Arzt untersucht Herztöne einer Patientin.

Check-up: Risiken erkennen

Check-ups sind beliebt. Aber nicht jedes Angebot passt zu jeder Person. Alter, Lebensstil, familiäre Vorbelastungen und persönliche Ziele sind unterschiedlich. Deshalb gibt es verschiedene Check-up-Angebote.

Überlegungen vor einem Check-up

Klären Sie diese 3 Punkte, bevor Sie einen Check-up buchen:

  • Was möchten Sie erreichen? Möchten Sie Krankheiten vorbeugen, Risiken erkennen oder Ihre Gesundheit stärken?
  • Was beinhaltet der Check-up? Informieren Sie sich über die Untersuchungen, die Qualität und die Kosten.
  • Ist der Check-up für Sie sinnvoll? Lassen Sie sich beraten – zum Beispiel durch Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt.

Was kann ein Check-up bewirken?

Bevor Sie sich für einen Check-up entscheiden, lohnt es sich zu überlegen, was Sie damit erreichen möchten. Ein Check-up kann Ihnen helfen:

  • Krankheiten zu verhindern oder zu verzögern, zum Beispiel durch Impfungen oder Lebensstilberatung.
  • Krankheiten früh zu erkennen, wenn sie noch gut behandelbar sind.
  • Ihr persönliches Gesundheitsrisiko besser einzuschätzen.
  • Konkrete Schritte zur Stärkung Ihrer Gesundheit zu planen, zum Beispiel mehr Bewegung, einen Rauchstopp oder weniger Stress.

Welcher Check-up passt zu Ihnen?

Die Wahl des passenden Check-ups hängt immer auch von Ihrer persönlichen Situation ab:

  • Ihr Alter
  • Geschlecht: zum Beispiel individuelle Männer- und Frauenthemen
  • Ihr Lebensstil: zum Beispiel Rauchen, Bewegung, Ernährung, Schlaf, Stress
  • Familiäre Risiken: wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs
  • Persönliche Risiken: wie Übergewicht oder berufliche Belastungen
  • Ihre psychische Gesundheit: zum Beispiel Stress, Ängste, depressive Verstimmungen

Unser Tipp: Besprechen Sie sich mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt oder einer medizinischen Fachperson. Ihre Hausarzt-Praxis kennt Ihre Gesundheitsgeschichte und kann Sie persönlich beraten.

Welche Check-ups gibt es?

Es gibt viele verschiedene Check-ups. Dazu gehören zum Beispiel:

Allgemeine Gesundheit

Körperliche Untersuchung mit Blutbild, BMI und mehr

Herz-Kreislauf

Blutdruck, Blutzucker, Cholesterin

Augen und Ohren

Hörtest, Sehschärfe, Augeninnendruck

Krebsvorsorge

Darmspiegelung oder Blut-im-Stuhl-Test sowie Brustkrebsvorsorge

Kosten und Versicherungsdeckung

So unterstützt Sie die CSS:

  • Kostenbeteiligung: Je nach Zusatzversicherung übernimmt die CSS bis zu 50% der Kosten, maximal CHF 1'000 alle 2 Jahre.
  • Freie Wahl: Für einen Check-up können Sie alle Leistungserbringer gemäss Krankenversicherungsgesetz wählen (Ärztinnen und Ärzte, Spitäler etc.) sowie spezialisierte Check-up-Anbieter gemäss der Liste unter «Downloads».

Deckung aus der Zusatzversicherung

Zusatzversicherungen können weitere Check-up-Leistungen übernehmen, die von der Grundversicherung nicht oder nur teilweise gedeckt sind. Umfang und Bedingungen sind je nach Zusatzversicherung unterschiedlich.

Mit folgenden Zusatzversicherungen beteiligt sich die CSS an den Kosten:

Vergleichstabelle der unterschiedlichen Versicherungsprodukte der Spitalversicherung myFlex und der CSS-Standardversicherung, sowie CSS-Standardversicherung plus für den Anspruch auf den Check-up.
Zusatzversicherung Kostenbeteiligung an Check-ups
Spitalversicherung myFlex Economy 50%, max. CHF 300 alle 2 Kalenderjahre
Spitalversicherung myFlex Premium 50%, max. CHF 1'000 alle 2 Kalenderjahre
Spitalversicherung myFlex Balance 50%, max. CHF 500 alle 2 Kalenderjahre
Präventionsversicherung Livo 50%, max. CHF 500 alle 2 Kalenderjahre
CSS-Standardversicherung 50%, max. CHF 500 alle 2 Kalenderjahre
CSS-Standardversicherung plus
50%, max. CHF 500 alle 2 Kalenderjahre

Deckung aus der Grundversicherung

Die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernimmt bestimmte Vorsorgeleistungen, zum Beispiel:

  • empfohlene Impfungen, etwa gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Hepatitis B, Tuberkulose und weitere Krankheiten.
  • Mammografie, Darmspiegelung oder Blut-im-Stuhl-Test ab einem bestimmten Alter
  • weitere gesetzlich definierte Vorsorgeuntersuchungen

Wichtig:

Achten Sie darauf, dass die Belege mit dem Behandlungsgrund «Prävention» eingereicht werden. Nur so können wir uns an den Kosten beteiligen.

Tipps für Ihren Check-up:

  • Klären Sie, weshalb Sie einen Check-up machen möchten – am besten mit Ihrem Hausarzt.
  • Informieren Sie sich vorab über die Kostenübernahme bei Ihrer Versicherung.
  • Wählen Sie ein passendes Check-up-Angebot bei einem seriösen Anbieter.

Häufige Fragen

Ein Check-up richtet sich an Menschen ohne akute Beschwerden. Besonders sinnvoll kann er sein:

  • bei bekannten Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht oder Bluthochdruck
  • bei familiären Vorbelastungen für bestimmte Erkrankungen
  • ab einem gewissen Alter, wenn Vorsorgeuntersuchungen empfohlen werden

Für einen Check-up können Sie alle Leistungserbringer gemäss Kranken­versicherungsgesetz wählen (Ärztinnen und Ärzte, Spitäler etc.) oder spezialisierte Check-up-Anbieter. Einzelne Tests und Untersuchungen können Sie direkt in Ihrer Hausarzt-Praxis durchführen lassen.

Weitere spezialisierte Check-up-Anbieter finden Sie in der Liste unter «Downloads».

  • Informationen zu Preisen und Umfang des Check-up-Anbieter erhalten Sie direkt beim Anbieter (Website oder auf Anfrage).
  • Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt berät Sie medizinisch und geht auf Ihre persönlichen Fragen ein.
  • Prüfen Sie die Kostenübernahme in Ihrer myCSS-App oder wenden Sie sich an das Kundenservice-Center der CSS.

Eine pauschale Empfehlung für einen Check-up gibt es nicht. Empfohlen wird ein Check-up je nach Alter, Lebensstil und Risikofaktoren. Alle 2 Kalenderjahre profitieren Versicherte von einer Kostenbeteiligung.

Check-ups sind eine Momentaufnahme und ersetzen keinen gesunden Lebensstil. Nicht alle Krankheiten können durch einen Check-up erkannt werden.

Mann steht mit Smartphone am Ohr am Frühstückstisch.
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