CSS rückt die patientenori­en­tierte Versorgung in den Fokus und investiert ins Start-up «Heartbeat Medical»

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Die CSS will die Qualität einer Behandlung präziser definieren und messen. Deshalb investiert der grösste Grundversicherer ins Unternehmen Heartbeat Medical, einem führenden Anbieter patientenspezifischer Auswertungen von Therapieerfolgen. Qualität soll auch in den Verträgen mit Spitälern stärker berücksichtigt und honoriert werden.

Die CSS engagiert sich für eine qualitativ hochstehende und kosteneffiziente Gesundheitsversorgung. Deshalb investiert der grösste Grundversicherer seit eineinhalb Jahren in digitale Start-ups. Die CSS hat sich mittlerweile an vier Unternehmen beteiligt und investiert nun in Heartbeat Medical. Das Start-up betreibt eine Plattform, die automatisierte Patientenbefragungen mit klinischen Daten verknüpft. Therapieerfolge werden messbar und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten rückt in den Fokus der Entscheidungsfindung und Behandlung.

Daten als Entscheidungsgrundlage

Die patientenzentrierten Befragungen von Heartbeat Medical beruhen auf der Systematik der so genannten «Patient-Reported Outcome Measures» (PROMs). PROMs messen, wie eine Patientin oder ein Patient den eigenen Gesundheitszustand einschätzt und zeigen zugleich die Wirkung einer Behandlung auf. Mittels standardisierter Fragebögen werden vor und nach einem Eingriff Angaben zu Lebensqualität, Symptomen oder Behand­lungseffekten digital erfasst. Medizinische Fachpersonen dokumentieren zusätzliche Informationen aus der Anamnese und ergänzen sie mit weiteren klinischen Daten. Damit wird der von Patienten wahrgenommene Gesundheitszustand während oder nach einer Behandlung vergleich- und messbar. Auf dieser datenbasierten Grundlage definieren die medizinischen Fachpersonen anschliessend gemeinsam mit den Patienten den weiteren Behandlungspfad. Bereits über 30 Schweizer Spitäler – unter anderem das Inselspital Bern – setzen auf die als Medizinprodukt registrierte Plattform von Heartbeat Medical.

Für eine qualitätsorientierte Vergütung

Der datenbasierte Behandlungspfad sorgt nicht nur für messbare Ergebnisse und mehr Lebensqualität für Patientinnen und Patienten. Die verbesserte Versorgungsqualität kann sich auch dämpfend auf die Gesundheitskosten auswirken. Die CSS will zudem die Qualität mehr ins Zentrum der Behandlung stellen und Anreize für deren Vergütung schaffen. Mit verschiedenen Initiativen arbeitet der grösste Grundversicherer auf das Ziel qualitativer Vergütungssysteme hin. Hierzu zählen nebst den PROMs auch der Ansatz der Werte orientierten Gesundheitsversorgung (Value Based Health Care) oder das Pilotprojekt «Patient Empowerment Initiative»: Die CSS, SWICA, PwC, das Universitätsspital Basel und Kantonsspital Winterthur entwickeln ein Tarifsystem, das auf der Behandlungsqualität und dem Patientennutzen basiert. Die Anreize sind so gesetzt, dass die Spitäler für steigende Zufriedenheit und eine sinkende Anzahl Eingriffe honoriert werden.


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