Blindflug aufgrund fehlender Daten
Um zu prüfen, ob diesen gestiegenen Gesundheitskosten auch ein entsprechender Mehrwert gegenübersteht, müssen die Datengrundlagen deutlich verbessert werden – so das Fazit der Studienautoren. «Heute sind die Gesundheitsdaten fraktioniert und unstandardisiert vorhanden. Ambulante Diagnosen, Therapieerfolg und Qualität werden beispielsweise gar nicht erfasst», stellt Christian Schmid, Leiter des CSS Instituts fest. «Wir leisten uns ein teures Gesundheitssystem. Über seine Performanz wissen wir aber erstaunlich wenig. So können wir nicht mit Gewissheit sagen und messen, wie sehr neue Technologien nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Kosten erhöhen», bilanziert Philomena Colatrella, CEO der CSS. Anhand solcher Daten könnte man das Schweizer Gesundheitswesen evidenzbasiert weiterentwickeln und sicherstellen, dass Gesundheit auch in Zukunft bezahlbar bleibt.