Prämienüberschuss

Zu hoch angesetzte Prämien oder tiefer ausgefallene Leistungskosten führen zu Prämienüberschüssen. Diese lassen wir in die Reserven einfliessen. So ermöglichen wir unseren Kundinnen und Kunden möglichst moderate und berechenbare Prämienerhöhungen.

Häufige Fragen

Warum kommt es zu Prämienüberschüssen?

Wir setzen die Prämien so an, dass die effektiv zu erwartenden Leistungskosten gedeckt sind. Erwirtschaften wir als Krankenversicherung einen Überschuss, kann dies zwei Gründe haben: Entweder haben wir von unseren Versicherten zu hohe Prämien verlangt oder die Leistungskosten sind tiefer ausgefallen als ursprünglich erwartet bzw. berechnet wurde.

Was passiert mit den überschüssigen Prämien?

In der Grundversicherung müssen positive Jahresergebnisse (Überschüsse) in die Reserven fliessen. Denn das Krankenversicherungsaufsichtsgesetz (Art. 14 KVAG) schreibt den Versicherern vor, Reserven zu bilden, um die Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Mit diesen gesetzlich vorgeschriebenen Reserven lässt sich verhindern, dass die Prämien plötzlich in die Höhe schnellen, etwa wenn eine Pandemie ausbricht und somit negative Jahresergebnisse resultieren könnten.

Warum wird das überschüssige Geld nicht zurückbezahlt?

Wir wollen unseren Kundinnen und Kunden eine möglichst attraktive Prämie anbieten. Deshalb geben wir Überschüsse aus der Grundversicherung in den Folgejahren in Form moderater Prämien an die Kunden weiter. Während die Branche per Januar 2021 eine durchschnittliche Prämienerhöhung von 0,5% vornahm, konnte die CSS Gruppe die Prämien im Durchschnitt um 0,9% senken. Die Reduktion der Reserven durch knappe Prämienkalkulation ist in unserem Erachten der sinnvollere Weg, da er alle Versicherten von attraktiven Prämien profitieren lässt.

Durch den Verzicht auf die Rückerstattung der Prämien entstehen bei uns weiter keine zusätzlichen Verwaltungskosten. Davon profitieren letztlich unsere Kundinnen und Kunden in Form von moderaten Prämienerhöhungen.

Was sind Reserven?

Reserven sind Rückstellungen für schlechtere Zeiten. Sie stellen sicher, dass wir als Krankenversicherung auch in einer Krisensituation alle Rechnungen bezahlen können. Positive Jahresergebnisse fliessen deshalb ebenfalls in die Reserven ein.

Übrigens: Die Reservenbildung bei Krankenversicherern ist per Gesetz vorgeschrieben sind (Krankenversicherungsaufsichtsgesetz, Art. 14). Sind die Reserven unter den gesetzlichen Vorgaben, müssen die betroffenen Krankenversicherer die Prämien ihrer Versicherten erhöhen.

Die Solvenzquote der Unternehmen der CSS Gruppe liegt aktuell über dem gesetzlichen Minimum aber unter dem Branchendurchschnitt.