Gesundheitsförderung mit sanften Interventionen
Insgesamt zeigt die CSS Gesundheitsstudie, dass die Schweizer Bevölkerung sich mit ihrer Gesundheit beschäftigt. 44% der Befragten geben an, regelmässig zu Vorsorgeuntersuchungen zu gehen, während 30% dies nie tun. Die ältere Bevölkerung hält die bestehenden gesundheitsfördernden Massnahmen für ausreichend, während die jüngere Generation sich mehr Unterstützung wünscht. Vorsorgeuntersuchungen werden als wesentlicher Bestandteil der Gesundheitsprävention erachtet. Sie haben langfristig das Potenzial, das Gesundheitswesen zu entlasten. Auf die Frage, wer bezüglich Prävention in der Verantwortung steht, nennen 68% der Befragten das Individuum, nebst der Politik (37%), den Krankenversicherern (31%) und den Ärztinnen und Ärzten (30%). Generell bevorzugen die Befragten in der Gesundheitsprävention eher sanfte Interventionen, beispielsweise finanzielle Anreize für Bonusprogramme, als Verbote und Verpflichtungen.
Die Digitalisierung im Gesundheitswesen wird von einer Mehrheit als Schlüssel gesehen, um das Gesundheitswesen zu modernisieren. Mit 57% ist eine Mehrheit der Befragten bereit, ihre Daten zu teilen. Unterschiede ergeben sich vor allem nach Alter: Dreiviertel der über 65-Jährigen würden ihre Gesundheitsdaten freigeben, während die jüngere Altersgruppe (18 bis 35) mit 52%, zurückhaltender ist. Die grösste Sorge aller Befragten ist mit 70% der Missbrauch von Gesundheitsdaten durch Dritte. Ob das volle Potenzial der Digitalisierung im Gesundheitswesen ausgeschöpft werden kann, hängt daher massgeblich davon ab, ob der Balanceakt zwischen Fortschritt und Sicherheit gelingt – indem das Vertrauen durch klare, sichere und transparente Rahmenbedingungen gestärkt wird.