Impfungen

Bei einer Impfung wird ein gesunder Körper mit abgeschwächten Erregern oder Teilen davon in Kontakt gebracht.

Überblick

Bei einer Impfung wird ein gesunder Körper mit abgeschwächten Erregern oder Teilen davon in Kontakt gebracht. Das Immunsystem kann so eine Abwehr entwickeln, ohne dass die Krankheit ausbricht. Einerseits wird die geimpfte Person selbst, andererseits immungeschwächte Personen in der Umgebung vor einer zukünftigen Ansteckung geschützt (Herdimmunität).

Symptome

In den meisten Fällen wird eine Impfung gut vertragen. Die erwünschte Aktivierung des Immunsystems kann in einigen Fällen jedoch folgende Beschwerden hervorrufen:

Impfreaktion
  • Innerhalb von 72h nach der Impfung
  • Rötung, Schwellung und Schmerzen an der Einstichstelle
  • Fieber < 39.5°C
  • Krankheitsgefühl (z.B. Kopfschmerzen, Mattigkeit, Übelkeit, etc.)
Impfkrankheit
  • 1–4 Wochen nach der Impfung
  • Nur bei Lebendimpfstoffen (lebende, abgeschwächte Erreger)
  • Abgeschwächte Form der geimpften Krankheit (z.B. leichter Hautausschlag nach Masern-Impfung )
Impfkomplikation
  • Impfung wurde falsch durchgeführt (z.B. in das Fettgewebe anstatt in den Muskel gespritzt, was zu Entzündung führen kann)
  • Allergische Reaktion auf Impfbestandteile (v.a. Hühnereiweiss)
Impfschaden
  • Sehr selten, Zusammenhang zwischen Impfung und Schaden nicht abschliessend geklärt
  • Z.B. Guillain-Barré-Syndrom (vorübergehende Lähmungserscheinungen)

Ursache und Behandlung

Ziele einer Impfung

  • Schutz vor einer zukünftigen Ansteckung
  • Schutz von immungeschwächten Personen vor einer Ansteckung (ältere Personen, chronisch Kranke, Krebspatienten, Personen nach einer Organspende, etc.)
    • Eine geimpfte Person kann die Krankheit nicht mehr übertragen

Impfarten

Aktivimpfung: Das eigene Immunsystem bildet Antikörper

  • Lebendimpfstoff: Ein lebender, aber abgeschwächter Erreger wird verabreicht
    • Die Impfung ist sehr effektiv
    • Die Komplikationsrate ist höher
    • Schwangere dürfen nicht geimpft werden
  • Totimpfstoff: Tote Erreger oder einzelne Teile davon werden verabreicht
    • Die Impfung ist etwas weniger effektiv als Lebendimpfstoffe
    • Die Komplikationsrate ist sehr gering
    • Schwangere dürfen geimpft werden

Passivimpfung: Bereits bestehende Antikörper werden ins Blut gespritzt

  • Der Schutz ist sofort vorhanden
  • Nur vorübergehend, der Körper baut die fremden Antikörper wieder ab

Schweizerischer Impfplan

Basisimpfungen empfohlen

Ergänzende Impfungen

Was kann ich selbst tun?

  • Regelmässige Kontrolle im Impfbüchlein, ob Auffrisch-Impfungen (Booster) nötig sind
    • Das Büchlein kann auch dem Arzt zur Durchsicht abgegeben werden

Wann zum Arzt?

Weitere Informationen

Bundesamt für Gesundheit (BAG)
www.bag.admin.ch

Informationsplattform für Impffragen
www.infovac.ch

Synonyme

Impfungen, Impfung, Immunisierung, Vaccination

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Haftungsausschluss

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