Zöliakie

Die Zöliakie ist eine angeborene Veranlagung zur Überreaktion des Immunsystems auf Gluten.

Überblick

Die Zöliakie ist eine angeborene Veranlagung zur Überreaktion des Immunsystems auf Gluten. Die Krankheit äussert sich u.a. in Darmbeschwerden wie Durchfall und Blähungen. Durch die schlechtere Aufnahme von Nährstoffen kann es zu Entwicklungsstörungen und Mangelerscheinungen kommen. Zentral ist ein lebenslanger Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel.

Symptome

Grundsätzlich sehr variabel (asymptomatische Verläufe möglich)

Hauptsymptome

  • Darmbeschwerden
    • Durchfälle nach dem Konsum glutenhaltiger Lebensmittel
    • Fettstuhl: Übelriechend, fettig glänzend, voluminös
    • Ausscheidung unvollständig verdauter Nahrung
    • Blähungen, „dicker Bauch“
  • Gewichtsverlust, Entwicklungsstörung und verspätete Pubertät bei Kindern
  • Antriebs- und Appetitlosigkeit

Weitere Symptome

Komplikationen

  • Mangelerscheinungen (u.a. Schwellungen/Ödeme, Muskelschwund und -krämpfe, Haarausfall)
  • Osteoporose (wegen Vitamin D- und Kalziummangel)
  • Gynäkologische Beschwerden (u.a. Menstruationsstörungen, eingeschränkte Fruchtbarkeit)

Ursache und Behandlung

Ursachen

  • Genetische Faktoren (wesentliche Rolle)
    • Direkte Verwandte erkranken in 10 bis 15% der Fälle
  • Immunologische Vorgänge
    • Entstehung von Autoantikörper gegen die Darmschleimhaut
    • Verkleinerung der Oberfläche der Darmschleimhaut (aufgrund komplexer Entzündungsvorgänge)
    • Mangel an schleimhautgebundenen Enzymen
    • Darm vermag Nahrung nicht ausreichend zu verdauen (Maldigestion) und nicht in die Blutbahn aufzunehmen (Malabsorption)
  • Lebenslang anhaltende Veranlagung zur Überreaktion auf Gluten bzw. Gliadin
  • Wahrscheinlichkeit für Zöliakie erhöht bei:

Weiterer Verlauf in der Arztpraxis / im Spital

Mögliche Untersuchungen
  • Körperliche Untersuchung
  • Blutuntersuchung (Nachweis von spezifischen Autoantikörpern)
  • Stuhluntersuchung (Nachweis von Fett im Stuhl)
  • Gewebeprobe (Biopsie) aus dem Zwölffingerdarm
Mögliche Therapien
  • Lebenslange glutenfreie Diät (zentral)
  • Keine ursächliche Heilung möglich
  • Evtl. Zufuhr fettlöslicher Vitamine (A, D, E, K) und einigen Spurenelemente (Kalzium, Magnesium, Eisen)

Was kann ich selbst tun?

  • Wichtig ist das Einhalten der lebenslangen glutenfreien Diät
    • Verzicht auf Produkte mit Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel (z.B. Teigwaren, Kuchen, Brot, aber auch Bier)
    • Viele Fertigprodukte enthalten Gluten oder Gliadin in Zusatzstoffen wie Stabilisatoren und Verdickungsmittel
    • Empfohlene Nahrungsmittel: Reis, Mais, Kartoffeln, Soja, Buchweizen, Hirse, Quinoa, Amaranth, ggf. Hafer
  • Säuglinge zunächst glutenfrei ernähren
  • Erst zwischen der 17. und 26. Lebenswoche mit der Beikost kleine Mengen an Gluten einführen .

Wann zum Arzt?

  • Anhaltender Durchfall, Blähungen und Fettstuhl
  • Entwicklungsstörungen bei Kindern
  • Unerklärlicher Gewichtsverlust

Weitere Informationen

IG Zöliakie der Deutschen Schweiz
www.zoeliakie.ch

Synonyme

Zöliakie, Einheimische Sprue, Glutensensitive Enteropathie

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