Zuhause ausziehen: Mit dieser Checkliste klappt es

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Ausziehen in die erste eigene Wohnung ist ein grosser Schritt. Der Auszug von Zuhause bringt aber auch mehr Verantwortung für die jungen Menschen mit sich. Was es braucht, welche Kosten anfallen und welche Versicherungen wichtig sind.

Die erste eigene Wohnung

Ich bin dann mal weg! Von Zuhause ausziehen ist ein grosses Ereignis. Schliesslich fallen nebst dem Mietzins noch weitere Kosten an – und administrative Dinge wie etwa das Ummelden oder eine Hausratversicherung abschliessen. Die Checkliste hilft, damit nichts vergessen geht und alles klappt.

Checkliste Ausziehen

Vom Admin-Kram bis zu den Zügelkisten: Das Auszieh-ABC ist vielfältig, vieles muss geplant und erledigt werden, bevor man sich in der ersten eigenen Wohnung einleben kann. Da lohnen sich eine gute Checkliste und einige Tipps.

1. Die Kosten

Vor der Wohnungssuche ist es sinnvoll, sich einen Überblick über das eigene Budget zu machen: Wie viel Geld steht mir monatlich zur Verfügung, welche Fixkosten kommen ungefähr auf mich zu, und was bleibt am Schluss noch übrig?

Budget-Planung

WG- oder eigene Wohnung? Mit diesen Kostenpunkten ist schnell klar, wie viel die erste Wohnung kosten darf.

Mietzins
Die monatlichen Netto-Kosten einer eigenen Wohnung.
Nebenkosten
Monatliche Beträge wie Heizkosten oder Hauswart.
Mietzinsdepot
Diese einmalige Kaution dient dem Vermieter als Sicherheit.
Versicherungen
Hausrat- und Privathaftpflichtversicherung werden meistens verlangt.
Einrichtung
Geschirr, Möbel, Badetücher und Vieles mehr.
Weiteres
Krankenkassenprämie, ÖV-, Smartphone- und TV-Kosten, Lebensmittel, Freizeit...

2. Das Administrative

Ist die passende Wohnung gefunden, fällt einiges an Papierkram an. Schliesslich soll das Internet ab dem Einzugstag funktionieren und die Post an der neuen Adresse ankommen.

  • Mietvertrag: Regelt das Mietverhältnis und alle Details. Der Mieterinnen- und Mieterverband unterstützt bei rechtlichen Fragen und stellt nützliche Unterlagen zur Verfügung.
  • Versicherungen: Um die eigenen Dinge zu versichern, oder sich selber vor Missgeschicken zu schützen, empfehlen wir die Hausrat- und Privathaftpflichtversicherung.
  • Internet / TV / Radio: Frühzeitig die WLAN-, TV- und Radio-Anschlüsse beim gewünschten Anbieter anmelden. Die jährliche Serafe-Gebühr wird automatisch per Rechnung erhoben.
  • Ummelden: Den neuen Wohnort bei der eigenen und neuen Einwohnergemeinde persönlich melden.
  • Zahlungsverkehr: Konto eröffnen für Zahlungsverkehr wie Mietzins, Krankenkassenprämie, Steuerrechnungen und alle anderen laufenden Kosten.
  • Adressänderung: Neue Adresse bei allen Vertragspartnern (wie Krankenkasse, Internet-Anbieter, Bank und Sportclub) sowie bei der Post melden. Ein Nachsendeauftrag der Post gilt maximal für ein Jahr.
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Gut geschützt

3. Die Einrichtung

Alles neu oder doch eher Vintage-Stil? Das eigene Budget bestimmt, welche Möbel und Ausstattung möglich sind. Vielleicht sind Esstisch und Stühle, ein Schuhschrank oder altes Geschirr rasch in der Verwandtschaft aufzutreiben – oder man klappert Brockis ab und spart so das Geld fürs erste schöne Sofa noch zusammen.

Tipp: Wer sich Zeit lässt, verliert nichts: Beim Auszug reichen anfangs ein paar wichtige Dinge wie Lampen, Bett, Tisch und Stuhl, Badezimmersachen und Lebensmittel. Nach und nach kann man hinzukaufen oder organisieren, was noch fehlt.

4. Der Umzug

Bald ist’s geschafft! Wer bis hierhin alles beachtet hat, kommt trotzdem ins Schwitzen, denn die Kisten tragen sich nicht von alleine. Sobald der Zügeltermin aber steht, können Eltern, Freunde und Helfer mobilisiert werden – zusammen geht’s schneller und ist erst noch günstig.

Das gute WG-Leben

Für viele junge Leute gehört es dazu: das Leben in einer Wohngemeinschaft. Damit das Zusammenleben gut funktioniert, sollte man einige Dinge beachten.

  • Vertragspartner: Im Mietvertrag wird eine Person als Hauptmietpartei festgehalten, welche gegenüber der vermietenden Person haftet. Haltet auch die Bedingungen untereinander in einem Untermietvertrag fest. Personelle Änderungen sollten immer beim Vermieter gemeldet werden.
  • Regeln und Pläne: Klingt mühsam, ist aber wichtig beim WG-Leben. Je klarer Themen wie Einkaufen, Putzen, Abwaschen, Nachtruhe und Besuche geregelt sind, desto mehr macht das Ganze auch Spass.
  • Kosten aufteilen: Wer bezahlt wofür wie viel? Die Fixkosten für gemeinsam genutzte Abonnemente und Geräte kann man gleichmässig aufteilen. Den Mietzins für ein WG-Zimmer kann man über den Daumen peilen oder ganz genau berechnen.

Finanzielle Unterstützung nach dem Ausziehen

Vielleicht ist die Universität in einem anderen Kanton, oder man macht die Lehre in der nächsten grossen Stadt. Nicht nur, aber gerade auch für Minderjährige zählt: Aus dem Elternhaus auszuziehen, ist ein grosser Schritt, der gut überlegt und vorbereitet sein muss.

Ab 18 darf man selber entscheiden

Wer noch nicht 18 ist und in ein neues Zuhause will oder muss, braucht dazu das Einverständnis der Eltern. Dieser Schritt sollte gut geplant werden – entweder Hilfe der Eltern oder im Falle von familiären Konflikten mit der Jugendberatung oder der Sozialhilfe der Wohngemeinde ist sinnvoll.

Eltern sind dazu verpflichtet, ihren Nachwuchs bis zum Abschluss der Erstausbildung, maximal bis zum 25. Lebensjahr, finanziell zu unterstützen. Das heisst jedoch nicht, dass sie eine eigene neue Wohnung finanzieren müssen. Finanzielle Unterstützung in Form von Stipendien oder Ausbildungsdarlehen müssen selber beantragt werden.

Gut zu wissen

  • Prämienverbilligung: Menschen mit tiefem Einkommen bekommen einen Beitrag an ihre Krankenkassenprämien.
  • In der Schweiz ist das Stipendienwesen kantonal geregelt.
  • Stipendien muss man nicht zurückbezahlen, Darlehen schon.
  • Angebote wie die KulturLegi oder das GA für Lernende helfen, das Portemonnaie zu entlasten.

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