Nationales Forschungsprogramm zur Bestimmung der SARS-CoV-2-Immunität lanciert

23. April 2020 | Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat heute die Unterstützung eines schweizweiten Forschungsprogramms zur Erhebung von epidemiologischen Daten zur SARS-CoV-2-Immunität bekanntgegeben. Es ist ausgerichtet auf mindestens sechs Monate und erhebt den Anteil der Personen mit Antikörpern gegen das neue Coronavirus in der Schweizer Bevölkerung. «Corona Immunitas» ist eine Initiative der Swiss School of Public Health SSPH+, zu der 12 Hochschulen zählen. Es liefert verlässliche Daten zur Anzahl der Personen mit SARS-CoV-2-Antikörpern in einzelnen Regionen und in spezifischen Bevölkerungsgruppen sowie zum Ausmass und Dauer der SARS-CoV-2-Immunität.

Nationale und kantonale Behörden erhalten mit Corona Immunitas epidemiologische Entscheidungsgrundlagen für das Festlegen von verhältnismässigen Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung und zur Öffnung und Reaktivierung der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens. Im Weiteren liefert das Forschungsprogramm wichtige Erkenntnisse zur Planung von Kapazitäten und Ressourcen im Gesundheitswesen, zur Früherkennung von allenfalls notwendigen Schutzmassnahmen und es unterstützt die Planung einer nationalen Impfstrategie.

Frau mit Maske und Handschuhe im Labor

Im Rahmen des Forschungsprogramms werden schweizweit Personen befragt und SARS-CoV-2-Antikörper-Bluttests durchgeführt. Die repräsentativen Daten geben Aufschluss zur Anzahl der Personen, die über Antikörper gegen das neue Coronavirus verfügen und ob man sich trotz Antikörpern erneut anstecken kann.

Die SSPH+ kann sich auf wissenschaftliche Expertise, eingespielte Abläufe sowie erfahrene Netzwerkpartner in allen Sprachregionen und Kantonen stützen und so eine schnelle und effiziente Durchführung des Forschungsprogramms garantieren. Die SSPH+ koordiniert das Vorgehen zentral in enger Abstimmung mit Bund, Kantonen und den beteiligten Universitäten und Fachhochschulen. Einzelne SSPH+ Hochschulen führen zusätzliche Erhebungen durch, zum Beispiel bei besonders ansteckungsgefährdeten Berufs- oder gesundheitsgefährdeten Bevölkerungsgruppen.

Corona Immunitas wird als Public Private Partnership unterstützt von der öffentlichen Hand, von Unternehmen aus der Privatwirtschaft und von Privatpersonen. Von erster Stunde an mit dabei ist die CSS Gruppe.

Die Geldgeber haben keinen Einfluss auf das Forschungsprogramm. Die Unabhängigkeit ist garantiert.


Kontakt für Medienfragen:

Bettina Maeschli
media@corona-immunitas.ch
+41 77 503 09 33

www.corona-immunitas.ch

Swiss School of Public Health
Hirschengraben 82
CH-8001 Zürich

Über SSPH+

Die Stiftung Swiss School of Public Health (SSPH+) bündelt das an 12 Schweizer Hochschulen (Basel, Bern, Freiburg, Genf, Lausanne, Luzern, Neuenburg, Svizzera italiana, Zürich, BFH, SUPSI und ZHAW) vorhandene akademische Fachwissen im Bereich der Gesundheitswissenschaften. Die SSPH+ prägt Public Health als ein wissenschaftliches und professionelles Gebiet, das von einer breiten Palette von Disziplinen getragen wird. In einem kleinen Land wie der Schweiz verfügt keine einzelne Institution über die kritische Masse, um alle für die öffentliche Gesundheit relevanten Bereiche abzudecken. Die «virtuelle inter-universitäre Fakultät» bietet eine vielversprechende Basis, um die Gesundheitswissenschaften zu stärken, indem sie über 250 Professorinnen und Professoren der Gesundheitswissenschaften aus der ganzen Schweiz zusammenführt. Die SSPH+ initiiert und unterstützt eine Reihe von universitätsübergreifenden akademischen Aktivitäten, die von keiner einzelnen Hochschule unterstützt würden. www.ssphplus.ch