CSS Health Lab Team

CSS Health Lab forscht zu digitalen Lösungen

Im CSS Health Lab forschen wir seit 2015 gemeinsam mit der ETH Zürich und der Universität St. Gallen an digitalen Technologien im Gesundheitsbereich. Wir untersuchen dabei das Potenzial von innovativen Therapien und neuen Lösungen, um Menschen mit chronischen Krankheiten zu unterstützen.

Forschung am Puls der Zeit

Kann eine Smartwatch das Risiko für eine chronische Krankheit erkennen, noch bevor diese diagnostiziert wird? Pflegen Menschen einen gesünderen Lebensstil, wenn sie dafür belohnt werden? Solchen Fragen stellen sich Doktorierende aus den Bereichen Wirtschaft, Psychologie und Informatik am CSS Health Lab. Das CSS Health Lab ist Teil des Center for Digital Health Interventions und ist eine Kooperation der CSS mit der ETH Zürich und der Universität St. Gallen zum Thema Digital Health. 

Von der Idee zur Innovation

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen das Potenzial von innovativen und digitalen Lösungen und Technologien – und wie diese ihren Weg in die Schweizer Gesundheitsversorgung finden. Ihre Forschung soll dazu beitragen, dass Betroffene einen besseren Umgang mit chronischen Krankheiten finden. Die CSS unterstreicht mit dem Forschungsinstitut ihr Engagement für ein zukunftsfähiges und innovatives Gesundheitssystem und nimmt dabei eine führende Rolle ein.

Dr. Jan-Niklas Kramer, CSS Health Lab
Wir sind gut mit Partnern in Wissenschaft, Medizin und Technologie vernetzt und haben viel Wissen aufgebaut. Das ist unsere grosse Stärke.
Dr. Jan-Niklas Kramer, Leiter CSS Health Lab und Innovation Manager der CSS

Das CSS Health Lab vereint

Das CSS Health Lab arbeitet in mehrjährigen Studien und Projekten eng mit Patientinnen und Patienten, Leistungserbringern sowie Technologieunternehmen zusammen. In der aktuellen vierjährigen Forschungsperiode sind digitale Biomarker ein zentrales Thema. Digitale Biomarker sind Messdaten, die etwa ein Smartphone oder ein Fitness-Tracker aufzeichnen. Sie können beispielsweise dabei helfen, frühe Anzeichen einer Krankheit zu erkennen. Oder sie registrieren eine Verhaltensänderung, die sich auf das Risiko oder den Verlauf einer Krankheit auswirken kann. 

CSS Health Lab Team
Das Team des CSS Health Labs (v.l.n.r.): Mia Jovanova, Wasu Mekniran, Magdalena Fuchs, Jo (Qiuhan) Jin, Odile Florence-Giger, Victoria Brügger

Weitere aktuelle Forschungsthemen

In der Beobachtungsstudie Glow Up untersucht das CSS Health Lab, ob Daten von Smartphones und Fitness-Trackern helfen können, ein erhöhtes Risiko für Diabetes frühzeitig zu erkennen und besser vorzubeugen.

Mit Smartphone-Aufnahmen von Mahlzeiten kann KI analysieren, wie gesund wir uns ernähren. Das CSS Health Lab beleuchtet, wie sich daraus präventive Lösungen ergeben könnten. Auch hier liegt der Fokus darauf, dabei ein Diabetesrisiko abzuschätzen.

Die CSS belohnt und unterstützt einen gesunden Lebensstil ihrer Versicherten unter anderem mit dem Gesundheitsprogramm active365. Das CSS Health Lab analysiert, ob solche Anreize und Initiativen zu einer anhaltenden Verhaltensänderung führen und so dazu beitragen können, Gesundheitskosten zu sparen.

In einer grossen Interviewstudie untersucht das CSS Health Lab, wie neue Vergütungsmodelle in der Schweiz erfolgreich sein können, die sich am erzielten Nutzen für Patientinnen und Patienten statt an der Menge der erbrachten Leistungen orientieren. 

Dr. Mia Jovanova, CSS Health Lab
Chronische Krankheiten bleiben oft unentdeckt – und sind vermeidbar. Wir sind begeistert vom Potenzial digitaler Technologien, Risiken früher zu erkennen und eine wirksamere Prävention zu ermöglichen.
Dr. Mia Jovanova, wissenschaftliche Leiterin am CSS Health Lab

Erfolgreicher Transfer in den Markt

Das CSS Health Lab schafft Wissen und vernetzt die Forschung mit verschiedenen Akteuren aus dem Gesundheitswesen. Forschen heisst auch, hartnäckig und geduldig zu bleiben. Damit es uns gelingt, Projekte erfolgreich in den Markt zu übertragen.

Folgende Projekte stehen stellvertretend dafür:

Eines unserer Forschungsprojekte konnte aufzeigen, dass sich dank nächtlichen Hustengeräuschen, die das Smartphone aufzeichnet und die eine App auswertet, drei Viertel der Asthmaanfälle vorhersagen lassen. Aus dem daraus erarbeiteten Sensor und dessen Technologie entstand schliesslich das Start-up Resmonics. Das Zürcher Unternehmen nutzt seine Lösung heute in Spitälern. Das Warnsystem analysiert die akustischen Signale in den Innenräumen und hilft so, die Infektionsraten beim Personal und bei den Patientinnen und Patienten zu senken.

CSS-Versicherte profitieren heute von Manoa, einem Online-Training bei Bluthochdruck. Per App können Menschen, die an Bluthochdruck leiden oder ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben, ihre Blutdruckwerte mit ihrem Smartphone messen und dokumentieren. Die Forschung dazu nahm seinen Ursprung am Centre for Digital Health Interventions. Doktorierende des CSS Health Lab haben die Technologie mitentwickelt, die zur Gründung des Start-ups Pathmate Technologies führte.