Innovationen stossen auf widersprüchliche Haltungen
Nebst den Fragen zum Gesundheitszustand nimmt die CSS Gesundheitsstudie auch gesellschaftliche Entwicklungen und Trends unter die Lupe – diesmal die Haltung der Bevölkerung zu GLP1-Agonisten (Abnehmspritzen), zur Langlebigkeits-Forschung (Longevity) und zur Künstlichen Intelligenz (KI) im Gesundheitsbereich. 20% nutzen bereits KI-Chatbots für Selbstdiagnosen, unter den jungen Erwachsenen sogar jede dritte Person (33%). Dennoch vertrauen nur wenige einer Krankheitsdiagnose durch eine KI (18%). Lassen sich Ärztinnen und Ärzte bei einer Diagnose von KI unterstützen, nimmt bei vielen das Vertrauen in die ärztliche Einschätzung sogar ab. Mit anderen Worten: Während einige Menschen KI bereits nutzen, um sich über ihre Krankheitssymptome zu informieren, überwiegt bei der Mehrheit jedoch die Skepsis, wenn es um konkrete Entscheidungen rund um ihre Gesundheit geht.
Bei den Abnehmspritzen können sich 15% der Bevölkerung vorstellen, diese anzuwenden oder haben dies bereits getan. 64% der Befragten sind zudem der Ansicht, dass ausschliesslich Menschen mit Adipositas Zugang zu diesem Medikament haben sollten – insbesondere jene, bei denen andere Versuche zur Gewichtsreduktion bisher erfolglos geblieben sind.