Welche Risiken bestehen bei einer Schwangerschaft mit Endometriose?
Frauen mit Endometriose sind mit ihren Sorgen und Unsicherheiten nicht allein. Auch bei gesunden Frauen sind Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt möglich. Wie hoch die Risiken sind, hängt bei Endometriose-Patientinnen stark von der Ausprägung und Form der Krankheit ab. So etwa häufen sich bei starken Verwachsungen Eileiterschwangerschaften. Da der Embryo aufgrund der eingeschränkten Funktion des Eileiters nicht in die Gebärmutter gelangen kann, nistet er sich im Eileiter ein, wo er sich nicht weiterentwickeln kann. Dies führt zu Komplikationen und muss mit Medikamenten oder operativ behandelt werden.
Liegt eine Adenomyose vor, kann es vermehrt zu Fehlgeburten kommen. Bei dieser Form findet sich Schleimhaut, die die Gebärmutter auskleidet, fälschlicherweise in der glatten Muskulatur der Gebärmutterwand, was zu Symptomen wie etwa Schmerzen führen kann. Auch eine sogenannte «Plazenta praevia» ist bei dieser Art der Endometriose etwas häufiger vorzufinden. Dabei wächst der Mutterkuchen in der Gebärmutter über den Geburtskanal. Ist dieser gänzlich blockiert, kann die Geburt nur über einen Kaiserschnitt erfolgen. Seltener sind folgende Komplikationen: das Aufbrechen von Zysten am Eierstock, eine Verdrehung der Eierstöcke oder ein Riss in der Gebärmutter.