Heuschnupfen: Tipps für Allergiker

Heuschnupfen: Tipps für Allergiker

Mehr Helligkeit, wärmere Temperaturen, erwachende Natur – der Frühling ist da und zieht uns nach draussen. Auch die Pollen sind wieder unterwegs und machen Pollenallergikern das Leben schwer.

Heuschnupfen Symptome

Die Pollen gelangen über die Luft in Kontakt mit den Schleimhäuten von Mund, Nase oder Augen. Es kommt zu folgenden Symptomen:

  • Niesreiz, Fliesschnupfen oder verstopfte Nase
  • Juckende, tränende und gerötete Augen
  • Juckreiz in Gaumen , Nase und Ohren
  • Allergisches Asthma

Die Pollenallergie tritt selten vor dem dritten Lebensjahr auf. In der Regel beginnen die Beschwerden ab dem Schulalter.

Heuschnupfen Ursache

Ausgelöst wird der Heuschnupfen durch Blütenstaub der Pflanzen. Dieser dient der natürlichen Befruchtung der Pflanzen und wird durch Insekten oder den Wind übertragen. Die auslösenden Pollenarten stammen meist von Gräsern (Heu), von Bäumen (Birke, Hasel etc.) oder von (Un-)Kräutern (z.B. Ambrosia). Die Blütezeit ist ganz unterschiedlich. Eine geringe Menge genügt um allergische Reaktionen auszulösen. Die Veranlagung zur Pollenallergie ist meist vererbt.

Heuschnupfen Behandlung

Bei starker allergischer Reaktion hilft oft nur noch der Gang zum Arzt. Die Verwendung von Antihistaminika oder Kortison sowie die Desensibilisierung gehören zu den gängigsten Behandlungsmethoden. Die anfallenden Kosten werden von der Grundversicherung übernommen, wenn die Medikamente vom Arzt verordnet wurden.

Antihistaminika

Das bei einer allergischen Reaktion freigesetzte Histamin ist für die unangenehmen Symptome verantwortlich. Manche Antihistaminika sind rezeptpflichtig. Sie schwächen die Wirkung des körpereigenen Histamins ab und dadurch auch die Beschwerden.

Kortison

Arzneimittel mit Kortison sind rezeptpflichtig. Kortison wirkt bereits kurz nach der Anwendung entzündungshemmend. Längere Anwendungen und eine hohe Dosierung können Nebenwirkungen hervorrufen.

Desensibilisieren

Die Desensibilisierung darf nur von einem Arzt vorgenommen werden. Damit sich der Körper an die allergieauslösenden Stoffe gewöhnt und eine schwächere oder keine Abwehrreaktion mehr auslöst, werden ihm die Allergene mit langsam steigender Dosierung gespritzt. Die Behandlung ist regelmässig durchzuführen und dauert drei bis fünf Jahre.

Heuschnupfen Hausmittel

Viele Menschen sprechen auch auf homöopathische Mittel und auf die Traditionelle Chinesische Medizin gut an. Beide Behandlungsarten sind im Übrigen gut mit der Schulmedizin kombinierbar. Hausmittel können dabei helfen, Beschwerden zu lindern. Beliebte Hausmittel sind zum Beispiel:

  • Salzwasser als Nasendusche
  • Salzwasser inhalieren
  • Schwarzkümmelöl
  • Wurzelkraut Augentrost als Tropfen oder Tee
  • Pfefferminze als Tee oder Öl
  • Feuchte, kühle Tücher als Augenmaske gegen den Juckreiz
     

Diese Tipps helfen, damit die Pollen fast keine Chance haben

Pollenflug

Informieren Sie sich über die aktuelle Pollenflug-Situation in Ihrer Region bei Meteo Schweiz oder mit der App des Allergiezentrums Schweiz.

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Hygiene & Schlaf

Am meisten Pollen haben wir in den Haaren. Gehen Sie somit vor dem Schlafen duschen und waschen Sie sich die Haare. Wechseln Sie die Bettwäsche häufig und kaufen Sie sich zumindest für das Schlafzimmer einen Luftreiniger oder Pollengitter für die Fenster.

Kleider

Trocknen Sie Ihre Wäsche nicht im Freien. Die Pollen haften gerne an der feuchten Wäsche. Deponieren Sie getragene Kleider nicht im Schlafzimmer.

Lüften

Lüften Sie nur kurz bei geringer Pollenbelastung. Idealerweise zwischen 06.00 und 08.00 Uhr sowie 19.00 und 24.00 Uhr oder nach langen Regenphasen. Montieren Sie Pollengitter an den Fenstern oder kaufen Sie einen Luftreiniger.

Putzen

Putzen Sie Ihre Wohnung so oft wie möglich, vermeiden Sie Staubfänger wie Teppiche und Polstermöbel. Achten Sie auf einen Staubsauger mit HEPA-Filter und überlassen Sie nach Möglichkeit das Staubsaugen einem Nicht-Allergiker.

Wohnungswahl

Mieten oder kaufen Sie wenn möglich Ihre Wohnung nicht in unmittelbarer Nähe der allergieauslösenden Pflanzen.

Sport

Durch die körperliche Aktivität atmen Sie tiefer ein und nehmen somit mehr Pollen auf. Verlegen Sie Ihre sportlichen Aktivitäten bei starkem Pollenflug in die Halle oder nutzen Sie die Zeit nach einem Regenschauer.

Ernährung

Viele Heuschnupfenpatienten neigen zu Kreuzallergien, das heisst sie reagieren auch auf bestimmte Nahrungsmittel empfindlich. Zum Beispiel können Nüsse, Früchte, Rüebli, Sellerie, Tomaten in Kombination mit bestimmten Pollenallergien zusätzliche Symptome auslösen. Mehr Informationen dazu finden Sie in unserem Beitrag zu Kreuzallergien.

Unterwegs

Tragen Sie unbedingt eine Sonnenbrille und beschränken Sie Ihren Aufenthalt im Freien auf ein Minimum. Schliessen Sie während der Fahrt mit dem Auto die Fenster und lassen Sie sich einen Pollenfilter einbauen.

Ferien

Stimmen Sie Ihre Ferien auf den Pollenflug ab und reisen Sie in der Allergiezeit ans Meer, in Wüstengebiete oder in Hochgebirgslagen.

Ausflugstipps

Gehen Sie mal einen ganzen Tag in ein Hallenbad und geniessen Sie Sauna und Dampfbäder. Einige Stunden ohne Symptome wirken sehr entspannend.

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Für die ganze Familie

Gruppenschulung und Lager in Zusammenarbeit mit aha! Allergiezentrum Schweiz.

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