Mit gesundem Lebens­wan­del der Demenz vorbeugen

Demenz vorbeugen: Geht das? Demenz vorbeugen: Geht das?

Die Zahl der an Demenz erkrankten Menschen in der Schweiz steigt rasant an. Zwar gibt es keinen direkten Schutz vor Demenz oder Alzheimer. Allerdings kann man gewisse Risikofaktoren eliminieren und mit einem gesunden Lebensstil der Krankheit vorbeugen.

Was ist eine Demenz?

Es gibt nicht einfach die Demenz. Vielmehr ist Demenz gemäss der Vereinigung Alzheimer Schweiz der Oberbegriff für mehr als 100 verschiedene Krankheiten, welche die Funktion des Gehirns beeinträchtigen. Während einige Demenzformen reversibel sind (etwa aufgrund einer Stoffwechselkrankheit wie beispielsweise einer Schilddrüsenunterfunktion oder einem Mangel an an Vitamin B12), können andere nicht geheilt werden. Die bekanntesten Formen sind die Alzheimer-Demenz sowie die vaskuläre (gefässbedingte) Demenz.

Was sind die Risikofak­toren von Demenz?

  • Die vaskuläre Demenz ist die zweithäufigste Demenzform. Sie tritt auf, wenn das Gehirn nicht ausreichend mit sauerstoffreichem Blut versorgt wird. Gründe dafür können sein: Bluthochdruck, Diabetes, Bewegungsmangel, Rauchen und eine Ernährung, die zu reich an ungesunden Fetten ist.
  • Zu den Risikofaktoren für eine Demenz zählen auch mangelnde Bewegung, übermässiger Alkoholkonsum, fehlende soziale Kontakte, Depressionen und – gemäss neusten Forschungen – die Belastung durch Feinstaub.
  • Auch ein Hörverlust im Alter kann eine Demenz begünstigen.
  • Ein nicht beeinflussbarer Faktor ist das Geschlecht: Frauen erkranken überproportional häufiger als Männer.

Wie beuge ich einer Demenzerkrankung vor?

Zwar kann sich niemand direkt vor einer Demenzerkrankung oder Alzheimer schützen. Aber diese Tipps helfen mit, das Gehirn fit und gesund zu halten und den Abbauprozessen entgegenzuwirken:

Ernährung

Eine herz- und gefässschonende Ernährung ist gut für unser Gehirn: Mehr Früchte, Gemüse, Kräuter und Nüsse. Ausserdem Fisch, mehrfach ungesättigte Fettsäuren aus pflanzlichen Ölen wie Raps- und Olivenöl und Kohlenhydrate aus Teigwaren, Brot oder Reis.

Lesen

Unser Gehirn kann auch im Alter neue Verknüpfungen bauen – wenn wir es trainieren. Wer täglich liest, zum Beispiel Zeitungen oder Bücher, Denksportaufgaben löst ist auf gutem Weg. Auch Musizieren und Tanzen ist Fitness fürs Gehirn. Oder wie wäre es, im Alter eine neue Sprache zu lernen?

Bewegung

Bewegung hält nicht bloss den Körper, sondern auch das Gehirn fit. Bereits alltägliche Arbeiten – etwa Fensterputzen oder Gartenarbeiten - die Puls und Atem beschleunigen, sind wertvoll. Dazu regelmässig Sport, zum Beispiel Velofahren, Turnen oder Fitnesstraining.

Familie und Freunde

Ein reges Sozialleben hilft mit, länger geistig fit zu bleiben. Egal, ob im Austausch mit Familie und Freunden, beim Spiel im Jassclub oder bei der Freiwilligenarbeit.

Vorerkrankungen

Gewisse Gesundheitsprobleme erhöhen zusätzlich das Demenzrisiko. Deshalb alle paar Jahre oder nach ärztlichem Rat Blutdruck, Cholesterinspiegel und den Blutzucker messen. Dazu aufs Körpergewicht achten, mit dem Rauchen aufhören und Stress vermeiden.

Nationale Demenzstrategie

Gemäss den Zahlen des Bundesamts für Gesundheit (BAG, Zahlen 2020) sind in der Schweiz mehr als 144'000 Menschen an einer Demenz erkrankt. Jährlich kommen schätzungsweise mehr als 30'000 Neuerkrankungen hinzu. Aufgrund der rasanten Zunahme von Demenzerkrankungen hat der Bund bereits vor Jahren die Nationale Demenzstrategie 2014–2019 lanciert und daraus verschiedene Massnahmen abgeleitet. 2019 wurde die Strategie in eine Plattform überführt.


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