Schädel-Hirn-Verletzung

Durch eine grobe Krafteinwirkung auf den Kopf kann es zu einer sofortigen Bewusstseinsstörung kommen.

Überblick

Durch eine grobe Krafteinwirkung auf den Kopf kann es zu einer sofortigen Bewusstseinsstörung kommen. Die Situation ist potentiell lebensbedrohlich und erfordert eine baldige ärztliche Beurteilung. Die Gehirnerschütterung gilt als leichteste Form der Schädel-Hirn-Verletzung. Vorbeugend wird bei entsprechendem Risiko das Tragen eines Schutzhelms empfohlen.

Symptome

Hauptsymptome

  • Kopfschmerzen
  • Sofort eintretende Bewusstseinsstörung (Hauptsymptom) verschiedener Tiefengrade
    • Leichte Benommenheit bis Koma (tiefe Bewusstlosigkeit mit Verlust jeder Reaktion)
    • Wenige Minuten (Hirnerschütterung) bis viele Tage (Hirnquetschung)
  • Erinnerungsverlust (Amnesie) für den Unfallhergang

Weitere Symptome

  • Pupillen im Seitenvergleich unterschiedlich
  • Nervenausfälle: Lähmungen und Gefühlsstörungen
  • Blutung aus der Nase, aus dem Mund, aus den Ohren
  • Austritt von klarer oder hellroter Hirnflüssigkeit (Liquor) aus Nase oder Ohren
  • Störungen von unwillkürlich gesteuerten (vegetativen) Körperfunktionen:
    • Erbrechen (sofort oder verzögert)
    • Blutdruckschwankungen
    • Herzrhythmusstörungen, Atemprobleme
    • Grobe Stoffwechselstörung

Ursache und Behandlung

Ursachen

  • Krafteinwirkung auf den Kopf (z.B. grober Auf- oder Anprall)
  • Mechanische Verletzung von Kopfhaut, Schädeldecke und Hirn (unterschiedlich stark betroffen)
  • Blutung (z.B. Verletzung von Blutgefässen im Kopf)
  • Erhöhter Hirndruck

Weiterer Verlauf in der Arztpraxis / im Spital

Mögliche Untersuchungen
  • Untersuchung von Gesicht und Schädel
  • Neurologische Beurteilung
  • Bildgebende Diagnostik (v.a. CT)
Mögliche Therapien
  • Überwachung (ab mittelschweren Verletzungen auf Intensivstation)
  • Senkung des Hirndrucks (medikamentös, physikalisch/operativ)
  • (Operative) Versorgung der Verletzungen (Haut, Knochen, etc.)
  • Neurorehabilitation bei schweren Verletzungen

Was kann ich selbst tun?

  • Unfallvorbeugung
    • Vorsichtiges Verhalten, Selbsteinschätzung
    • Tragen eines Schutzhelms bei entsprechendem Risiko
  • Erste Hilfe leisten!
    • Bei Bewusstlosigkeit mit erhaltener Atmung: Patienten in die Bewusstlosenlagerung (stabile Seitenlage) bringen
    • Bei Bewusstlosigkeit ohne erkennbare Atmung: sofort mit Wiederbelebung (Herzdruckmassage/Reanimation) starten

Wann zum Arzt?

Sowohl stumpfe wie scharfe Schädelhirnverletzungen erfordern eine ärztliche Abklärung.

Weitere Informationen

Auskunft über zahlreiche regionale Vereinigungen hirnverletzter Menschen in der ganzen Schweiz erteilt:

FRAGILE Suisse
www.fragile.ch

Synonyme

Schädel-Hirn-Verletzung, Schädel-Hirn-Trauma, Schädelhirnverletzung, Schädelhirntrauma, SHT, Gehirnprellung, Gehirnquetschung, Contusio cerebri, Compressio cerebri

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