Zyklusstörungen

Der Begriff der Zyklusstörung umfasst verschiedenartige, wiederholte Blutungsanomalien mit zu kurzen, zu langen oder unregelmässigen Zyklen, mit zu starker, zu schwacher oder wechselnder Intensität.

Überblick

Der Begriff der Zyklusstörung umfasst verschiedenartige, wiederholte Blutungsanomalien mit zu kurzen, zu langen oder unregelmässigen Zyklen, mit zu starker, zu schwacher oder wechselnder Intensität. Die Ursachen sind sehr vielfältig und z.B. hormonell oder stressbedingt. Das Führen eines Menstruationskalenders erleichtert das Erkennen von Veränderungen.

Symptome

  • Verschiedenartige, wiederholte Unregelmässigkeiten (Anomalien) der Monatsblutung, resp. der Zyklen
    • Intensität (zu schwach, zu stark, wechselnd)
    • Dauer (zu kurz, zu lang, wechselnd)
    • Häufigkeit (Ausbleiben, zu selten, zu häufig, unregelmässig)
  • Als normal gelten Zyklen zwischen 25 und 31 Tagen (sie bleiben nach der Pubertät weitgehend konstant und regelmässig) mit Blutungen zwischen 3 und 7 Tagen
  • Zyklusstörungen tw. verbunden mit Menstruationsbeschwerden (einzelne Symptome können gleichzeitig bestehen)
  • Unregelmässigkeiten während der Pubertät und den Wechseljahren sind normal (somit keine Zyklusstörungen im eigentlichen Sinn)
  • Blutarmut (Anämie) als Folge zu häufiger, zu langer oder starker monatlicher Regelblutung
    • Blässe, Müdigkeit
    • Körperliche und mentale Leistungsfähigkeit herabgesetzt

Ursache und Behandlung

Ursachen

  • Empfängnisverhütende Spirale im Uterus (Gebärmutter)
  • Hormonale Beeinflussung
    • Medikamente
    • Hormonbildende Tumore
  • Arzneimittel
    • Insbesondere psychisch wirksame Mittel (Psychopharmaka)
    • Gerinnungshemmende Medikamente
  • Psychische Faktoren
    • Stress, Trauer, Magersucht
    • Angst vor einer Schwangerschaft
    • Dringender Kinderwunsch
  • Körperliche Belastungen
    • Leistungs- oder Extremsport
    • Hungern, starke Gewichtsab- oder -zunahme
  • Erkrankungen der Schilddrüse, oder der Nebennieren, Diabetes (Zuckerkrankheit)
  • Entzündung oder Tumor (Geschwulst) der Gebärmutter (Zervixkarzinom, Uteruskarzinom, Myom)

Weiterer Verlauf in der Arztpraxis / im Spital

Mögliche Untersuchungen
  • Gynäkologische Untersuchung
  • Blutuntersuchung (Fokus auf Hormone)
  • Ultraschall (Sonographie)
Mögliche Therapien
  • Medikamente
    • Hormonpräparate
    • Pflanzliche Präparate (Phytopharmaka; ärztliche Beratung wegen Neben- und Wechselwirkungen wichtig)
  • Psychologische Beratung
  • Ggf. operativer Eingriff
  • Oft ist eine ursächliche Therapie nicht möglich (Fokus auf der Kontrolle der Symptome)

Was kann ich selbst tun?

  • Gesunder Lebensstil
    • Ausgewogene Ernährung
    • Regelmässige Bewegung
    • Vermeiden von Stress
    • Vermeiden von Unter- und Übergewicht
    • Leistungs- oder Extremsport kann Zyklusstörungen auslösen oder verstärken
  • Führen eines Menstruationskalenders erleichtert das Erkennen von Veränderungen

Wann zum Arzt?

  • Auffallend häufig oder starke Regelblutung, Blässe und Müdigkeit
  • Blutung, die mehr als 10 Tage andauert
  • Sehr schmerzhafte Periode (Dysmenorrhoe), insbesondere wenn Bauchkrämpfe damit verbunden sind
  • Ungewöhnliche Veränderungen des monatlichen Zyklus, wiederholte Zyklusstörungen
  • Blutung oder Ausfluss von ungewohnter Farbe (bräunlich, fleischfarbig)
  • Kontaktblutungen anlässlich des Geschlechtsverkehrs
  • Jede Blutung nach der Menopause
  • Erfolgloser Versuch, schwanger zu werden

Synonyme

Zyklusstörung

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