Gen-Diät: Kann eine DNA-Analyse beim Abnehmen helfen?

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Die Gen-Diät oder auch DNA-Diät genannt setzt beim Abnehmen auf die Stoffwechselanalyse. Eine Speichelprobe hilft bei der Zuordnung zu einem der 4 Meta-Typen. Sie sollen Aufschluss darüber bringen, wie gut der Körper Fett, Eiweiss und Kohlenhydrate verwertet.

Nutrigenetik

Die Gen-Diät gehört zum jungen Forschungsfeld der Nutrigenetik, welche die Beziehung zwischen Ernährung und Genetik erforscht. Insbesondere geht es um die Frage, wie ernährungsbedingte Erkrankungen durch die Gene beeinflusst werden.

Basis der Gen-Diät ist eine Speichelprobe. Sie ermöglicht es, Stoffwechselgene und ihre Interaktion miteinander zu untersuchen. Daraus sollen sich Rückschlüsse auf die individuelle genetische Veranlagung ziehen können. Sprich: Wieviel Energie der Körper aus Fett, Proteinen oder Kohlenhydraten gewinnt. Diese Erkenntnis bildet die Basis für die 4 sogenannten Meta-Typen.

Meta-Typen

  • Der Meta-Typ Alpha (α) verwertet proteinreiche Nahrung am besten. Der Anteil an kohlenhydratreichen und fetthaltigen Nahrungsmitteln sollte reduziert werden.
  • Der Meta-Typ Beta (β) verwertet neben Proteinen auch Fette gut. Demnach sollte auf eine kohlenhydratarme Kost geachtet werden.
  • Der Meta-Typ Gamma (γ) verwertet Kohlenhydrate sehr gut. Dieser Typ sollte den Anteil protein- und fettreicher Nahrungsmittel reduzieren.
  • Der Meta-Typ Delta (δ) verwertet Kohlenhydrate und Fette gleichermassen gut. Dieser Typ sollte darauf achten, dass der Anteil an proteinreichen Nahrungsmitteln reduziert wird.

Neben dem personalisierten Ernährungsplan, der aus der Analyse resultiert, sollen die Meta-Typen auch Rückschlüsse zu geeigneten Sportarten zulassen. Jedem Meta-Typen wird eine Sportvariante zugeordnet, die in einem möglichst hohen Kalorienverbrauch resultiert, entweder Ausdauer oder Schnelligkeit.

Funktioniert die Gen-Diät wirklich?

Die Gen-Diät kann helfen, das Gewicht zu reduzieren. Denn über Erfolg oder Misserfolg entscheidet am Ende die Motivation. Es fällt Menschen oft leichter, ihre Essgewohnheiten umzustellen, wenn sie wissen, dass die Empfehlungen für sie ganz persönlich gelten, wie das bei der Gen-Diät der Fall ist.

Unerheblich scheint dabei, ob die Ratschläge auf der Analyse der Gene oder auf anderen Daten wie etwa Blutwerten oder bisherigen Ernährungsgewohnheiten beruhen. Wer also weniger Geld zahlen möchte, kann beruhigt auch auf andere Konzepte zurückgreifen.

Das sagt die Wissenschaft

Überschaubar sieht es auch bei den wissenschaftlichen Grundlagen aus: Es gibt bisher keinen belegten Zusammenhang zwischen genetischer Veranlagung und Gewichtsveränderung. Zudem beschränken sich solche Gen-Tests nur auf wenige Gene und sind extrem teuer.

Für derartige Gentests schätzt die GfH die potentiellen Gefahren einer Fehl- oder Überinterpretation für die Kunden wesentlich höher ein als den beworbenen Nutzen.
Die Deutsche Gesellschaft für Humangenetik (GfH)

Werden die Ergebnisse nicht richtig eingeordnet, kann zum Beispiel ein Nährstoffmangel entstehen. Wer die Gen-Diät also unbedingt ausprobieren will, sollte den Rat eines Ernährungsmediziners hinzuziehen. Grundsätzlich gilt: Wer sein Gewicht gesund und langfristig reduzieren möchte, schafft dies selten mithilfe einer Diät – eine langandauernde Ernährungsumstellung sollte das Mittel der Wahl sein.

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