Heidelbeere: Das steckt in der heimischen Super­frucht

Heidelbeere: Das steckt in der heimischen Superfrucht Heidelbeere: Das steckt in der heimischen Superfrucht

Sie trägt unterschiedliche Namen: Blaubeere, Heidelbeere, Schwarzbeere oder Wildbeere. Die Rede ist von den kleinen, kugelrunden dunkelblauen Beeren, die an Sträuchern wachsen.

Heidelbeeren – Blaue Super Beeren

 

Bei den Heidelbeeren, die wir auf dem Markt oder im Laden kaufen, handelt es sich um eine Kulturform, die ursprünglich aus Nordamerika stammt. Die Kulturheidelbeere ist grösser, von einer feinen weissen Wachsschicht überzogen und das Fruchtfleisch ist hell und kaum färbend – blaue Lippen, Zähne und Zunge gibt es nur bei den wilden Beeren.

4 Superkräfte

  • Entzündungshemmend
  • Stärkt das Immunsystem
  • Hilft gegen Durchfall (getrocknet)
  • Kalorienarm

Immunsystem ankurbeln

Heidelbeeren sind das heimische Superfood schlechthin. Neben dem Farbstoff Anthocyane, der antioxidativ wirkt, enthalten Heidelbeeren wertvolle Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium und Kalium. Die blauschwarzen Beeren enthalten viel Vitamin C, welches unser Immunsystem stärkt, und Vitamin E – ebenfalls mit antioxidativer Wirkung. Heidelbeeren sind kalorienarm aber gleichzeitig voller Nahrungsfasern, die unserer Verdauung guttun.

Verdauung sanft regulieren

In grossen Mengen können Heidelbeeren – wie auch viele andere Früchte – Durchfall verursachen. Werden die Beeren aber getrocknet, so helfen sie aufgrund der enthaltenen Gerbstoffe als Hausmittel gegen Durchfall.

Wie bei vielen Lebensmitteln, macht auch hier die Dosis das Gift: In grossen Mengen kann Salicylsäure nämlich allergische Reaktionen wie Kopfschmerzen und Hautausschläge hervorrufen.

Eine Prise Sommer verleihen

Heidelbeeren haben einen süss-säuerlichen Geschmack und eignen sich hervorragend als frische Zutat in einem leichten und gesunden Müesli, zur Zubereitung unzähliger Desserts oder einfach so als Snack. Auch in Smoothies, Salaten und sogar als Beigabe zu salzigen Menüs mit oder ohne Fleisch machen sich die kleinen Beeren gut. Heidelbeeren sind gelierfähig, eignen sich also auch für Konfitüren und Gelées.

Saison von Juli bis September

Während den drei Sommermonaten hat die Heidelbeere bei uns Saison. Es gibt sie frisch zu kaufen oder auch selbst zu pflücken – ab und zu wild in Wäldern oder auf Feldern, wo die Kulturform angepflanzt wird. Schmecken tut diese aber genauso vorzüglich; vor allem, wenn sonnenwarm und direkt von der Hand in den Mund. Es gibt in der Schweiz mehrere Farmen, wo Heidelbeeren selbst gepflückt werden können. Wilde Beeren und auch solche aus dem Garten sollen wegen dem Fuchsbandwurmerreger unbedingt vor dem Verzehr gewaschen werden. Aber egal, ob gekauft oder selbst gepflückt, zu Hause sollten die Beeren innerhalb eines Tages konsumiert werden, denn sie schimmeln schnell und sind druckempfindlich. Frische Beeren können aber gut eingefroren werden – so verstärkt sich der Geschmack sogar.

Nährwerttabelle

Nährstoff pro 100 g % des täglichen Bedarfs pro 100 g
Energie 42 kcal 2% bei 2'500 kcal Tagesbedarf
Eiweiss 0,6 g 1%
Fett 0,5 g 1%
Kohlenhydrate 7,2 g 2%
Nahrungsfasern 3 g 12%
Magnesium 4 mg 1 - 2%
Kalzium 1 % 1%
Kalium 2 % 2%
Vitamin C 20 mg 22 – 25%
Vitamin E 1,9 mg 16 – 19%

Die Inhaltsstoffe schwanken sehr stark, je nach Herkunft, Reife und Verarbeitung. Die Nährwerttabelle zeigt daher lediglich Richtwerte.

Heidelbeeren selbst trocknen

Um den sommerlichen Geschmack auch während den kalten Monaten nicht zu missen, können Sie Heidelbeeren ganz einfach trocknen. Verteilen Sie die Heidelbeeren dafür grossflächig auf ein Backblech, Haushalts- oder Backpapier. Danach legen Sie die Beeren beispielsweise auf einen Tisch auf Ihrem Balkon oder im Garten. Nach spätesten vier Tagen an der Sonne sollten die Beeren trocken sein und können luftdicht aufbewahrt werden.

Für ein schnelleres Ergebnis benutzen Sie den Ofen

Dafür schieben Sie das Backblech bei höchsten 60 Grad Celsius für einige Stunden in den Ofen. Damit die in den Beeren enthaltenen Feuchtigkeit entweichen kann, muss die Ofentür einen Spaltbreit offenbleiben. Tipp: Klemmen Sie dafür einen Holzkochlöffel in die Backofentür.

Gefriertrocknen – so funktioniert’s

Beim Gefriertrocknen werden die Beeren tiefgefroren und anschließend in eine Vakuumkammer gegeben. Durch den erzeugten Unterdruck verdampft das gefrorene Wasser, ohne in den flüssigen Zustand überzugehen. Der Vorteil dieser Methode: Lebensmittel sehr schonend getrocknet werden und Struktur, Aroma sowie insbesondere Vitamine weitestgehend erhalten bleiben. Der Hacken? Von zu Hause aus ist das Gefriertrocknen nicht ganz einfach.

Getrocknete Heidelbeeren gegen Durchfall

Getrocknete Heidelbeeren sind nicht nur superlecker, sondern auch ein beliebtes Hausmittel gegen leichten Durchfall. Grund für die Linderung der milden Darmbeschwerde sind Gerbstoffe. Diese verhindern, dass Durchfallerreger durch die Darmschleimhaut dringen.


Quellen:

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