Der Future of Health Grant lanciert den ersten Schweizer Praxistest für digitale Gesundheitslösungen

Der Future of Health Grant (FoHG) von CSS und EPFL Innovation Park lanciert mit der «Pilot Factory» ein neues Förderangebot für digitale Gesundheitsinnovationen. Ausgewählte Start-ups erhalten die Möglichkeit, ihre Lösungen künftig direkt im Versorgungsalltag zu erproben und evaluieren zu lassen.

Pionieransatz, um Gesundheitsinnovationen zu messen

In den vergangenen vier Jahren hat der Future of Health Grant (FoHG) insgesamt 50 Start-ups gefördert – in Form von Coachings, Zugang zu einem Netzwerk an Expertinnen und Experten sowie in Form finanzieller Unterstützung. Dabei zeigte sich: Es fehlt oft an objektiven Daten, welche den Mehrwert für Patientinnen und Patienten und Leistungserbringer nachweisen können, und wie sich die Innovation auf die Entwicklung der Gesundheitskosten auswirkt. 

Erst wenn diese Daten vorliegen, haben Spitäler, Versicherer, Kantone und Investoren eine Grundlage, um die marktreife Innovation weiterzuverfolgen – bis hin zu einer breiten Einführung im Gesundheitswesen, so dass sie die Versorgung nachweislich verbessert, sei es über die Aufnahme in den OKP-Leistungskatalog oder als Produkt der Zusatzversicherung. Bisher wurde dies fünf Lösungen zuteil, die es mit der Förderung durch den FoHG zur Marktreife gebracht haben: Ylah, Bewe, Carity, Ocumeda, DeePsy. 

Jetzt wird dieser Prozess mit der Pilot Factory des FoHG gestärkt: In diesem neuen Fördergefäss können ausgewählte Start-ups ihre digitale Gesundheitslösung in einem realen Versorgungsumfeld, zum Beispiel in einem Spital, testen. Zentraler Bestandteil der Pilot Factory ist ein gemeinsames Bewertungsraster. Für die verschiedenen Lösungen werden vergleichbare Kriterien erhoben und in einem Wirkungsscore zusammengefasst.

Damit entsteht erstmals eine systematische Grundlage, um digitale Gesundheitsinnovationen miteinander zu vergleichen. Sie zeigt, welche Lösungen langfristig einen messbaren Mehrwert für Patientinnen und Patienten, Gesundheitsfachpersonen und die Wirtschaftlichkeit der Versorgung schaffen.

Drei Pilotprojekte gehen an den Start

Der FoHG hat nun die ersten drei Pilotprojekte aus ihrem bestehenden Förderprogramm für die Pilot Factory bestimmt, die mit dem Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV) oder im Ensemble Hospitalier de la Côte getestet werden: 

  • BeWe: App, die Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften mit Gaming verbindet, um problematische Essverhalten zu reduzieren und gesündere Gewohnheiten zu fördern. 
  • DigeHealth: Eine digitale Lösung, die Darmgeräusche überwacht, um Störungen der Darmtätigkeit nach einer Operation frühzeitig zu erkennen und Spitalaufenthalte zu kürzen.
  • Bonescreen: Eine KI-basierte Analyse bestehender medizinischer Bildgebung, die Knochenerkrankungen frühzeitig erkennen und die Diagnose verbessern soll. 

Einzelheiten zum Innovationsprogramm «Future of Health Grant» finden Sie unter www.future-of-health.org

Für weitere Informationen

EPFL Innovation Park – in Kürze 

Der EPFL Innovation Park positioniert sich als wichtigster Standort für Innovation und Unternehmertum in der Westschweiz. Er unterstützt bahnbrechende Innovationen und den Technologietransfer aus der EPFL und anderen regionalen akademischen Partnern. Der EPFL lP bietet ein agiles Arbeitsumfeld, das 200 High-Tech-Start-ups, KMUs sowie Forschungs- und Entwicklungszentren von Grossunternehmen mit insgesamt 2’500 Mitarbeitenden beherbergt. Im Laufe der Jahre hat der EPFL IP in Zusammenarbeit mit einer dynamischen Gemeinschaft von Branchenexperten, Investoren, Venture-Capital-Spezialisten und staatlichen Behörden eine Reihe einzigartiger Programme zur Ausbildung, Inkubation und Beschleunigung von Start-ups hervorgebracht. Er bietet auch Workshops im Bereich Ausbildung und Vernetzung für Führungskräfte und Gründer von Start-ups an, um neue Initiativen für Innovation zu entwickeln.

Kontakt EPFL Innovation Park

Mathilde Durvy Mail: zuo@epfl-innovationpark.ch