Rauchstopp

Rauchen schadet einerseits dem eigenen Körper und andererseits durch Passivrauchen auch Personen in unmittelbarer Nähe.

Überblick

Rauchen schadet einerseits dem eigenen Körper und andererseits durch Passivrauchen auch Personen in unmittelbarer Nähe. Die Schadstoffe führen häufig zu Lungenbeschwerden wie chronischem Husten und das Lungenkrebsrisiko ist langfristig erhöht. Ein Rauchstopp lohnt sich in jedem Alter, es existieren verschiedene Nikotinentwöhnungsmethoden.

Symptome

Mögliche Beschwerden bei Tabakkonsum

  • Chronische Bronchitis (Raucherhusten)
  • Verminderte Leistung im Sport
  • Herz-Kreislaufprobleme (Herzinfarkt, Schlaganfall, etc.)
  • Schwangere Frauen: Schädigung des ungeborenen Kindes
  • COPD, Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (Husten mit Auswurf, Atemnot, im Endstadium wird oft dauerhaft Sauerstoff benötigt)
  • Heiserkeit (mögliches Zeichen von Kehlkopfkrebs)
  • Bluthusten (mögliches Zeichen von Lungenkrebs)

Mögliche Beschwerden bei Rauchstopp

  • Starkes Rauchverlangen
  • Gereiztheit, Unruhe, depressive Gefühle
  • Müdigkeit, Schlaflosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Gesteigerter Appetit, Gewichtszunahme

Ursache und Behandlung

Rauchen und seine möglichen Auswirkungen

Jede Zigarette ist schädlich, auch beim Passivrauchen. Die Wirkungen sind bei jedem Menschen unterschiedlich. Wie lange jemand bereits raucht und die Menge an Zigaretten spielen ebenfalls eine Rolle. Ca. 4000 Stoffe reizen die Atemwege, ca. 90 davon sind krebserregend. Folgen des Rauchens sind:

  • Abhängigkeit, Sucht
  • Vermehrt Erkältungen (Atemwege sind angegriffen)
  • Verminderte körperliche Leistungsfähigkeit (Sauerstoff kann in den Lungen schlechter aufgenommen werden, v.a. wegen Kohlenmonoxid)
  • Herz-Kreislaufprobleme (Rauchen fördert die Arterienverkalkung, Folgen sind z.B. Herzinfarkt oder Schlaganfall)
  • Langjährige Arterienverkalkung in den Beinen kann sogar zum Absterben von Gewebe führen
  • Verfärbte Zähne, langsamer Verlust von Zahnfleisch (Parodontitis)
  • Schnellere Hautalterung (Haut wird schlechter durchblutet)
  • Verminderter Appetit
  • Verminderter Geruchssinn (damit schmeckt auch das Essen automatisch fader)
  • Wundheilungsstörungen (Haut wird schlechter durchblutet)
  • Entwicklung einer COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung)
  • Vermehrt Magen- und Darmgeschwüre
  • Erektionsstörungen
  • Thrombosen (Blutgerinnselbildung, meist in den Beinen), Embolie (Gerinnsel hat sich abgelöst)
  • Erhöhtes Risiko für Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen: Lunge, Speiseröhre, Nieren, Bauchspeicheldrüsen, Blase, Kehlkopf, etc.

Weiterer Verlauf in der Arztpraxis / im Spital

Mögliche Untersuchungen
  • Prüfen der Lungenleistung beim Arzt (Lungenfunktion «Lufu»)
  • Prüfen des Herz-Kreislauf-Systems (z.B. EKG, Herzultraschall)
Mögliche Therapien
  • Kognitive Verhaltenstherapie (in Gruppen oder einzeln beim Arzt)
  • Nikotinersatz (Pflaster, Medikamente, Kaugummis)
  • Akkupunktur
  • Hypnose

«Meilensteine» nach dem Rauchstopp

  • Nach 20 Minuten: Herzfrequenz normalisiert sich
  • Nach 12 Stunden: Kohlenmonoxid im Blut sinkt auf ein normales Niveau
  • Nach 2 – 3 Wochen: Herzinfarktrisiko sinkt, Lungenfunktion normalisiert sich
  • Nach 1 – 9 Monaten: Raucherhusten und Atemnot nehmen ab
  • Nach 1 Jahr: Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten halbiert sich
  • Nach 5 – 15 Jahren: Risiko für Hirnschlag gleich hoch wie bei Nicht-Rauchern

Was kann ich selbst tun?

Tipps zum erfolgreichen Rauchstopp

  • Gründe für einen Rauchstopp aufschreiben
  • Datum für den Stopp definieren, bewusst «die letzte Zigarette» rauchen
  • Sich über verschiedene Rauchstoppmethoden informieren und eine auswählen
  • Umfeld um Unterstützung bitten
  • Zu zweit ist es einfacher: falls möglich eine weitere Person für den Rauchstopp finden, um sich gegenseitig zu motivieren
  • Sämtliche Rauchutensilien aus dem privaten Umfeld entfernen (Aschenbecher, Feueranzünder, alte Zigarettenschachteln, etc.)
  • Orte meiden, an denen viel geraucht wird
  • Versuchen eine Alternative für das Rauchen zu finden, z.B. ein Stück Schokolade oder spazieren
  • Kleine Belohnungen für Etappenziele planen (z.B. eine Massage nach der ersten Woche)
  • Viel Bewegung und gesunde Ernährung

Jetzt persönliche Vorsorgeempfehlung erhalten.

Wann zum Arzt?

  • Zur Hilfe beim Rauchstopp
  • Bei chronischem Husten
  • Bei Bluthusten
  • Bei ungewolltem Gewichtsverlust
  • Bei zunehmender Atemnot

Weitere Informationen

Lungenliga Schweiz
www.lungenliga.ch

Stop-Tabak
www.stop-tabak.ch

Synonyme

Rauchstopp, Rauchen, Nikotinabusus, Raucherentwöhnung, Tabakabhängigkeit, Tabakkonsum, Nikotin, Zigarette

Krankenkassen-Prämien auf einen Blick

Prämie berechnen

Haftungsausschluss

Die CSS übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben. Die publizierten Angaben ersetzen in keinem Fall den fachkundigen Rat von Arzt und Apotheker.

CSS Versicherung – Ihr Gesundheitspartner

Gesund sein, gesund werden, mit einer Krankheit besser leben: Wir begleiten Sie in allen Lebenslagen – als Ihr Gesundheitspartner. 

Gut beraten