Hirntumor

Hirntumor ist der Oberbegriff für verschiedene gut- und bösartigen Wucherungen im Schädelinnern.

Überblick

Hirntumor ist der Oberbegriff für verschiedene gut- und bösartigen Wucherungen im Schädelinnern. Die Ursachen dafür sind kaum bekannt. Durch die Verdrängung der Hirnmasse kommt es zu diversen Störungen im Nervensystem. Ein wichtiges Frühsymptom sind Kopfschmerzen. Es kann zu Krampfanfällen, Persönlichkeitsveränderung oder Nüchternerbrechen kommen.

Symptome

Allgemeines

  • Abhängig von Lage, Grösse und Wachstumsgeschwindigkeit des Tumors
  • Symptome durch Verdrängung der Hirnmasse und Steigerung des Drucks im Schädel
  • Die nachfolgend beschriebenen Krankheitszeichen sind nicht für jeden Tumor typisch

Krankheitszeichen

  • Kopfschmerzen
    • Frühes und konstantes Symptom
  • Krampfanfälle (epileptische Anfälle)
  • Schwindel, Übelkeit und Erbrechen
  • Lähmungserscheinungen
    • Typisch ist allmähliche Zunahme
    • Ungeschicklichkeit oder Schwäche beim Bewegen
    • Gefühlsstörungen (Taubheitsgefühl, Kribbeln)
  • Gleichgewichtsstörungen, Gangunsicherheit
  • Hörprobleme, Ohrgeräusche
  • Sehstörungen
  • Sprachstörungen (Wortfindungsstörungen, verwaschene Sprache)
  • Psychische Veränderungen

Ursache und Behandlung

Ursachen

  • Kaum etwas bekannt
  • Hirnmetastasen: Streuung ausgehend von Tumor anderer Organe
  • Genetische Faktoren (selten nachweisbar)
Gutartige Tumore
  • Ebenfalls potentiell lebensgefährlich
  • Meningeome
    • Von Hirnhaut ausgehend
    • Wichtige Gruppe mit etwa 25% aller Hirntumore
    • Wandeln sich teilweise zu bösartig
  • Neurinome (Ursprung in Hirnnerven, vielfach im Rückenmark)
Bösartige Tumore
  • Astrozytome, Glioblastome (Ursprung in Binde- und Stützgewebe der Hirnsubstanz)
  • Hirnmetastasen
    • Ableger von Krebsgeschwülsten anderer Organe
    • Häufigste bösartigen Wucherungen im Schädelinnern

Weiterer Verlauf in der Arztpraxis / im Spital

Mögliche Untersuchungen
  • Prüfung der Nervenfunktionen (sog. Neurostatus)
  • Augenspiegelung (Beurteilung des Sehnervs)
  • MRI (Magnetresonanztomographie)
  • Ggf. Untersuchung der Hirnflüssigkeit (Liquor)
  • Gewebeprobe (Hirnbiopsie)
Mögliche Therapien
  • Operation (wenn immer möglich)
  • Ggf. Bestrahlung/Nachbestrahlung
  • Chemotherapie (abhängig vom Verlauf und bei Unmöglichkeit einer Operation)
Prognose
  • Gutartige Hirntumore: Aussicht auf eine definitive Heilung
  • Bösartige Hirntumore und Hirnmetastasen: Heilungschancen leider deutlich schlechter

Was kann ich selbst tun?

  • Körperliche Warnsignale beachten (siehe unten) und Arztbesuch nicht herauszögern
  • Rauchstopp

Wann zum Arzt?

  • Kopfschmerzen
    • Häufig wiederkehrend
    • Plötzlich und sehr stark (Hinweis auf ein geplatztes Aneurysma)
    • Kontinuierlich stärker werdend
  • Krampfanfall
  • Sehstörungen
  • Hörprobleme
  • Gang- und Gleichgewichtsprobleme
  • Gefühlsstörungen, Lähmungserscheinungen
  • Starkes Erbrechen, Nüchternerbrechen
  • Leistungsabfall, vermehrte Müdigkeit
  • Veränderung des Bewusstseinszustand (z.B. Eintrübung, Ohnmacht)
  • Veränderung in Sprache und Persönlichkeit

Weitere Informationen

Schweizerische Krebsliga
www.krebsliga.ch

Selbsthilfe Schweiz
www.selbsthilfeschweiz.ch

Synonyme

Hirntumor, Gehirntumor, Meningeom, Glioblastom, Neurinom

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