mehr als doppelt so viel Energie wie Glykogen. Für den Abbau von einem Kilogramm Körperfett müssen deshalb 7000 Kalorien eingespart werden – sehr viel angesichts der Tatsache, dass der durchschnittliche tägliche Bedarf etwa 2000 Kalorien beträgt. Deshalb nimmt man in dieser zweiten Phase deutlich langsamer ab. Abnehmen durch Fettabbau bedarf deshalb eines grossen Durchhaltewillens. Ein sinnvoller Richtwert für die Gewichtsabnahme ist rund ein Kilo pro Woche. Zwar kann Fasten oder ein sehr restriktiver Ernährungsplan zu einem schnelleren Gewichtsverlust führen. Dies bedeutet aber, dass zur Energiegewinnung Eiweiss aus der Muskelmasse herangezogen wird. Und es zeigt sich ein ähnlicher Effekt wie beim Glykogen: Auf der Waage zeigen sich zwar früher Resultate, aber neben dem Abbau von Muskelmasse ist auch hier Wasserverlust im Spiel. Muskelmasse bindet nämlich zwei bis drei Gramm Wasser pro Gramm Eiweiss.

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