Für einen guten Ge­ne­rationen-Mix

10.jpg 10.jpg

Babyboomer, X, Y und Z: Menschen aus 4 verschiedenen Generationen arbeiten in der CSS zusammen. Sie tragen mit ihren Wertvorstellungen und Kompetenzen zur personellen Vielfalt bei.

Generationen mischen

Gerade mal 15 Jahre alt ist die jüngste CSS-Mitarbeiterin, 68 Jahre der älteste Mitarbeitende. Ganze 53 Lebens- und Berufsjahre und zwei Generationen liegen dazwischen. «Für die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen kommt es neben der Arbeitsfähigkeit auf das Engagement der Mitarbeitenden jeden Alters an», erläutert Dr. Prof. Martin Klaffke, Herausgeber des Fachbuchs Generationen Management und Generationenforscher. Generationen Management steigert die Arbeitgeberattraktivität und nutzt das Potenzial altersgemischter Belegschaften zum Vorteil von Beschäftigten und Unternehmen, so der Experte. Ein ausgewogener Generationenmix ist auch im Hinblick auf die demografische Entwicklung und den Fachkräftemangel erstrebenswert.

Natürlich ist das Alter allein nicht für die Vielfalt massgebend. Auch Geschlecht, Nationalität, Sprache, Religion, Denkhaltung und Gesundheit sind ein wesentlicher Aspekt für die personelle Vielfalt
Simona Götz, HR Beraterin der CSS

Miteinander der Generationen

Auch die CSS erachtet es als wichtig, alle Generationen mit ihrem Potenzial in der Arbeitswelt zu integrieren. Vor rund 2 Jahren wurde das Projekt Diversität & Inklusion lanciert. «Mit dem Projekt wollen wir die personelle Vielfalt in der CSS stärken und für den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolg der CSS nutzen», erklärt HR-Leiter Daniel Zimmermann. 2021 steht das Thema Generationmanagement im Fokus. Barbara Schär-Danz und Simona Götz treiben das Projekt voran: «Das Miteinander der Generationen steht für uns aktuell im Zentrum. Mit verschiedenen Massnahmen starten wir die Sensibilisierung und Etablierung des Generationenthemas.» Die Arbeit der beiden HR-Beraterinnen basiert unter anderem auf dem Forschungsprojekt «late career» der Fachhochschule Nordwestschweiz und der Universität St. Gallen, an dem auch die CSS teilgenommen hat.

Vielfalt in jeglicher Hinsicht

Wie das Forschungsprojekt zeigt, sind die CSS-Mitarbeitenden im Schnitt jünger als in anderen Versicherungen. Insbesondere der Anteil der über 50-jährigen Männer ist mit 20% deutlich tiefer als der Branchenschnitt (31%). «Natürlich ist das Alter allein nicht für die Vielfalt massgebend. Auch Geschlecht, Nationalität, Sprache, Religion, Denkhaltung und Gesundheit sind ein wesentlicher Aspekt für die personelle Vielfalt», erklärt Simona Götz. Und doch ist das Alter interessant, denn der berufliche Werdegang, die (Aus-)Bildung und der Familienstand sind eng damit verknüpft. Eine Babyboomerin mit Jahrgang 1960 befindet sich zweifelslos in einer anderen Lebensphase als ein Millenial aus Generation Y, der die Ausbildung erst vor 2, 3 Jahren abgeschlossen hat. «Entscheidend ist, dass sich alle Generationen mit ihren Wertvorstellungen, ihren Erfahrungen und ihrem Wissen im Unternehmen einbringen», betont Barbara Schär-Danz.

Aktiver Wissenstranfer

Aus dem Forschungsprojekt haben Barbara und Simona verschiedene Handlungsfelder für die CSS abgeleitet. Besonders wichtig ist der Wissenstransfer. Bereits im Rekrutierungsprozess berät und sensibilisiert das Sourcing-Team die Vorgesetzten, um altersdurchmischte Teams zu fördern. Auch in Projektteams ist ein Generationenmix für einen aktiven Wissenstransfer sehr wertvoll. Um das Wissen der Jüngeren und Älteren künftig im Arbeitsalltag noch besser zu vernetzen und so das generationenübergreifende Denken und Zusammenarbeiten zu stärken, sind weitere Massnahmen angedacht.

Ich glaube fest daran, dass Diversität für ein Unternehmen ein Erfolgsfaktor darstellt. Diese Überzeugung leben wir bei der CSS. So haben wir beispielsweise die Rahmenbedingungen verbessert, um eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Doch wir sind noch nicht am Ziel und wollen weiter investieren, um die Diversität innerhalb der CSS zu fördern.
Philomena Colatrella, CEO der CSS

Wo stehe ich beruflich?

Ein wichtiger Aspekt ist die generationengerechte Personalentwicklung. Fragen wie «Wo stehe ich beruflich? Bin ich genügend gefordert oder vielleicht überfordert? Wie könnte sich meine berufliche Zukunft entwickeln?» sollen bei Jahresgesprächen aufgenommen werden. Sie helfen die Bereitschaft für Veränderung zu thematisieren. Zudem unterstützen die Fragen bei einer ersten Standortbestimmung hinsichtlich Arbeitsmarktfähigkeit. «Bin ich für die heutigen Anforderungen an meine Arbeitsstelle genügend ausgebildet? Sind mein Know-how und meine Erfahrungen morgen immer noch gefragt? Wie kann ich meinen Wert im Arbeitsmarkt aufrechterhalten?» Fragen, an die auch das Seminar 50+ anknüpft. Weiter ist ein Webinar zur Arbeitsmarktfähigkeit in Planung.

Unterschiedliche Perspektiven bereichern

Mit diesen und weiteren künftigen Massnahmen fördert die CSS die Zusammenarbeit über alle Generationen und nutzt die Vorteile des Generationenmixes. Für das Projektteam ist klar: «Wir sind vom Reichtum der unterschiedlichen Perspektiven überzeugt und möchten mit der Perspektivenvielfalt der Generationen die Zukunft gemeinsam gestalten. Egal ob Generationenmanagement oder das Gesamtprojekt Diversität & Inklusion, wichtig ist, dass all die Themen unsere gelebte Kultur zeigen – und die Kultur sind wir!»