Endlich 18: Check­lis­ten zur Voll­jährig­keit

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Von A wie Autofahren oder Ausbil­dung bis Z wie Zahlungs­berechtigt: Wer volljährig wird erhält neue Freiheiten, aber es gelten auch einige Pflichten. Lesen Sie, worauf Eltern und junge Erwachsene generell achten müssen und welche Versicherungen ab 18 sinnvoll sind.

Kein Kind mehr – und jetzt?

Wer volljährig wird, ist offiziell kein Kind mehr und erhält viele neue Rechte: Autofahren, ein eigenes Bankkonto eröffnen, abstimmen und wählen. Diese neuen Möglichkeiten machen Spass, können Jugendliche jedoch auch überfordern.

Eine einfache Checkliste und gute Organisation helfen

Denn mit dem Erreichen der Volljährigkeit gelten auch neue Pflichten: Die Steuer­erklärung ausfüllen und steuerberechtigt sein, Krankenkassenprämie bezahlen und dabei die Franchise selber bestimmen sowie eine eigene Haftpflichtversicherung abschliessen. 

Krankenkasse ab 18 Jahren: Gut zu wissen

Bis zur Volljährigkeit sind die Eltern dazu verpflichtet, die monatliche Kranken­kassenprämie für ihr Kind zu bezahlen. Tun sie dies nicht, kann dies ab Volljährigkeit zu Lasten der jungen Erwachsenen gehen. Ab dem Erreichen des 18. Geburtstags fallen die Kinder­franchisen weg und die jungen Menschen sind selber für Krankenversi­cherung und -Kosten verantwortlich.

Für Volljährige auf einen Blick

  • Die Krankenkassenprämie ist abhängig von der gewählten Franchise, dem Wohnort und Alter.
  • Wenn Sie zum Arzt oder ins Spital müssen, beteiligen Sie sich an diesen Kosten mit der Franchise, dem Selbstbehalt und dem Spitalbeitrag.
  • Die Franchise ist der Betrag, den Sie selbst bezahlen, wenn Behand­lungs­kosten in der obligatorischen Grundversicherung anfallen.
  • Die Höhe der Franchise können Sie selber bestimmen und jährlich ändern.
  • Prüfen Sie Ihr Anrecht auf Prämienverbilligung.
  • Während des Militärdienstes kann die Prämienzahlung pausiert werden.
  • Wenn Sie mindestens 8 Stunden pro Woche beim selben Arbeitgeber tätig sind, besteht bereits eine Unfalldeckung.
  • Bei der CSS bezahlen Erwachsene in Ausbildung bis 25 Jahre keinen Spitalbeitrag.
  • Der Familienrabatt für Eltern ist bis zum 20. Altersjahr gültig (unabhängig von der Ausbildung).

Krankenkassen-Prämien auf einen Blick

Prämie berechnen

Volljährig: Checkliste Hausrat­ver­sicherung und Privat-Haftpflicht

Ob ein Wasserschaden, das Verletzen einer anderen Person oder mutwillige Beschädigung: Ab dem 18. Lebensjahr müssen junge Erwachsene voll für ihren verursachten Schaden aufkommen.

Es lohnt sich je nach Wohnsituation, eine Hausratversicherung sowie eine Privat-Haftpflichtversicherung abzuschliessen.

Hausratversicherung auf einen Blick

  • Solange Sie bei den Eltern wohnen, sind Sie grundsätzlich in vollem Umfang mitversichert. Auch nach dem 18. Geburtstag.
  • Sobald Sie in eine eigene Wohnung ziehen, brauchen Sie eine eigene Hausratversicherung.
  • Mit der Hausratversicherung schützen Sie Ihre persönlichen Sachen bei Feuer, Diebstahl, Wasser, Glasbruch und Elementarschäden.
  • Ihr Hausrat ist zum Neuwert versichert, auch Fahrräder und Sportgeräte.

Haftpflichtversicherung auf einen Blick

  • Die Haftpflichtversicherung schützt Sie bei privaten Missgeschicken.
  • Sie übernimmt Schäden an fremden Personen, Sachen, Vermögen und Tieren. 
  • Mit einer Zusatzversicherung können Sie Schäden an Fahrzeugen versichern, die Sie benutzen.

Gut zu wissen: Bei beiden Versicherungen beträgt Ihr Selbstbehalt in der Regel CHF 200 pro Schadenereignis. Zudem profitieren Sie von unserer kostenlosen Telefon-Beratung zu Fragen rund um das schweizerische Recht.

Volljährig: Checkliste Organisation

Gut möglich, dass all die neuen Freiheiten und Pflichten überfordern. Da hilft nur eins: Schritt für Schritt und gut organisiert in die neue Freiheit. Mutter, Vater oder Freunde helfen sicher gerne mit und geben Tipps, den Weg als Kind ins Erwachsenenleben erfolgreich aufzugleisen.

Erster Schritt: Richtige Ordnung

Ein einziger Ordner mit einem Register (1-10 oder A-Z) hilft, die richtige Ordnung und somit den nötigen Überblick zu behalten. Auch eine digitale Ablage ist möglich. Eingeordnet werden zum Beispiel:

  • Versicherungspolicen
  • Steuerunterlagen
  • Konto-Unterlagen
  • Verträge
  • Quittungen
  • Unterlagen Ausbildung (Arbeitsvertrag)

Zweiter Schritt: Einfache Planung

Damit die neuen Rechte und Pflichten nicht voll in der Überforderung untergehen, lohnt sich eine einfache Planung – vielleicht auch schon vor der Volljährigkeit. Zum Beispiel mit einem Kalendersystem oder einer To do Liste, idealerweise mit Erinnerungsfunktion:

  • Wann muss was vom eigenen Geld bezahlt werden.
  • Wann kann ein Vertrag erstmals geändert oder gekündigt werden.
  • Gesicherte Passwortliste für persönliche Log-ins (sichere Aufbewahrung beachten).

Dritter Schritt: Gute Checkliste

Wenn Ordnung und Planung eingerichtet sind, kann eine zusätzliche Checkliste als Erinnerungshilfe ganz praktisch sein. Die Checkliste kann für Themen oder Aktionen gelten:

  • Themen: Steuern, Krankenkasse, Versicherungen, Wohnung, Abonnements etc.
  • Aktionen: Fahrschule anrufen und Fragen klären, Eltern fragen für Hilfe bei Steuererklärung, Onkel fragen für Unterstützung beim Autofahren lernen etc.

Krankenkassen-Prämien auf einen Blick

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