Psychologische Unterstützung bei Krebs für Betroffene und Angehörige
Angelika von Aufsess nennt Zahlen aus deutschen Studien, die vermutlich auf die Schweiz adaptierbar sind: «Etwa ein Drittel der von Krebs betroffenen Menschen haben zumindest phasenweise eine psychische Störung wie eine Angststörung oder eine depressive Episode.» Das gilt es unbedingt zu behandeln. Angelika von Aufsess betont ausserdem, dass psychoonkologische Angebote sich jeweils sowohl an Betroffene wie auch an Angehörige richten.
Nichtsdestotrotz macht Angelika von Aufsess auch bestärkende Beobachtungen: «Tatsächlich ist die Krebsdiagnose manchmal der Beginn eines Transformationsprozesses. Es gibt Menschen, die daran reifen und wachsen.» Konkret würden sie sich oft zum ersten Mal überhaupt mit ihren Gefühlen und Bedürfnissen beschäftigen. Und plötzlich ganz klare Prioritäten zugunsten ihrer Gesundheit setzen.