Lungenentzündung (Pneumonie)

Eine Lungenentzündung (Pneumonie) wird in den meisten Fällen durch Bakterien verursacht.

Überblick

Eine Lungenentzündung (Pneumonie) wird in den meisten Fällen durch Bakterien verursacht. Sie zeigt sich durch Fieber und Husten und kann zu Atemnot führen. Sie sollte ärztlich behandelt werden.

Symptome

Unterschieden wird zwischen sog. typischer und atypischer Lungenentzündung (siehe „Ursachen und Behandlung“)

Typische Lungenentzündung

  • Plötzlicher Beginn mit hohem Fieber und Schüttelfrost
  • Husten mit Auswurf (meist zuerst braun, später gelb-grünlich)
  • Schmerzen beim Atmen, evtl. Atemnot
  • Bläuliche Verfärbung (Zyanose) von Lippen und Fingernägeln (Zeichen ungenügender Sauerstoffaufnahme durch die Lunge)

Atypische Lungenentzündung

  • Beginnt eher langsam mit allmählich steigendem Fieber
  • Wenn Husten auftritt ist er quälend, aber ohne Auswurf
  • Schmerzen beim Atmen sind selten
  • Kopfweh und Gelenkschmerzen

Eine Lungenentzündung heilt meist innerhalb von 10 bis 14 Tagen. Reizhusten kann jedoch einige Wochen bis Monate weiter bestehen.

Komplikationen in schweren Fällen

Im Spital erworbene (nosokomiale) Lungenentzündungen werden oft durch spezielle Erreger (resistente Bakterienstämme, Pilze) verursacht und lösen in der Regel schwerere Erkrankungen aus.

Ursache und Behandlung

Ursachen

Häufigste Erreger einer Lungenentzündung sind Bakterien, seltener auch Viren und Pilze. Sie kommen in jedem Lebensalter vor, allerdings sind ältere oder abwehrgeschwächte Personen sowie Säuglinge und Kleinkinder besonders gefährdet.

Typische Lungenentzündung
  • Pneumokokken
  • Haemophilus influenzae
Atypische Lungenentzündung
  • Mykoplasmen
  • Chlamydien
  • Legionellen
  • Viren
  • Pilze
Weitere Ursachen
  • Verschlucken von Flüssigkeiten (Blut, Magensaft, Erbrochenes, verunreinigtes Wasser, etc.)
  • Schwere Bettlägerigkeit (ungenügendes Durchatmen)
  • Künstliche Beatmung

Weiterer Verlauf in der Arztpraxis / im Spital

Mögliche Untersuchungen
  • Abhören der Lunge (Stethoskop)
  • Blutuntersuchungen (Infektionswerte)
  • Untersuchung des Auswurfs auf Keime
  • Röntgen
  • CT (Computertomographie)
  • MRI (Magnetresonanztomographie)
Mögliche Therapien
  • Antibiotika (bei Bakterien)
  • Evtl. Überwachung im Spital

Was kann ich selbst tun?

  • Körperliche Schonung
  • Soweit möglich leichte Bewegung und Atemübungen
  • Genügend Trinken (Sekret wird gelöst)
  • Bei Husten mit Auswurf keine Hustenstiller einnehmen (verzögert die Heilung)

Bei Husten können evtl. folgende Hausmittel helfen:

  • Inhalation (z.B. mit Thymian-Tee)
  • Zwiebelsaft oder warmen Holundersirup schluckweise trinken
  • Kartoffelwickel lindern den Husten und lösen den Schleim
  • Für ältere, immungeschwächte und chronisch kranke Personen sind Impfungen gegen Pneumokokken empfehlenswert

Wann zum Arzt?

  • Fieber und Husten, verbunden mit Atemnot
  • Schmerzen beim Atmen
  • Husten, der länger als eine Woche andauert
  • Plötzlich aufgetretene Verwirrung oder Teilnahmslosigkeit

Synonyme

Lungenentzündung (Pneumonie), Lungenentzündung, Pneumonie

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